ZELLINGEN

Freibier für die Drachentöter

Festzug, Fischerstechen und Fußball-WM – in Zellingen war drei Tage lang einiges geboten. Einzig das Wetter hätte besser sein können.
Preisgekrönt: Der Moderne Spielmanns- und Fanfarenzug Retzbach führte den Festzug in Zellingen an.
Preisgekrönt: Der Moderne Spielmanns- und Fanfarenzug Retzbach führte den Festzug in Zellingen an. Foto: Fotos (4): MORITZ BAUMANN

Mit einem Festzug durch den Ort begann der 2. Zellinger Mainsommer, der am Wochenende viele Besucher von nah und fern anlockte. Wegen der laufenden Brückensanierung endete der Zug diesmal nicht an der Mainlände, sondern in der Main-Allee. Musikalisch untermalt wurde er vom preisgekrönten und überregional bekannten Modernen Spielmanns- und Fanfarenzug Retzbach, der zusammen mit der Tanzgarde einen fehlerfreien Auftritt hinlegte.

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Auch im Anschluss an den Festzug durften die Besucher noch einigen Stücken aus dem Repertoire des Spielmannszugs lauschen. Diese reichen von traditionellen über rockige Stücke bis hin zu modernen Chartstürmern. Den Startschuss zum dreitägigen Fest gaben die Zellinger Böllerschützen. Grußworte sprachen der Zweite Bürgermeister Werner Küffner und einer der Hauptorganisatoren des Mainsommers, Michael Bauermees.

Höhepunkt des ersten Abends sollte die Gute-Laune-Band „Dr. Feelgood“ sein. Von der sechsköpfigen Gruppe, die europaweit auftritt, gab es Jazz, Rock, Blues und Pop zu hören – kurzum: Für jeden Geschmack war etwas dabei. Dennoch gelang es den Musikern nur schwer, das Publikum zum Tanzen zu motivieren. Für größere Begeisterung sorgten dagegen die „Fresh4Mation“, die Damenformation der Turedancer, sowie die „Unforgettables“, die Ü40-Gruppe, mit einer beeindruckenden Schwarzlicht-Choreografie.

Die Bilanz des ersten Festtages war positiv: Die Besucher erschienen zahlreich, der Ablauf funktionierte reibungslos und auch das Wetter spielte mit. Das sollte sich am Sonntag ändern: So musste der geplante Freilichtgottesdienst aufgrund von Nieselregen ins Festzelt verschoben werden. Trotzdem feierten viele Gläubige mit Pfarrer Albin Krämer die Andacht. Die Sängervereinigung 1923 und der Männergesangverein „Eintracht“ unter der Leitung von Martin Gall unterstützen die Gottesdienstbesucher bei den Liedern.

In den darauffolgenden Stunden konnten sich die Gäste kulinarisch verwöhnen lassen. Neben Weißwürsten standen auch „Mainlende“, Steckerlfisch, Käsespätzle, Schäufele und andere bayerische Spezialitäten auf der Speisekarte. Passend dazu wurde bayerische Blasmusik gespielt. Die „Original Böhmischen“ präsentierten sich dabei von ihrer besten Seite.

Der Ruderclub Zellingen veranstaltete ein Fischerstechen. Bei diesem Wettkampf treten zwei Mannschaften auf dem Main gegeneinander an. Die Stecher, die auf einem Holzsteg am Bug des Bootes stehen, versuchen dabei, sich mit Lanzen gegenseitig ins Wasser zu schubsen. Acht Mannschaften ließen sich auf diesen Spaß ein. In spannenden und vor allem nassen Vorentscheiden wurden die zwei besten Stecher ermittelt, die sich dann im Finale duellierten: die Ruderjugend Zellingen und die „Drachentöter“. Letztere entschieden das Finale für sich. Belohnt wurden sie mit einem Gutschein über 20 Liter Bier. Die Zweitplatzierten konnten sich über einen Frühstücksgutschein freuen.

Anschließend hatten die Akkordeongruppe des Musikclubs Zellingen und die „Zellinger Blech“ Auftritte auf der Showbühne. Das Jugendzentrum hatte für die kleinsten Besucher eine Hüpfburg und ein Kinderschminken organisiert. Pünktlich zum WM-Finale Deutschland gegen Argentinien füllte sich das Festzelt. Hunderte Fans mit Deutschland-Fahnen und -Trikots verfolgten live auf der großen Leinwand die nervenaufreibenden 120 Minuten und feierten danach ausgelassen die deutsche Mannschaft.

Am Montag stand die Band „Extra 3“ live auf der Bühne. Der Auftritt der Turedancer stellte dann den krönenden Abschluss des Festes dar.

Der Funke wollte nicht so recht überspringen: Die Band „Dr. Feelgood“, im Bild ihr Frontmann, erreichte das Publikum nur schwer.
Der Funke wollte nicht so recht überspringen: Die Band „Dr. Feelgood“, im Bild ihr Frontmann, erreichte das Publikum nur schwer.
Feucht-fröhliches Vergnügen: das Fischerstechen auf dem Main.
Feucht-fröhliches Vergnügen: das Fischerstechen auf dem Main.
Hut ab: Der begeisternde Auftritt der „Unforgettables“, der Ü40-Gruppe, entführte nach New York.
Hut ab: Der begeisternde Auftritt der „Unforgettables“, der Ü40-Gruppe, entführte nach New York.

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