FRAMMERSBACH

Frammersbacherin bei Guido Maria Kretschmer-Show

Geschickt eingef?§delt - Wer n?§ht am besten?       -  Das Nähen hat Anika Weimert aus Frammersbach zur Vox-Reihe „Geschickt eingefädelt“ mit Guido Maria Kretschmer gebracht.
Das Nähen hat Anika Weimert aus Frammersbach zur Vox-Reihe „Geschickt eingefädelt“ mit Guido Maria Kretschmer gebracht. Foto: Vox/Andreas Friese

Anika Weimert ist anders als die meisten in ihrem Alter. Die 21-jährige Studentin aus Frammersbach (Lkr. Main-Spessart) näht unheimlich gern. Diese Leidenschaft hat sie ins Fernsehen gebracht, zur Vox-Sendung „Geschickt eingefädelt“ mit Modedesigner Guido Maria Kretschmer. Ihren ersten Auftritt hat Weimert am 8. November, 20.15 Uhr.

Erstlingswerk überzeugte

Mit einem Sesselbezug fing es an. Bei Familie Weimert in Frammersbach wird schon immer gern gestrickt und gekocht. Insofern machte Anika früh Bekanntschaft mit der Handarbeit. Ihr Problem: Sie war furchbar schlecht im Stricken. „Das hat mir nicht so viel Spaß gemacht; aber ich kam schnell aufs Nähen.“ Das war mit 13 oder 14 Jahren, jemanden, der ihr das Nähen beibringen konnte, gab es nicht. Also lautete das Motto: Selbst ist die Frau. „Für den Sesselbezug habe ich den Schnitt selbst kreiert, Maße genommen – und drauflos genäht.“ Das Ergebnis überzeugte.

Anikas Talent fürs Nähen beeinflusste auch ihren Ausbildungsweg. Sie studiert im dritten Semester an der Fachakademie für Kommunikation und Design in Frankfurt/Main. Dort hatte sie sich mit selbst genähter Kleidung für ihr Patenkind und dessen Schwester beworben. Und natürlich schaltete die 21-Jährige auch die erste Staffel von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“ ein. Die Folgen wurden im November 2015 im Privatsender Vox gesendet.

In dem Format begeben sich laut Sender Stardesigner Guido Maria Kretschmer und Inge Szoltysik-Sparrer, Bundesvorsitzende des Maßschneiderhandwerks, auf die Suche nach dem talentiertesten Hobbynäher Deutschlands.

Anika Weimert verfolgt Kretschmers Weg zum Designer-Ruhm seit längerem. Ein Stück weit fühlt sie sich ihm seelenverwandt. Denn auch der 51-Jährige kommt eigentlich nicht aus dem Handwerk, hat sich seine Künste selbst beigebracht.

Ganz spontan – in einer Pause bei ihrem Nebenjob als Kellnerin – entschied Anika Weimert dann, sich für die VOX-Sendung zu bewerben. Das war im Januar. Dann hörte sie lange nichts.



Erst in der Woche nach Ostern meldete sich jemand von der Produktionsfirma: „Kannst Du morgen zum Casting nach Berlin kommen?“ So spontan klappte es bei Weimert nicht, aber am Tag darauf.

Die Redaktion blieb ihr „wie ein großes Wohnzimmer“ in Erinnerung. Sie baute ihre Nähmaschine auf und legte los. „Wir mussten in zweieinhalb bis drei Stunden den Bleistiftrock aus der ersten Staffel nähen, nach einem etwas vereinfachten Muster.“ Dabei wurde gefilmt.

Eine Woche bangte die Frammersbacherin nach dem Casting daheim. Dann erfuhr sie, dass sie es unter die acht Kandidaten von „Geschickt eingefädelt“ geschafft hatte. Zwei Monate bis zum großen Dreh blieben.

Bodenständig und nett

„Ich habe angefangen zu üben, konnte mir nicht vorstellen, was in der Sendung drankommt. Große Sachen hatte ich bisher nicht gemacht.“ An dieser Stelle endet Anikas Geschichte. Vorerst. Denn die 21-Jährige darf nicht verraten, wie weit sie es beim Nähwettbewerb geschafft hat. Und will es auch nicht.

Pro Sendung muss sich ab 8. November einer der acht Kandidaten verabschieden – bis die drei Verbliebenen im Finale den Näh-Champion unter sich ausmachen.

Eines aber darf Anika Weimert verraten: Wie war er denn, der Guido Maria Kretschmer? „Sehr bodenständig und zuvorkommend, noch viel netter, als er im Fernsehen wirkt.“

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