Wombach

Finanzielle Notlage der Lebenshilfe Main-Spessart abgewendet

In den umgestalteten Räumlichkeiten der ehemaligen St.-Nikolaus- Schule sehen die beiden Vorsitzenden Herbert Schuhmann (links), Arno Schmitt und die Geschäftsführerin Gabriele Hofstetter für die Lebenshilfe Main-Spessart eine "sehr gute Zukunft." Foto: Frank Zagel

Ohne größere finanzielle Belastungen wird die Lebenshilfe Main- Spessart ihre Arbeit im kommenden Jahr fortsetzen können. Die jetzt abgewendete finanzielle Notlage, die aus der Schließung der ehemaligen St. Nikolaus- Schule in Wombach entstand, bestimmte das Thema der Mitgliederversammlung. Diese fand am Donnerstag in den Räumlichkeiten des Lebenshilfehauses statt.

"Wir können zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken", sagte der Vorsitzende Arno Schmitt vor 37 Mitgliedern. Hohe Unterhaltungskosten, die seit dem Leerstand der ehemaligen Schule für Kinder mit geistigen Behinderungen anfielen, hätten die Lebenshilfe an den Rand der Existenz geführt, erklärte er. Wegen sinkender Schülerzahlen war der Unterricht 2015 nach Marktheidenfeld verlegt worden.

Rexroth will Räume mieten

Die Belastung von mehr als zwei Millionen Euro wurde laut Schmitt auf 250 000 Euro gesenkt. Auf 2020 blickt Schmitt optimistisch voraus: Nach Umbaumaßnahmen wird das 1981 erbaute Schulhaus von der Firma Bosch- Rexroth schon ab den Faschingsferien für die Ferienbetreuung angemietet. Die Wombacher Grundschule nutzt die Räumlichkeiten bereits seit 2018 für seine Mittagsbetreuung mit gegenwärtig 40 Kindern.

Daneben gibt es laut Schmitt aktuell Gespräche mit Vereinen, die womöglich das mittlerweile mit einem Holzboden überdeckte ehemalige Therapieschwimmbad als Proberaum anmieten wollen. Auch die Offenen Hilfen, die von der Lebenshilfe geleistete ambulante Betreuung behinderter Menschen, werde 2019 in die ehemalige Schule, in der 100 Kinder in sechs Klassenzimmern unterrichtet wurden, umziehen.

Wieder Leben im Haus

"Wir haben wieder Leben in einem Haus, das für Kinder gebaut wurde", zeigte sich Geschäftsführerin Gabriele Hofstetter erleichtert und verwies auf die enormen Umbauarbeiten, die anfielen. "Hier kann jetzt wieder Inklusion stattfinden."

Wegen personeller Veränderungen in der Buchhaltung konnte der Jahresabschlussbericht noch nicht vollständig vorgelegt werden, führte der zweite Vorsitzende Herbert Schuhmann aus. Eine Preiserhöhung des Beförderungsdienstes des Bayerischen Roten Kreuzes und die neue Schulfinanzierung der Leo-Weismantel-Schulen in Gemünden und Karlstadt hätten zu einem Defizit geführt.

Auch das Spendenaufkommen ist laut Schuhmann rückläufig. Dennoch gehe er davon aus, im kommenden Jahr wieder »schwarze Zahlen« zu erreichen.

Personalsuche schwierig

Die Leitungen der vier Teilbereiche zogen jeweils ihre Jahresbilanz. Generell wurde ein reibungsloser Verlauf der Therapien vermeldet.

Die Suche nach benötigtem Fachpersonal gestalte sich zunehmend schwieriger, noch seien in allen Abteilungen die Planstellen jedoch besetzt, hieß es. In den Schulen Gemünden und Karlstadt stehe im nächsten Jahr ein Umbau an, berichtete der Leiter Burkhard Betz. Am Schulort in Gemünden werde ein neuer behindertengerechter Personenaufzug angebaut.

"Ich sehe jetzt eine sehr gute Zukunft für die Lebenshilfe", sagte Schmitt abschließend an die Mitglieder: Die Lebenshilfe könne nur helfen, wenn sie wirtschaftlich arbeite, so der Vorsitzende, der anschließend zu einem Rundgang durch die frisch renovierten, jetzt teilweise zu Büros umgestalteten Klassenzimmer einlud.

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