Lohr

Flammende Feier für Kirchenpatron

Allein für die Beleuchtung des Glockenturms wurden 18 Scheinwerfer benötigt. Foto: Thomas Josef Möhler
Allein für die Beleuchtung des Glockenturms wurden 18 Scheinwerfer benötigt. Foto: Thomas Josef Möhler Foto: Thomas Josef Möhler

Mit einem außergewöhnlichen Dreiklang aus Licht, Ton und Wort hat die Pfarrgemeinde St. Pius am Samstag das Patroziniumsfest am Folgetag eingeleitet. "Pius in Flames" (Pius in Flammen) hieß die Veranstaltung im gut besuchten Gotteshaus, die an den Kirchenpatron erinnerte. Es ist der heiliggesprochenen Papst Pius X.

Ideengeber und Organisator war Markus Inderwies. Er habe das Wirken von Pius X. in den Mittelpunkt rücken wollen und sich dabei vom Altarbild in St. Pius leiten lassen, sagte der Organist im Gespräch mit unserem Medienhaus. Seit Ende Juli sei geprobt worden. Mit dem Ergebnis zeigte sich Inderwies sehr zufrieden.

Er selbst dirigierte die Männer-Schola des Pius-Chores mit Elias Wolf (Bariton) als Solisten. An der Orgel saß Christian Stegmann aus Kitzingen. Saxofon spielte Christian Deffner, der Schwiegersohn des Künstlers, der das Altarbild von St. Pius gemalt hat.

Glocken per Hand gespielt

Die fünf Glocken der Kirche wurden von Ben Schröder, Paula Kasper, Hiltrud Huber und Friederike Riedmann mit der Hand gespielt. Zu hören waren unter anderem Eigenkompositionen wie "Hoffnung" und "Erfüllung". Riedmann übernahm zudem das Rezitieren von religiösen und meditativen Texten.

Am eindrucksvollsten waren die Lichtinstallationen, in die Karl-Hermann Hummel, sein Sohn Tobias und Kirchenpfleger Christian Seubert nach Angaben von Pfarrvikar Christian Nowak in den letzten Tagen und Nächten viel Zeit investiert haben. Laut Seubert tauchten über 60 Scheinwerfer das Kirchenschiff und den Turm in verschiedenfarbiges Licht. Allein am Turm waren 18 Scheinwerfer angebracht.

Sämtliche Scheinwerfer stammten aus dem Bestand von Karl-Hermann Hummel. Sie hätten sich "über die Jahre angesammelt", meinte Hummel, der auch für die Beleuchtung bei den Faschingsveranstaltungen der Lohrer Mopper zuständig ist. Die meisten Scheinwerfer seien über Funk angesteuert worden. Er habe nur rund 200 Meter Kabel verlegt, "damit niemand darüber stolpert".

Die Männer-Schola des Pius-Chores sang unter der Leitung von Markus Inderwies, an der Orgel saß Christian Stegmann aus Kitzingen. Foto: Thomas Josef Möhler
Die Männer-Schola des Pius-Chores sang unter der Leitung von Markus Inderwies, an der Orgel saß Christian Stegmann aus Kitzingen. Foto: Thomas Josef Möhler Foto: Thomas Josef Möhler

Von der Empore über dem Kirchenschiff aus steuerte Hummel die Scheinwerfer mit dem Laptop. "Das sind alles LED-Lichter, die Farben kann man aus den Grundfarben zusammenmischen", erläuterte er. Das sei "eigentlich ganz einfach".

Der Programmieraufwand habe sich in Grenzen gehalten, weil er das Programm für die Faschingssitzungen genommen habe. Denn er habe dieselben Scheinwerfergruppen benutzt. "Dafür brauche ich kein Mischpult."

Kirche als Begegnungsort

Pfarrvikar Christian Nowak führte mit einer Interpretation des Altarbildes von St. Pius durch die Veranstaltung. Es weist nach seinen Worten auf das zentrale Thema des Pontifikats von Pius X. hin, das sich in seinem Wahlspruch ausgedrückt habe: "Alles in Christus erneuern."

Die Kirche in ihrem "Kleid aus Licht" erinnere an das biblische Bild der himmlischen Stadt Jerusalem als Begegnungsort von Gott und Mensch. Vielleicht habe der Abend die Herzen der Anwesenden "brennend gemacht für die Feier der Feier der Eucharistie und ihren Glauben in Flammen gesetzt", so Nowak.

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