KARLSTADT

Feuriger Widerstand gegen eine Westspange

Zum Mahnfeuer in Laudenbach kamen rund 120 Trassengegner. Foto: Armin Marschall

Trotz des Regens loderten am frühen Samstagabend in den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg helle Flammen auf den Höhen auf. Insgesamt 14 Mahnfeuer entzündeten die Gegner einer autobahnähnlich ausgebauten Verbindung zwischen A 7 und A 3 entlang der möglichen B26n-Trasse – vom Arnsteiner Stadtteil Büchold über Karlstadt, Margetshöchheim und Leinach bis Hettstadt und Waldbrunn. Mit den Fanalen wollte der Verein „Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B26n“ ein Zeichen setzen und sich gleichzeitig „aufwärmen für die kommende heiße Phase“ der Bundesverkehrswegeplanung.

Das unfreundliche Wetter hielt zwar gewiss einige Sympathisanten der Bürgerinitiative ab, in Karlstadt waren es zum Beispiel knapp über 70 Besucher. Doch zeigte sich der örtliche Sprecher Armin Beck angesichts der 20 Mitgliedskommunen und etwa 2500 Mitgliedern optimistisch, dass es in diesem Jahr gelingen werde, die B 26n aus dem Bundesverkehrswegeplan herauszubekommen.

Im März soll der Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan veröffentlicht werden, das haben die Partner der Großen Koalition in Berlin vereinbart. Ebenfalls im März beginnt dann auch die vier- bis sechswöchige Einwendungsfrist. Somit beginnt für den Verein gewissermaßen der Endspurt im Kampf gegen das umstrittene Straßenbauprojekt. Der Fernstraßenbedarfsplan soll im Herbst fortgeschrieben werden.

Nach Ansicht der BI ist das Projekt B 26n nach fachlichen Kriterien zum Scheitern verurteilt. Gerade durch die neuesten Entwicklungen wie den laufenden und den geplanten Ausbau von A3 und A7 werde es für die Verkehrsbelastung in den Werntaldörfern und der Stadt Arnstein deutliche Erleichterungen geben. Stattdessen würde eine vierspurige B26n ein Vielfaches an Verkehr in die Region bringen, so Beck.

Als positives Signal für seine BI sah der Redner die Äußerung der Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (Ebelsbach/CSU), die in Berlin betont habe, dass die Frage, ob ein Projekt vor Ort gewollt oder umstritten sei, mit in die Entscheidungsfindung einfließen werde. Somit seien die örtliche Akzeptanz oder der Widerstand der BI gerade jetzt wichtiger denn je, erklärte Armin Beck.

Mit den Mahnfeuern wolle man ein klares Signal der Ablehnung nach München und Berlin senden und erkennen lassen, das Projekt B26n werde vor Ort abgelehnt und stoße in der Region auf erbitterten Widerstand: „Wenn unsere Heimat auf dem Spiel steht, verstehen wir keinen Spaß!“, betonte Beck.

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