KARLSTADT

Erlebnisse farbiger Dienstmädchen

„The Help“: Der Film „The Help“ unter der Regie von Tate Taylor läuft in der Vhs-Filmauslese in den Burg-Lichtspielen am Sonntag um 11.15 Uhr sowie am Montag, Dienstag und Mittwoch um 20 Uhr.
„The Help“: Der Film „The Help“ unter der Regie von Tate Taylor läuft in der Vhs-Filmauslese in den Burg-Lichtspielen am Sonntag um 11.15 Uhr sowie am Montag, Dienstag und Mittwoch um 20 Uhr. Foto: Walt Disney

Der Film „The Help“ unter der Regie von Tate Taylor läuft in der Vhs-Filmauslese in den Burg-Lichtspielen Mühlbach am Sonntag um 11.15 Uhr sowie am Montag, Dienstag und Mittwoch um 20 Uhr. Aufgewachsen ist Taylor in Jackson, Mississippi, ebenso wie Kathryn Stockett, deren Bestseller „Gute Geister“ nun unter Taylors Regie verfilmt wurde und unter dem Originaltitel „The Help“ zu sehen ist.

Angesiedelt ist die Handlung dieses Südstaaten-Dramas in den 1960 Jahren, wo sich trotz aufkeimender Bürgerrechtsbewegung für viele afroamerikanische Frauen seit Abschaffung der Sklaverei im Grunde nur wenig verändert hat. Die meisten von ihnen arbeiten für einen Hungerlohn als Dienstmädchen für die Ladies der weißen Oberschicht, die sich, von beruflichen und häuslichen Pflichten weitgehend befreit, dem Müßiggang hingeben.

In dieses Milieu kehrt die ambitionierte Skeeter nach ihrem Journalistik-Studium zurück. Obwohl sie davon keine Ahnung hat, soll sie ausgerechnet Putztipps für die Hausfrauenkolumne verfassen, weswegen sie die farbige Haushilfe Aibileen um Hilfe bittet. Und weil Aibileen dabei viel aus ihrem Leben erzählt, beschließt Skeeter, ein Buch über die Erlebnisse farbiger Dienstmädchen zu schreiben, ein unfassbarer Tabubruch, der die Beteiligten sogar in Lebensgefahr bringen könnte.

Trotzdem gelingt es Skeeter und Aibeleen nach anfänglicher Skepsis, immer mehr Dienstmädchen für ihr Buchprojekt zu begeistern, das deren Leid eine Stimme gibt und mit seinen Berichten wie eine Bombe einschlägt.

„The Help“ ist zwar ein klassisches Hollywood-Produkt, in dem das Gute über das Böse siegt und der Plot nicht nur für Kenner des Romans vorhersehbar ist, doch gelingt es Taylor über weite Strecken, ohne allzu deutlichen Zeigefinger ein klares Bild von den tagtäglichen seelischen Verletzungen der farbigen Angestellten zu zeichnen, heißt es in der Ankündigung.

Sehenswert ist vor allem die schauspielerische Leistung des gesamten Ensembles, aus dem Octavia Spencer soeben mit dem Golden Globe 2012 ausgezeichnet wurde.

Freigegeben für alle, 146 Minuten.

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