Marktheidenfeld

Fischers Fritz: Perfider und perfekter Poller-Plan

Die Welt lacht über Marktheidenfeld, weil die Poller nicht funktionieren? Mag sein. Aber heimlich lacht die Stadt über die Welt, denn sie hat nun, was sie wollte.
Fischers Fritz spricht aus und über Marktheidenfeld
Fischers Fritz spricht aus und über Marktheidenfeld Foto: Main-Post

Wunderbar, die Hädefelder Stadtverwaltung hat ihr Ziel endlich erreicht und für Verkehrsberuhigung in der Mitteltorstraße gesorgt. Ein von langer Hand im Geheimen vorbereiteter Plan hat in dieser Woche zum Erfolg geführt. Und ich muss meinen Fischerhut ziehen, wie schlau und subtil dieser Plan eingefädelt wurde. 

Oben in der Mitteltorstraße steht nun fast über die gesamte Breite ein Bauzaun, die Autos können nur langsam mit kräftigen Lenkbewegungen eng an zwei Bäumen vorbei um die Baustelle herumkurven. Etliche Autofahrer verzichten, um die Oberarme zu schonen, auf ihre zahl- und ziellosen Runden durch die Stadt, Lkw haben da gar keine Chance durchzukommen. Und schon kann man in der Mitteltorstraße Fußball spielen, weil so wenig Autos wie noch durchfahren. 

Aber um an diese Baustelle zu kommen, musste die Stadt erst mal so tun, als würde sie dort Poller installieren. Die Poller waren gar nicht dazu gedacht, dort zu bleiben. Die mussten nur so halbherzig als Alibi funktionieren, dann hat man einen Poller von einem Komplizen anfahren lassen, beide Poller ausgebaut, jetzt wieder eingebaut – und nun geht angeblich einer der Poller wieder nicht und beide wurden wieder ausgebaut. Und die Baustelle bleibt stehen.

Aber im Rückblick ist es doch völlig offensichtlich: Eine so verrückte Kombination an Un-, Zu- und Zwischenfällen kann es im wirklichen Leben doch gar nicht geben, das muss inszeniert worden sein, um die Baustelle als Bremskeil dort zu installieren. Denn das Spielchen mit Einbauen und Ausbauen der Poller kann man nun beliebig oft wiederholen, Woche für Woche, Jahr für Jahr.

Apropos Jahre. Mit denen kommen die Gastronomen des Hädefelder Hotel- und Gaststättenvereins hin und wieder durcheinander. Aber das Schöne ist – sie machen sich nichts draus. So hatten sie in dieser Woche, also Anfang 2019, kein Problem, den Wirtewein 2018 vorzustellen, in dessen Flaschen Rebensaft des Jahrgangs 2017 abgefüllt wurde. Es war so viel los im vergangenen Jahr, hieß es. Nun kann man nur darauf warten, dass die Werbegemeinschaft noch den Sommerschlussverkauf 2015 ankündigt, weil man damals nicht dazu gekommen ist. Es würde ihn nicht wundern,

euern Fischers Fritz

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