Rothenfels

Friedhofgestaltung bleibt wie geplant

Urnenfeld und Mauern auf dem Friedhof sorgten für eine ausgiebige Diskussion im Rothenfelser Stadtrat Foto: Susanne Feistle

Nachdem es in der letzten Sitzung des Stadtrats Kritik an der Höhe der Mauer und am Urnenfeld am Friedhof in Rothenfels gegeben hatte, hat Bürgermeister Michael Gram den Planer Wolfgang Leimeister eingeladen, damit er dazu Stellung nehmen kann.

Zur Schräge am Urnenfeld meinte er, dass diese nach der Bepflanzung keine Probleme bei Regen oder beim Gießen machen werde. Wenn man das Feld gerade machen wolle, dann wäre die Mauer auf einer Seite 40 Zentimeter hoch und damit nicht mehr betretbar.  

"Das ist aus Pietätgründen auch nicht nötig", so die Meinung von Ralf Hofmann. Auch den Hinweis, dass der gestalterische Ansatz war, den Weg und das Urnenfeld der vorhandenen Schräge anzupassen ließ Hofmann nicht gelten. "Ich finde das katastrophal". Hofmanns größeres Problem war allerdings die Mauer, die teilweise nicht so hoch ist wie der darüber liegende Weg.

Auch dies begründete Leimeister damit, dass sein Ansatz war, eine ebenes Bild zu schaffen und keinen Absatz in der Mauer wollte. Das Ganze habe aber auch noch einen technischen Grund. Eine Mauer im öffentlichen Bereich dürfe nicht höher als 50 Zentimeter sein, da ansonsten wieder eine Absturzsicherung nötig sei. Diese wollte aber niemand. Außerdem sei das ganze ja auch nur ein Baustellenzwischenstand. "Das ist ja noch nicht das Finalbild. Wenn das alles bepflanzt ist, sieht das doch ganz anders aus", so der Landschaftsarchitekt.  

Hofmann blieb jedoch bis zum Schluss bei der Meinung: "Ich kann nicht einen Weg höher als eine Mauer machen. Herr Leimeister ich bitte sie". Leimeister verwies auf den aktuellen Plan, in dem das auch alles ersichtlich sei. Auch das bezweifelte Hofmann. Gilbert Mügge findet die Situation auch nicht gut: "Aber wir hätten als Stadtrat vielleicht auch genauer schauen müssen".

Andere Ratsmitglieder lobten Leimeister: "Also, ich finde das gut so", meinte Kornelia Heßdörfer, zweite Bürgermeisterin Daria Schürmann schloss sich dem an. Ihr Bedenken sei nur das mit dem Regen gewesen. Werner Grün meinte, dass es doch viele Gräber gibt, die schräger sind als das Urnenfeld. 

Bürgermeister Michael Grams Fazit lautete: "Viel Rauch um nix. Meine Meinung".

Dann fragte Jörg Merholz, warum das Urnenfeld denn nicht barrierefrei erreichbar ist, das sei seiner Meinung nach so vereinbart gewesen. Als dem dann auch noch Herbert Reder zustimmte, reichte es Gram: "Also Herbert. Das ist technisch doch gar nicht möglich", und zeigte auf den Plan. "Ich kann da nicht barrierefrei hoch. Das geht nicht".

Es kam zu zwei Abstimmungen: Eine, dass das Urnenfeld so bleibt wie es jetzt ist, und eine, dass die Mauer so bleibt wie sie jetzt ist, jeweils mit zwei Gegenstimmen. Damit beendete Gram die Diskussion – vorläufig.

Leimeister erklärte die weitere Planung. Im Moment werden die drei Parkplätze angelegt. Jörg Merholz wollte, dass man diese noch einmal überdenkt. Darauf meinte Uwe Willbrandt, dass man die doch in einem Vororttermin so festgelegt habe und schon von sieben auf drei reduziert habe. Und auch Gram schloss sich dem an: "Es bringt nix, wenn wir demokratisch abstimmen und dann alles immer wieder in Frage stellen".

Schlagworte

  • Rothenfels
  • Susanne Feistle
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Debakel
  • Diskussionen
  • Friedhöfe
  • Gräber
  • Kritik
  • Meinung
  • Michael Gram
  • Planung und Organisation
  • Pläne
  • Ralf Hofmann
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!