Lohr

Fischergässler organisieren Gelbwesten-Demo

Für den Erhalt des historischen Fischergassenpflasters – hier eine Aufnahme von 2004 noch ohne den später gebauten Betonstreifen – wird jetzt demonstriert. Foto: Thomas Josef Möhler

Seit Herbst 2018 gehen in Frankreich regelmäßig die "Gelbwesten" zu Protesten auf die Straße. Nun ist auch für Lohr eine Demonstration angekündigt, bei der die Teilnehmer gelbe Signalwesten tragen sollen: Die Anwohnerinitiative der Fischergasse ruft per Flugblatt für Samstag, 14. Dezember, zu einem Protestzug auf.

Er soll um 11 Uhr am Neuen Rathaus beginnen und von dort durch die Fußgängerzone zum Fischerbrunnen in der Fischergasse führen. Gottfried Walter, einer der Sprecher der Anwohnerinitiative, nennt als Ziel der Demo, dass der Stadtrat seinen Anfang Oktober gefassten Beschluss für den Bau eines 3,5 Meter breiten Komfortwegs durch die Fischergasse formal wieder zurücknimmt.

Streifenbreite ist umstritten

Der Stadtrat hatte damals in der von der Verwaltung erzeugten irrigen Annahme entschieden, dass die Fischergässler mit einem breiten, mit neuem Betonpflaster gestalteten Komfortweg einverstanden seien. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Anwohner wollen, dass auch nach der Sanierung möglichst viel altes Pflaster erhalten bleibt. Entsprechend groß war das Entsetzen über den Beschluss des Stadtrates.

Bei einem Ortstermin hatte Bürgermeister Mario Paul danach dazu erklärt, dass die Stadt prüfen lassen werde, welche Möglichkeiten es gibt, den Komfortweg möglichst schmal zu gestalten. Die Fischergässler wünschen sich einen maximal 1,2 Meter breiten Komfortstreifen.

Aber offenbar gibt es bei den Anwohnern einige Skepsis. Jedenfalls haben sie laut Walter bei einem Treffen einstimmig beschlossen, per Demo die Rücknahme des derzeit noch geltenden Stadtratsbeschlusses für einen breiten Komfortweg zu fordern. Es gehe schlicht darum, dass der Stadtrat per Beschluss dem folge, was beim Ortstermin besprochen worden sei, so Walter.

Die Demo sei bereits beim Landratsamt angemeldet. Man habe im Fischerviertel per Flugblatt und auch im Internet zur Teilnahme aufgerufen, so Walter. Weitere Protestaktionen seien nicht ausgeschlossen. Im Rathaus war am späten Montagnachmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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