MAIN-SPESSART

Flüchtlinge in Lohr willkommen heißen

Simone Tolle Foto: Grünen-KV

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Simone Tolle aus Arnstein fordert eine Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und eine menschenwürdige Unterbringung anstatt der oftmals skandalösen Zustände in den Gemeinschaftsunterkünften und dem Schüren von Vorurteilen.

„Die Zunahme der Flüchtlingszahlen ist bereits länger bekannt. Die Regierung von Unterfranken hatte ausreichend Zeit, sich auf diese Situation einzustellen.“ Dass dies nicht geschehen ist, offenbare, so Tolle, einmal mehr den beschämenden Umgang mit Flüchtlingen: „Bayerische Flüchtlingspolitik bedeutet Abschreckungspolitik. Statt menschenwürdige Unterkünfte bereit zu stellen, werden viele Flüchtlinge in unzumutbare Massenunterkünfte gesteckt.“

Das Problem der Unterbringung von Flüchtlingen in Lagern, den sogenannten „Gemeinschaftsunterkünften“, sei zudem, dass die Flüchtlinge dort oft jahrelang auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten müssen. Tolle kritisiert darüber hinaus, wie die Flüchtlinge in Bayern aufgenommen werden: „Die Art und Weise, wie in Bayern mit Flüchtlingen umgegangen wird, ist beschämend. Wir sollten sie willkommen heißen, auch in Lohr, statt diffuse Befürchtungen zu artikulieren.“

Abgesehen davon fordert Simone Tolle bereits seit langem die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen. Beispielhaft für diesen Ansatz steht für sie das Coburger Modell. Neben der Einwohnerzahl wird dort als Kriterium für die Verteilung auch die Größe der vorhandenen Wohnungen berücksichtigt. Das Konzept geht zudem davon aus, dass auch bei dezentraler Unterbringung kein finanzieller Mehraufwand bei der Ausstattung der Unterkünfte entsteht.

„Neben dem wirtschaftlichen Aspekt geht es darum, den Flüchtlingen einen menschenwürdigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, so Tolle. Auch müssten sich die Flüchtlinge ausreichend mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgen können und im Bedarfsfall bei Problemen eine Anlaufstelle vorfinden.

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