GEMÜNDEN

Femina Musica nimmt Abschied von der Bühne

Frauen in Rot: Bei einem Repertoire von rund 600 Liedern traf Femina Musica bei den Auftritten in Adelsberg bis Zwickau mit Gospels, Schlagern, Volksliedern, Film oder Musicalmelodien stets den Geschmack des Publikums. Foto: Herbert Hausmann

„Danke für die schöne Zeit“: Nach 16 Jahren gab Femina Musica am Samstag vor knapp 1000 Besuchern in der Scherenberghalle ihr Abschiedskonzert. Zum letzten Mal begeisterten die acht Frauen das Publikum und sangen „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ – das Lied, mit dem die Frauengesanggruppe stets die Auftritte beendet hatte.

Mit anrührenden Worten verabschiedeten sich Chorleiterin Fridericke „Freddy“ Kraus, Nicole Fischer, Evi Söllmann, Hedi Krieg, Birgit Seubert, Andrea Römlein, Elke Weidner und Ingrid Lengler-Amthor von ihrem treuen Publikum, das sie über viele Jahre begleitet hat. Es war ein Abschied mit einem „Powerprogramm der acht Powerfrauen“. Vier Stunden lang brannte die Gruppe ein musikalisches Feuerwerk ab.

Dass Femina Musica ausgerechnet dieses Konzert mit fünfminütiger Verspätung begann, lag nicht an den Frauen, sondern an den Besuchern, die noch nicht alle ihre Plätze eingenommen hatten. Wie bei den rund 350 Konzerten, die die Gruppe „von Adelsberg bis Zwickau“ gegeben hatte, lautete auch dieses Mal das Ziel, die Fans einige Stunden lang den Alltag vergessen zu lassen. Dazu griffen sie gekonnt in die Schatztruhe mit 600 Liedern, die zum Repertoire der Gruppe gehören. „Mit dem Zauber der Musik die Herzen öffnen, die Sinne berühren und zu einem emotionalen Erlebnis verhelfen“, lautete das Motto des Finales in Gemünden.

Femina Musica präsentierte einen Querschnitt von Liedern aus bekannten Musicals, Songs von Weltstars, Medleys bekannter Gruppen, Volksliedern und eigenen Stücken, meistens aus der Feder von Fridericke Kraus. Die Moderation wechselte, jedes Ensemblemitglied nutzte die Gelegenheit, sich und seine Lieblingstitel vorzustellen.

Lieder aus dem Bauch

„Kumbaya my Lord“, „Mächte“, „The Lion Sleeps Tonight“ oder „Halleluja“ aus der Gründerzeit der Gruppe gehörten dazu. Mit „Wir sind Frauen“ stellte die Gruppe ihr Programm vor, denn das Frauliche war stets ihr Markenzeichen. Wie immer trat die Gruppe ohne Notenblätter auf. „Streetworking“ nennt es Freddy Kraus, wenn Lieder „aus dem Bauch heraus“, nur nach Gefühl gesungen werden. Trotzdem stellte sie höchste Ansprüche an die Gruppe.

Auch beim Abschiedskonzert in der Scherenberghalle setzten die acht Frauen auf das Erfolgsrezept „frisch, fröhlich und frech“ und bezogen das Publikum in das Konzert ein. So mischte sich Fridericke Kraus plötzlich im Weihnachtsmannkostüm unter die Besucher und teilte Süßigkeiten aus. Das war der Auftakt zu einem Weihnachtsmedley. Ihre „Mädels“, wie sie die sieben Sängerinnen nannte, unternahmen als Engel verkleidet einen musikalischen Streifzug durch die bekanntesten deutschen Weihnachtslieder, verbunden mit der Botschaft, mit Kindern und Enkelkindern Weihnachts- und Volkslieder zu singen. Für Hausfrauen hatte Kraus einen Tipp aus eigener Erfahrung: „Mit Ernst Mosch putzt sich's gut“.

Alte Schlager, Songs von Simon and Garfunkel, Boney M., den Les Humphrey Singers oder ABBA sowie bekannte Filmmelodien spiegeln das große Repertoire der Formation wider. Stehend und applaudierend verfolgten die Gäste die letzten 20 Minuten des Konzerts.

„Alles hat seine Zeit und nichts ist für die Ewigkeit“, heißt ein Lied von Fridericke Kraus, das auch zum Abschied erklang. Gerührt bedankte sie sich nach vier Stunden Programm bei allen Fans, besonders aber bei Altlandrat Armin Grein: „Sie waren der Erste, der an uns geglaubt und uns unterstützt hat.“ Sein Nachfolger, Landrat Thomas Schiebel, hatte die Aufgabe, Femina Musica zu verabschieden.

Viele Besucher, manche zu Tränen gerührt, schlossen sich ihm an, so kam es vor und auf der Bühne zum Treffen der Rosenkavaliere und derer, die Gutscheine, Torten oder kleine Glücksbringer verschenkten. „Wir sind nicht traurig darüber, dass es nun vorbei ist, sondern dankbar dafür, dass wir diese schöne Zeit mit Euch zusammen erleben durften“, sagte Fridericke Kraus sichtlich gerührt und wünschte sich: „Wenn Ihr uns einmal auf der Straße seht, grüßt uns doch.“


Abschied: Beim Abschiedskonzert in der Scherenberghalle gaben Fridericke „Freddy“ Kraus, Evi Söldner, Ingrid Lengler-Amthor, Elke Weidner, Hedi Krieg, Birgit Seubert, Andrea Römlein und Nicole Fischer noch einmal alles.
Weihnachtsmann und Engelchen: „Singt mit Euren Kindern und Enkelkindern Weihnachtslieder und die alten deutschen Volkslieder.“

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