FRAMMERSBACH

Frammersbach: Bürgermeisterwahl im Januar

Nach dem tragischen Verlust ihres Bürgermeisters müssen die Frammersbacher die Rathausspitze neu besetzen.JOHANNES UNGEMACH
Nach dem tragischen Verlust ihres Bürgermeisters müssen die Frammersbacher die Rathausspitze neu besetzen.JOHANNES UNGEMACH Foto: Foto:

Der Tod von Bürgermeister Peter Franz am Freitag vergangener Woche hat Lücken gerissen – auch kommunalpolitische. Denn die Frammersbacher müssen sich ein neues hauptamtliches Ortsoberhaupt wählen. Doch Bestimmungen besagen: Allzu viel Zeit dürfen sie sich damit nicht lassen.

„Der Bürgermeister muss nach drei Monaten neu gewählt werden“, heißt es auf Anfrage dieser Redaktion aus dem Landratsamt Main-Spessart. Der Termin werde Anfang nächster Woche bekannt gegeben.

Armin Rüppel, geschäftsleitender Beamter der Frammersbacher Verwaltung, hat der beim Landratsamt angesiedelten Kommunalaufsicht zwei Wahltermine für den Januar vorgeschlagen: einen für die Wahl und einen für die mögliche Stichwahl, zwei Wochen später. Rüppel erwartet am Montag eine Antwort, ob die Termine angenommen oder abgelehnt werden. Wie seine Vorschläge lauten, will er noch nicht verraten. Die Kommunalaufsicht könnte die Wahltermine ablehnen; trotzdem wären sie in der Welt.

Wahlleiter gesucht

Schon am Mittwoch, 9. November, trifft sich der Frammersbacher Gemeinderat zur öffentlichen Sitzung. Einziges Thema: Wahl eines Wahlleiters und seines Stellvertreters. Die Kandidaten können laut Rüppel aus dem Gemeinderat oder der Verwaltung stammen, wenn nur kein Interessenkonflikt entsteht.

Nächster Schritt wäre dann die Veröffentlichung der Wahltermine im Mitteilungsblatt. Auch wird dazu aufgefordert, Wahlvorschläge zu machen. Redaktionsschluss fürs Amtsblatt ist der 14. November; drei Tage später erscheint es.

Die möglichen Kandidaten dürfen nicht ewig in ihrer Deckung bleiben. „Bis 52 Tage vor der Wahl müssen sie sich angemeldet haben“, sagt Rüppel. Meldet sich nur einer oder gar keiner, kann die Frist um sieben Tage verlängert werden.

Und wenn sich auch dann keiner findet? „Dann können die Leute Namensvorschläge auf die Wahlzettel schreiben.“ Die zwei Meistgenannten kämen in die Stichwahl, wenn sie denn bereit dazu wären. Armin Rüppel bezeichnet diesen zugegebenermaßen seltenen Fall als „Worst case“. Man sollte ihn lieber vermeiden.

Abschied ist wichtiger

Bisher hat sich noch kein Kandidat für den Posten des Bürgermeisters gemeldet. Obwohl sich die Mitglieder von Parteien und Fraktionen sicher Gedanken gemacht haben. Schließlich hätte die turnusmäßige Bürgermeisterwahl auch 2017 stattgefunden, wenn auch erst im Herbst.

Heißester Kandidat dürfte derzeit Christian Holzemer (SPD) sein. Der Zweite Bürgermeister vertrat Peter Franz in den zurückliegenden Monaten oft tage- oder wochenweise im Amt. Er springt auch jetzt gemeinsam mit der Dritten Bürgermeisterin Elisabeth Keßler wieder ein. „Wir versuchen, die Sache vernünftig zu regeln“, sagt Holzemer. Allerdings bestehe mit seinem Hauptarbeitgeber Bosch-Rexroth und mit den Kollegen in seiner Abteilung Abstimmungsbedarf.

Über eine Kandidatur will Holzemer diese Woche noch nicht reden. Das würden auch die anderen beiden Fraktionen im Gemeinderat so halten. „Wir wollen uns erst würdig von Peter Franz verabschieden.“ Der verstorbene 65-Jährige wurde Freitagnachmittag beigesetzt.

Die Verteilung der Sitze im Gemeinderat erscheint sehr homogen. SPD und CSU stellen jeweils sechs Räte, die Freien Wähler nur vier. Allerdings gehörte auch Bürgermeister Franz den Freien Wählern an. Es verspricht eine spannende Wahl zu werden.

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