Bischbrunn

Freifläche für eine Photovoltaikanlage

Für den Bereich Schnitzersgut in Oberndorf soll ein Bebauungsplan für eine Photovoltaikfreiflächenanlage aufgestellt werden. Aus diesem Grund muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Der Bebauungsplan soll die Bezeichnung „Solarpark Bischbrunn“ erhalten. Die Kosten muss der Träger des Vorhaben übernehmen.

Herr Büttner von der Firma Main-Spessart-Solar und Franz Josef König von der Energiegemeinschaft Grunddörfer nahmen Stellung zum Projekt. Die Grundstücksverhandlungen seien abgeschlossen, nun wolle man sich bei der Bundesnetzagentur bewerben.

Wenn das Kraftwerk fertiggestellt ist, könnte es fast ganz Bischbrunn und auch Oberndorf mit elektrischer Energie versorgen. Auch die Bürger sollen am Projekt beteiligt werden. Die Rendite liegt erfahrungsgemäß bei etwa fünf Euro. Das Gelände soll weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden, man denke an Schafzucht.

Zur Änderung des Flächennutzungsplanes in Bischbrunn wurden 19 Behörden, fünf Gemeinden und viele Träger öffentlicher Belange angeschrieben. Einige formulierten Bedenken, Hinweise und Ergänzungen.  Diese wurden an das beauftragte Ingenieurbüro Holm weitergegeben.

Die Handwerkskammer von Unterfranken befürchtet, dass durch das neue Gewerbegebiet die heimische Wirtschaft Schaden leidet. Diese Befürchtungen hat auch  die Regierung von Unterfranken. Auch das Landratsamt in Karlstadt nimmt zu dem Bauvorhaben Stellung. Die Bauleitplanung/Städtebau vermisst ausführliche Planungsunterlagen.

Bedenken gibt es auch beim Immissionsschutz und gegen die schalltechnischen Gutachten. Eine Ablehnung der Baumaßnahme kommt vom Bund Naturschutz Main Spessart. Ein Anlieger klagt gegen das Gewerbegebiet. Er befürchtet Lärm,  Abgase und Blendwirkung.

Forderungen erhebt die Feuerwehrinspektion des Landkreises. Eine Zufahrt für die Feuerwehr müsse freigehalten werden, eine Löschwasserversorgung gesichert sein. Wo die Zisterne hinkommt, muss noch geklärt werden. Der Gemeinderat nahm alle Stellungnahmen zur Kenntnis. Er beschloss, dass die Einwände bei der Überarbeitung des Bebauungsplanes Berücksichtigung finden.

Zur Aufstellung des Bebauungsplanes in der Kirchstraße in Oberndorf gab es im Dezember im Landratsamt Main-Spessart eine Besprechung. Dabei ging es vor allem um immissionssrechtliche Probleme. Dazu teilte nun das Ingenieurbüro Holm mit, dass sich Änderungen ergeben. Verbessert werde der Lärmschutz zum südwestlichen Wohngebiet.

Die Löschwasserzisterne könne in den Lärmschutzwall verlegt werden, im Gewerbegebiet könnten verkehrsrechtliche Beschränkungen erlassen werden. Baugesuche dürfen nicht im Freistellungsverfahren erfolgen. Mit den Änderungen ist der Gemeinderat einverstanden. Die Änderungen sollen von dem Ingenieurbüro eingearbeitet werden und die Auslegung ist zeitnah durchzuführen.

Der Antrag für den Neubau eines Einfamilienhauses im Waldgut wurde schon einmal in einer Sitzung beraten. Dabei wurden Bedenken vorgebracht. Alle bestehenden Gebäude sind bisher unter dem Gesichtspunkt des Hochwasserschutzes gebaut worden Der Abstand zur Straße beträgt 15 Meter. Aus diesem Grund fügt sich das geplante Gebäude nicht in die Baulinie ein. Der Antrag wurde abgelehnt.

Bauantrag zum Neubau eines Edeka-Marktes wurde geprüft. Es wurde festgestellt, dass die Bebauung zulässig ist. Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sei durchgeführt worden. Die geforderten Änderungen und Ergänzungen würden  eingearbeitet. Aus diesen Gründen stimmte der Gemeinderat dem Antrag zu. Allerdings behält die Gemeinde einen Geländestreifen von 1,5 Metern  neben der Straße für einen eventuellen Gehsteig.

Im Gewerbegebiet Spitzenrod möchte ein Anlieger zur Befestigung seines Grundstückes L-Steine einsetzen. Dieser Bauantrag wurde zurückgestellt. Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung soll jeder Gemeinderat das Gelände in Augenschein nehmen.

Michael Wiesmann ist als Feuerwehrkommandant nach zwölf Jahren zurückgetreten. Nachfolger ist Matthias Schreck. Stellvertreter bleibt weiterhin Christoph Schwab. Ein Feuerwehrfest findet vom 15. bis zum 18. Mai 2020 Bischbrunn statt.

Eingetroffen sind die Zuschüsse für die FFW Oberndorf. Die neuen Urnengräber werden erst im kommenden Jahr in Bischbrunn eingerichtet. Der Grund hierfür, so teilte die Firma mit, sei Personalmangel.

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