BURGSINN

Erhöhung um rund 20 Prozent

Der Bereich vor der alten Polizei inmitten von Burgsinn könnte mehr sein als ein Schotterparkplatz, findet die Initiative Burgsinn (IB). Sie forderte den Gemeinderat auf, sich um Städtebauförderung im Rahmen eines Integrierten Städtebaulichen Konzepts (ISEK) zu bewerben. Foto: Roland Bauernschubert

Aus Sicht der Initiative Burgsinn (IB) vergibt die Marktgemeinde schon seit einem Jahrzehnt eine Chance im Bereich eines touristischen Gesamtkonzepts, in puncto Freizeitangebot, aber auch aus bildungspolitischer Sicht, weil sie die Inwertsetzung der „Strecke 46“ nicht längst konsequent verfolgt hat.

In einem Antrag forderte die IB deshalb „die Erarbeitung und Umsetzung einer unmittelbaren Inwertsetzung durch Ausbau der bestehenden Konzeption (Regionalmanagement)“ durch eine Überantwortung dieser Aufgabe an den Haupt-, Finanz- und Kulturausschuss der Gemeinde.

Kein ausgewiesener Weg

Willi Balkie (IB) erklärte, dass aktuell nicht einmal ein geeigneter Weg vom Parkplatz Bettlersruh zur „Strecke 46“ führe. Und es seien zwar Dokumentations-Tafeln installiert, aber es verlaufe kein ausgewiesener (Rund)Weg zwischen den Aufstellern und den Bauwerken, geschweige denn gebe es eine markierte Zuführung dorthin. Für Christian Gutermuth (SDP-FW-BAL) dagegen ist die „Strecke 46 lediglich eine abgebrochene Baustelle aus der NS-Zeit, die nur aus Geldmangel nicht abgerissen wurde“.

In diesem Spannungsbogen bewegte sich die Debatte im Gemeinderat, ob Burgsinn das Engagement zur Inwertsetzung der „Strecke 46“, verstärken sollte oder nicht. Bürgermeister Robert Herold verwies auf ein Treffen der an der „Strecke 46“ beteiligten Kommunen.

Auf Einladung von Gemündens Bürgermeister Jürgen Lippert träfen sich, so Herold, Vertreter aus Gemünden, Gräfendorf, Burgsinn und Zeitlofs um über eine gemeinsame Darstellung und touristische Verwertung der Autobahnruine zu sprechen. Dem pflichtete Gerhard Scheidt (BüLi-Freie Bürger) bei, der eine überregionale Planung für sinnvoller hält als ein Solo-Konzept für Burgsinn. Mit einem Votum von fünf zu acht Stimmen wurde der IB-Antrag abgelehnt.

Nur zwei Stimmen, nämlich die fraktionseigenen, erhielt der zweite Antrag der IB zur Aufnahme von Gesprächen mit der Förderstelle der Regierung von Unterfranken mit der Zielsetzung, ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für Burgsinn zu erstellen. „Momentan ist so viel Geld für Städtebauförderung in den Töpfen wie noch nie“, sagte Willi Balkie und warb darum, dass Bürgermeister Herold sich um die Förderung eines ISEK bewerben solle. Herold lehnte das ab.

Auf zwölf Jahre terminiert

Ein ISEK ist nach seinen Worten ein auf zwölf Jahre terminiertes Konzept sei, das durchfinanziert zu sein hat. In Anbetracht der aktuellen und erwartbaren Finanzlage Burgsinns sei dies nicht machbar, so Herold. Er verlasse sich auf die Zusage der Förderstelle, dass auch künftig Einzelmaßnahmen gefördert würden und man auch ohne ISEK städtebauliche Projekte nach jeweiligem Bedarf und Finanzkraft anpacken könne. In Anbetracht der Haushaltslage bezeichnete Gerhard Scheidt die Diskussion um ein Konzept darüber, was man alles machen möchte als „völlig sinnlos“. Der IB-Antrag wurde mit elf Gegenstimmen abgelehnt.

Einstimmig segnete der Gemeinderat die Erhöhungen der Eintrittspreise für das Freibad ab. Die hohen Investitionen in Technik und Gebäude sowie die Anpassung an andere Bäder im Landkreis rechtfertigten die Erhöhung um rund 20 Prozent, so Bürgermeister Herold. Die diesjährige Eröffnung des Freibades ist für die Woche vom 13. bis 20. Mai vorgesehen.

Der Gemeinderat stellte jeweils einstimmig folgende Jahresabschlüsse fest: Schwimmbad: Verlust von 195 910 (Jahr 2016) Euro; Wasserwerk: Überschuss von 13 384 Euro (Jahr 2016); Sinngrundhalle: Verluste von 26 679 Euro (2014), 21 762 Euro (2015) und 26 734 Euro (2016). Ebenfalls einstimmig wurde Sebastian Bechold als 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Burgsinn bestätigt.

Sanierung beginnt

Die Sanierung des Hochbehälters beginnt in den kommenden Tagen. Der Gemeinde liegt ein Sponsoring für eine E-Bike- und eine E-Car-Ladestation vor. Die nächste Bürgerversammlung findet am 17. Mai statt, wurde im Gemeinderat informiert.

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