Froschgesicht trifft auf ganz harten Brocken

Zwei, die sich prächtig ergänzen:       -  Zwei, die sich prächtig ergänzen: 'Frosch' Georgia Viola-Richartz und 'Prinz' Joe Henselweski in dem
Theaterstück 'Die Froschprinzessin'. Es wurde im Theaterkeller des Weinhauses Mehling aufgeführt.
Zwei, die sich prächtig ergänzen: "Frosch" Georgia Viola-Richartz und "Prinz" Joe Henselweski in dem Theaterstück "Die Froschprinzessin". Es wurde im Theaterkeller des Weinhauses Mehling aufgeführt. Foto: FOTO RITA GRESS
LOHR (TA) Sonntagnachmittag im Kulturkeller des Weinhauses Mehling: Die Premiere des Kinderstückes "Froschprinzessin" steht unmittelbar bevor. Rund 35 große und kleine Gäste sind anwesend; den Kindern ist ihre Anspannung deutlich anzumerken.

Wird das auf der Bühne gut ausgehen? Immerhin hatte Joe Henselewski, Schauspieler und Autor des Märchens, vorab angekündigt, in der Handlung nicht den strengen Zeigefinger erheben zu wollen. Wie bei Theateraufführungen üblich, wird unmittelbar vor Vorstellungsbeginn das Licht für einen Augenblick gelöscht. "Huch...", entfleucht es mehreren kleinen Besuchern.

Ihre Furcht ist schlagartig weg, als Henselewski lachend auf die Bühnenbretter tritt und verspricht, er wolle ihnen ein Märchen vorlesen. Verflixt, jetzt hat er sein Märchenbuch vergessen! Gelächter von den Kleinen, einzelne pfiffige Kommentare. Der Kontakt zwischen Schauspieler und Publikum ist hergestellt.

Henselewski beabsichtigt keineswegs vorzulesen. Schauspielern will er, schäkern, den heiratsunwilligen Prinzen Paul geben an der Seite von Bühnenpartnerin Georgia Viola-Richartz: besser gesagt, an der von Prinzessin Rosalie oder halt dem temperamentvollen knallgrünen Wesen in Froschgewand und Ringelsocken, das verhext und in den Wald verbannt worden ist.

Die Verwunschene lamentiert, sie wolle weg von hier und auch nicht länger Fliegen mampfen müssen. Nur der Kuss eines Prinzen könne sie erlösen. Da naht urplötzlich die Hoffnung in Gestalt von Paul. Rosalie hat seinen Pfeil gefunden, er will ihn zurückhaben. Pfeil gegen Kuss?

Die Kinder im Raum fiebern, kleine Hände ballen sich vor Aufregung. Nein, ein "Froschgesicht" könne er nicht küssen, weigert sich der Prinz. Womöglich müsse er danach das schaurige Ding in Grün ehelichen. Überhaupt, wie solle er jemand vertrauen, den er gar nicht kennt? Außerdem: "Man heiratet aus Liebe oder gar nicht!"

An einen harten Brocken sei sie da geraten, weint Rosalie. Doch dieser wird angesichts der Mädchentränen butterweich. Wie das Spiel endet? Nach einer Dreiviertelstunde Darbietung jedenfalls steht Freude und Erleichterung in den Gesichtern der Kinder geschrieben.

Weitere Vorstellungen sind an den
Sonntagen 26. März und 2., 9., 16.
und 23. April. Beginn ist jeweils
um 1430 Uhr. Karten gibt es im
Weinhaus Mehling.

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