KARLSTADT

„Es hat wieder alles gepasst“

Bestes Wetter zur „Kulinarischen Meile“
„Essen, trinken, reden“: Das Konzept der „Kulinarischen Meile“ in Karlstadt kam wieder sehr gut an. Die Bilanz der beteiligten Wirte ist ausgesprochen positiv. Foto: Jürgen Kamm

Dietholf Schröder vom Stadtmarketing und Wirte-Sprecher Wolfgang Ried wirken von vier Tagen „Kulinarische Meile“ etwas müde, aber sie sind gut gelaunt. „Es hat wieder einmal alles gepasst“, sagen sie bei einem Treffen am Dienstagvormittag in der Gastwirtschaft „Alt-Franken“. Ihr Fazit lautet wie im vergangenen Jahr: „Besser geht's nicht“. Und das, obwohl in diesem Jahr kein vergleichbares Event wie die Lichtshow der Energieversorgung die „Kuli-Meile“ aufgewertet hat. Dennoch ist ihr Fazit für dieses Jahr genauso positiv.

Denn das Wichtigste für ein Fest im Freien ist das Wetter – und das sei super gewesen. Es habe jederzeit zum Verweilen eingeladen. Bis auf einen kleinen Guss am Samstagabend blieb es trocken. Aber auch dieser kurze Regenschauer habe die Besucher nicht vom Fest vertrieben, sagt Ried.

Schröder zitiert leicht abgewandelt eine Weisheit von Sepp Herberger: „Nach der Meile ist vor der Meile.“ Daher wollen sich im August die Wirte zusammen mit dem Veranstalter, der Stadtmarketing GmbH, treffen, um zu beraten, was noch besser laufen kann. „Wir sollten Doppelungen vermeiden“, sagt Schröder und meint damit, dass es nicht gut sei, wenn Wirte dieselben Speisen anbieten. „Es waren diesmal zu viele Flammkuchen“, nennt Schröder als Beispiel.

Kein Einweggeschirr

Für Wolfgang Ried zeichnet sich die „Kulinarische Meile“ dadurch aus, dass die Wirte mit ihren Buden auf die Straße gehen und draußen kochen. Dort ist Selbstbedienung. Eine Bedienung an Tischen gehöre dagegen nicht zum Konzept. Zudem soll auf Einweggeschirr verzichtet werden. Daran hätten sich ein paar Wirte nicht gehalten, aber dies hätte nur zu leichten Unstimmigkeiten geführt. Ansonsten sei alles bestens gewesen, betont er.

Im nächsten Jahr wird es ein paar Veränderungen geben. Die Wirte vom „Batzenärrle“ und vom „Da Franco“ wechseln. Beim Treffen im August soll schon darüber diskutiert werden, mit welchen Speisen sich die neuen Wirte beteiligen, um die „Kulinarische Meile“ zu bereichern.

Zum Selbstläufer geworden

Für Schröder wird die „Kuli-Meile“ immer mehr zum Selbstläufer. Das Konzept, auf Musik zu verzichten, geht auf. Damit sei das Fest einzigartig, meint Schröder. Und es funktioniert, denn die Leute kommen von überall her. Das sieht er an den Schildern der rund um das Fest geparkten Autos.

Die Mühe habe er sich mal gemacht und sei die Parkplätze abgelaufen. Auch wenn er sich natürlich nicht sicher sein kann, zu welchem Anlass der Besitzer eines Autos in Karlstadt ist, so ist er überzeugt, dass manche Besucher eine weite Anreise auf sich nehmen, nur um bei der Meile dabei zu sein. Dies werde ihm auch von den Hotelbetrieben bestätigt. Eine Schätzung der Besucherzahlen mag Schröder nicht wagen. Das sei zu schwer, sagt er.

Auch das Bayerische Fernsehen ist auf das Fest aufmerksam geworden. Zum Abschlusstag am Montag war ein Kameramann unterwegs und hat das Festtreiben gefilmt. Der vermutlich etwa halbstündige Film soll in der Sendereihe „Landgasthäuser in Franken“ ausgestrahlt werden. Wann das sein wird, steht noch nicht fest, sagt der zuständige Mitarbeiter. Vermutlich werde es im Frühjahr 2016 sein. Schröder verspricht sich jedenfalls davon eine weitere Werbung und eine Steigerung des Bekanntheitsgrads für das Fest.

Schröder bezeichnet die Meile als sein Lieblingsfest. Dennoch sind ihm auch die anderen Veranstaltungen wichtig, wie die Biermeile im August und das Weinfest Anfang September. Eine Nachfolge-Veranstaltung muss für das aufgegebene „Karscht live“ gefunden werden. Da gebe es neue Überlegungen, meinen Riedmann und Schröder, allerdings sei ein vergleichbares Event frühestens für den November 2016 geplant. Auch dies soll bei dem Treffen im August besprochen werden.

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