Gemünden

Florentini-Realschule: Aufforderung des Schulleiters wirkte

33 Schülerinnen der Realschule der Theodosius-Florentini-Schule nahmen ihr Zeugnis entgegen.
Die Absolventinnen der Realschule der Theodosius-Florentini-Schule mit Schulleiter Robert Wolz (links) und Ursula Eckl, Leiterin Realschule (hinten rechts). Foto: Ferdinand Heilgenthal

Mit den Worten "Es ist ein besonderer Tag, ein Tag der Freude und des Danksagens" eröffnete Schulleiter Robert Wolz die Abschlussfeier der Realschule der Theodosius-Florentini-Schule. 33 Schülerinnen konnten im Festsaal ihr Zeugnis der Mittleren Reife entgegennehmen.

Zuvor hatte Wortgottesdienstleiter und Konrektor Carsten Klafke in der Klosterkirche einen von Musiklehrer Erhard Schumm und den Schülerinnen mitgestalteten Gottesdienst gehalten. Er nahm in seiner Predigt auf das von den Schülerinnen ausgesuchte Motto Bezug: "Mit Dir an meiner Seite". Dazu nahm er das Markusevangelium als Thema, das von den ängstlichen Jüngern im Sturm auf dem See berichtet, während Jesus schlief. Jesus sei immer da und an den Menschen interessiert, auch wenn es manchmal nicht den Anschein habe. "Ich wünsche euch ein Schiff, auf dem ihr immer geborgen seid und einen, der immer bei euch ist in den Stürmen des Lebens."

Ermahnung an Schülerinnen zeigte Wirkung

In seiner Rede betonte Wolz, der gemeinsame Erziehungsauftrag könne nur von Erfolg gekrönt sein, wenn alle Beteiligten – Elternhaus, Lehrer und Erzieherinnen aus Nachmittagsbetreuung und Freizeit – an einem Strang ziehen und diesen Auftrag als gemeinsame Sache betrachten. Er freue sich, dass seine Aufforderung an die Schülerinnen Ende Januar, für die letzte Etappe bis zu den ersten Prüfungen "nochmal eine Schippe draufzulegen", offenbar auf offene Ohren gestoßen ist. In vielen Fächern führte das zu Verbesserungen bei den Prüfungsnoten.

Weiter riet Wolz den Schülerinnen, auf dem künftigen Lebensweg auf das Notwendige zu achten. Ständiges "über sich hinaus Wollen" entfremde den Menschen von sich selbst. Das moderne Denken argumentiere zwar immer mit der Notwendigkeit, aber oft liege diese gar nicht vor. Falsche Bedürfnisse zeigten sich beispielsweise in überzogenem Konsum von Lebensmitteln, Kosmetik und Kleidung und darin, dass vieles weggeworfen wird. Er zitierte die Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt, die bereits vor 50 Jahren gewarnt hatte, dass der Mensch vor lauter erfundenen und vorgeschobenen Zwecken sein eigentliches Ziel aus den Augen zu verlieren droht: Die Ruhe und den Frieden, der ihn erst zu verantwortungsvollem Handeln befähigt.

Wolz: "Wir leben an der Grenze des Verfügbaren"

"Nicht erst seit Greta Thunberg und ihrem Freitagsstreik wird immer deutlicher, dass wir an der Grenze des Verfügbaren leben", sagte Wolz. Die Absolventinnen gehören zur Generation, die an einem Umdenkungsprozess maßgeblich beteiligt sein wird. Ganz im Sinne der Ordensgründer Maria Theresia Scherer und Theodosius Florentini ermutigte er die Schülerinnen, die Kraft, die man durch Ruhe findet, Tag für Tag einzusetzen, auf Gott zu vertrauen und aktiv in der Gesellschaft mitzuwirken. "Gestaltet unsere Welt mit euren Ideen und Idealen, mit eurer Tatkraft und Kreativität." Obwohl es auch Rückschläge und Enttäuschungen gebe, mache das Mitwirken letztlich zufriedener. So wie ein Sprichwort sagt: "Glück macht nicht zufriedener, aber Zufriedenheit macht glücklicher."

Die Absolventinnen der Realschule der Theodosius-Florentini-Schule, deren Einverständnis zur Veröffentlichung vorlag:

Klasse 10 AB: Luisa Ankenbrand (Neuhütten), Jana Bock (Karsbach), Thalia Dangel (Aschfeld), Vivien Demler (Nürnberg), Lea Geier (Waldzell), Louisa Heeg (Wiesenfeld), Annika Mennig (Gemünden), Elena Mennig (Karsbach), Hanna Mill (Frammersbach), Luise Poltrock (Lohr), Nina Rech (Lohr), Julia Richter (Gambach), Daniela Ritter (Lohr), Annika Schillinger (Waldzell), Sophie Weber (Obereschenbach), Enya Weis (Langenprozelten) und Marie Wenzel (Frammersbach).

Klasse 10 C: Ilaria Biemüller (Obersinn), Leonie Bock (Schaippach), Magdalena Friedel (Frammersbach), Lena Hartmann (Mühlbach), Sarina Holzinger (Gemünden), Madeleine Kirfel (Zellingen), Lisa-Marie Kliegl (Lohr), Hanna Klopf (Karlburg), Diona Mehana (Gemünden), Lea Mergler (Sackenbach), Lina Reinhardt (Laudenbach), Lilly Ruppert (Karlstadt), Neele Schwitalla (Sendelbach) und Natascha Wolf (Trimberg).

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