WIESENFELD

Freudentänze beim Wiesenfelder Dorfladen

Mit einem Squaredance unterhielten die Dancing Kids des TSV Wiesenfeld die Besucher des Festes zum einjährigen Bestehen des Wiesenfelder Dorfladens. Foto: Josef Riedmann

Mit einem bunten Jubiläumsfest für Jung und Alt feierten die Organisatoren des Dorfladens Wiesenfeld das einjährige Bestehen. Die in das Projekt gesetzten Erwartungen hinsichtlich des finanziellen Erfolges, der Integration in das Dorfleben und der Aufwertung der Ortsmitte um den früheren Gutshof haben sich bislang erfüllt. In der ersten Jahresversammlung waren sich die stillen Gesellschafter bezüglich der weiteren Steigerung des Umsatzes sicher: „Da geht noch was“.

Auf dem Hof vor dem Dorfladen unter der schattigen Kastanie herrschte vom frühen Nachmittag bis 20 Uhr reger Festbetrieb. Der Laden konnte besichtigt und dort auch eingekauft werden. Besucher konnten sich mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen, Wurst und Steaks der Metzgerei Lutz (Lieferant des Dorfladens) und Getränken eindecken. Für die Jüngsten gab es eine Malecke und Clown Muck. Seine Luftballonblumen und lustigen Tiere waren sehr gefragt. Für alle Kinder gab es im Laden kostenlos ein Eis.

Die Dancing Kids des TSV Wiesenfeld führten einen Squaredance auf. Auch die benachbarte Geschäftsstelle der Raiffeisenbank beteiligte sich am Fest mit einem Glücksrad und bedankte sich so für die gute Zusammenarbeit und die befruchtende Nachbarschaft mit dem Dorfladen.

Seit der offiziellen Eröffnung am 1. August 2015 macht das Dorfladenteam mit kleinen Aktionen immer wieder auf das Angebot aufmerksam. So bekamen zum Schulanfang die Abc-Schützen eine reichlich gefüllte Brotzeitdose geschenkt, Kindergarten- und Schulkinder schmückten den Dorfladen-Christbaum, der Nikolaus kam zu Besuch, die Jugendblaskapelle spielte zum Advent und im April stellten die Grundschulkinder Kunstwerke aus. Das große Herbstfest mit „Zwiebelblootz“ und Federweiser fand großen Anklang, Lieferanten wie die Firmen Stenger (Halsbach) und Thalhammer (Steinfeld) machten mit Probierständen auf ihre Produkte aufmerksam und sogar eine Delegation aus Norwegen informierte sich bei einem Besuch mit dem Amt für ländliche Entwicklung über das Konzept.

Das Dorfladen-Café hat sich inzwischen zu einem wichtigen Treffpunkt für die Wiesenfelder und auch darüber hinaus entwickelt. Feste Stammtische sind entstanden, Wandergruppen und Radfahrer machen hier Pause. Auch das Frühstücksangebot, auf Wunsch mit einem Glas Sekt dank Ausschankgenehmigung, wird gerne angenommen.

Die Gäste schätzen die gemütliche, familiäre und freundliche Atmosphäre und auch der Dorfladen-Kaffee, den man nur hier bekommt, hat viele Freunde gefunden. In zehn Monaten wurden hiervon 10 000 Tassen ausgeschenkt. Durchschnittlich 235 Kunden kommen täglich in den Laden.

„Der Dorfladen ist nicht nur eine Möglichkeit einzukaufen, es ist ein bisschen heim kommen.“
Ramona Müller von der ehrenamtlichen Geschäftsleitung

Aber auch Probleme gab es zu meistern. Bei der Hitze im August 2015 fielen zwei gebrauchte Kühltheken aus und mussten ausgetauscht werden und auch der Einbau einer Klimaanlage wurde nötig. Von dem bis Ende 2015 produzierten Strom der eigenen Photovoltaikanlage wurden 53 Prozent im Laden verbraucht, der Rest ins allgemeine Netz eingespeist.

Der ehrenamtliche Arbeitskreis Dorfladen ist im Hintergrund nach wie vor aktiv, sorgt für Dekorationen und organisiert Feste und Veranstaltungen.

An der ersten Jahresversammlung für das Rumpfgeschäftsjahr 2015 nahmen 112 Gesellschafter teil. Konkrete Zahlen wollte die Versammlung nicht veröffentlichen. Die ehrenamtliche Geschäftsleitung mit Armin Schäfer, Raimund Eirich und Ramona Müller und der Beirat wurden einstimmig entlastet. Die Mitglieder der Geschäftsleitung, die zusammen monatlich rund 150 Stunden für den Dorfladen beschäftigt sind, erhielten als Dank für ihren Einsatz einen Blumenstrauß und einen Brunch-Gutschein. Die Gesellschafterversammlung will den Umsatz noch steigern: „Es wäre doch gelacht, wenn die Wiesenfelder nicht auch das hinbekommen würden“.

Ramona Müller: „Es ist schön zu beobachten, dass die Dorfladen-Familie von Tag zu Tag wächst, dass sich auch viele Skeptiker vom Dorfladen-Konzept überzeugen ließen und regelmäßig zu uns kommen. Der Dorfladen ist nicht nur eine Möglichkeit einzukaufen, es ist ein bisschen heim kommen, Freunde treffen, sich nett unterhalten und Teil eines großartigen Projektes zu sein.“

Bis Ende August läuft der Fotowettbewerb „Bänklesfoto“, das schönste oder originellste Foto auf oder mit der Holzbank vor dem Dorfladen-Café (senden an info@wiesenfelder-dorfladen.de). Unter allen Einsendern wird ein Frühstück für Zwei verlost.

Viel Spaß hatten die Jüngsten bei den Kunststücken des Clowns Muck.
Reger Festbetrieb herrschte im Hof vor dem Wiesenfelder Dorfladen.

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