Karlstadt

FDP will Verantwortung in Main-Spessart übernehmen

Die Liberalen haben  ihre Kandidatenliste für die Kreistagswahl aufgestellt. Zwei Schwerpunkte bei der politischen Arbeit sollen Wirtschaft und Gesundheitsversorgung sein.
Der FDP- Kreisverband stellte eine 20-köpfige Kandidatenliste für die kommunalen Kreistagswahlen im März 2020 zusammen. Foto: Sebastian Inderwies

Eine 20-köpfige Kandidatenliste für die Kreistagswahl im März 2020 stellte der FDP- Kreisverband in seiner Versammlung in Karlstadt zusammen. An der Spitze steht laut Pressemitteilung der Partei der nun offiziell nominierte Landratskandidat Hubert Fröhlich, der bereits als Kreisrat für die FDP im Kreistag Main-Spessart sitzt.

Wie der Kreisvorsitzende Helge Ziegler betont, „hat die FDP eine ambitionierte Mannschaft für MSP, die politische Verantwortung für ihren Landkreis übernehmen will.“ Gerade die Arbeit an der Basis wurde durch die Gründung der FDP- Ortsverbände Lohr, Karlstadt, Arnstein und Marktheidenfeld in den letzten Jahren vorangetrieben.

Wirtschaftsstandort Main-Spessart stärken

Für die Liberalen geht es darum, den Landkreis Main-Spessart als Wirtschaftsstandort zu stärken und zu etablieren. Dazu gehören neben einer zuverlässigen Energieversorgung auch eine gut funktionierende Infrastruktur.  „Die B26n ist gerade für die hiesigen Betriebe und Unternehmen sehr wichtig und notwendig. Daher spricht sich die FDP eindeutig pro B26n aus, will allerdings den kompletten Ausbau politisch vorantreiben“, so der Spitzenkandidat Hubert Fröhlich.

Arbeitsplätze seien Voraussetzung für den Zuzug junger Familien auch in ländliche Räume, so die FDP. Main-Spessart benötige qualitativen Glasfaserausbau und hochleistungsfähige Mobilfunknetze, damit Unternehmer und Arbeitnehmer standortunabhängiger werden. Weitere Fotrderungen der Liberalen: Die Grunderwerbssteuer muss bei der ersten selbstgenutzten Immobilie wegfallen, Baugenehmigungsverfahren sind zu beschleunigen, nicht genutzte Bestandsflächen einfacher umzuwidmen sein. Die Liberalen wollen Eigeninitiativen wie Dorfläden oder Jugendtreffs  unterstützen und eine Aufwertung aller Schularten. Der Wert der betrieblichen Ausbildung muss genauso anerkannt werden wie die akademische Ausbildung. Dies betrifft Kostenfreiheit bei Fortbildungen sowie Meisterausbildung, die Schaffung eines Azubi-Tickets sowie kostenfreie fachmedizinische und physiotherapeutische Ausbildungen.

Kritik an "verkehrter Ausrichtung" bei medizinischer Grundversorgung

Einen weiteren Schwerpunkt sieht die FDP in der Gesundheitsversorgung im Landkreis. Kritik üben die Liberalen an der verkehrten Ausrichtung der medizinischen Grundversorgung. Auf der einen Seite würden marktwirtschaftliche Elemente komplett übergangen, wenn es um die Niederlassung von Ärzten geht. Hier werde von offizieller Seite eine Überversorgung festgestellt und Niederlassungen verhindert. Auf der anderen Seite spielten marktwirtschaftliche Elemente im Zentralklinikum eine entscheidende Rolle, um die Grundversorgung einer Geburtenstation in MSP komplett zu verhindern. Das Thema Geburtenstation ist für die FDP ein wichtiges Anliegen.

Der stellvertretende Vorsitzende Peter Sander fordert: „Die medizinische Rundumversorgung im Landkreis muss wie angedacht mit Ärztehäusern gesichert sein, Kooperationen mit bereits niedergelassenen Ärzten angedacht werden. Wir brauchen zudem eine zukunftsorientierte regionale Bedarfsplanung, eine Entbudgetierung sowie eine Deregulierung für die Niederlassung von Ärzten. Das Zentralklinikum muss durch höhere Investitionen des Freistaates unabhängig von finanziellen Interessen Patienten behandeln können.“

Auch das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit steht auf der Agenda der Liberalen in MSP. „Innovationen haben immer Vorrang vor Verboten und blinder Ideologie!“, so der Spitzenkandidat Hubert Fröhlich. Die FDP will eine dezentrale Energieversorgung nachhaltig unterstützen, fordert, dass selbst produzierter Strom innerhalb selbstbetriebener Netze steuern- und abgabefrei sein muss. Ferner setzt sich die FDP für sanften Tourismus und ein länderübergreifendes Biosphärenreservat Spessart ein. 

Die Kreistagsliste der FDP Main-Spessart
Auf die Liste wurden gewählt: 1. Hubert Fröhlich, 2. Paul Merklein, 3. Peter Sander, 4. Werner Jannek, 5. Sebastian Inderwies, 6. Sigrid Pfister, 7. Jürgen Steinbiß, 8. Alexander Goldberg, 9. Heike Kruthoffer, 10. Robert Rützel, 11. Helge Ziegler, 12. Andreas Pfister, 13. Horst Neuf, 14. Christoph von Hutten, 15. Dr. Dunja Reitz, 16. Thomas Maksielyas, 17. Andrew Ransom, 18. Ramin Shafiai, 19. Lukas König, 20. Bernd Ditterich.

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