WERNFELD

Fünf Frauen schufen Anlaufstelle für Bücherwürmer

Allen Beteiligten, Helfern und Unterstützern des Projektes zur Wiedereröffnung der katholischen öffentlichen Bücherei im Wernfelder Pfarrheim sagte Pfarrer Norbert Thoma Dank. Im Hintergrund das ehrenamtliche Büchereiteam: Claudia Koch, Tina Fischlein-Bald, Petra Mindl, Beate Kuhn und Simone Mehler. Foto: Helmut Hussong

Trotz elektronischer Medien wird das Buch immer noch eine Berechtigung haben. Davon waren viele Teilnehmer der Wiedereröffnung der katholischen öffentlichen Bücherei im Wernfelder Pfarrheim überzeugt.

1300 Medien auf 35 Quadratmetern

Nach dem Umzug in den neuen Raum werden auf 35 Quadratmetern rund 1300 Medien zur Ausleihe angeboten. Gleichzeitig, so der Wunsch des Büchereiteams „Bücherwurm“, sollen Kinder fürs Lesen begeistert und ein Treffpunkt für Jung und Alt im Ort geschaffen werden.

Wie es dazu kam, schilderte Claudia Koch, die Leiterin des Büchereiteams „Bücherwurm“ den Gästen bei der kleinen Eröffnungsfeier im Pfarrsaal. Eigentlich habe Sie nur ihre gelesenen Bücher in der Bücherei in der Oberdorfstraße abgeben wollen und festgestellt, dass die Bücherei bis auf Weiteres geschlossen sei. Ihre Nachfragen wurden als Interesse zur Reaktivierung der Bücherei interpretiert.

Fünf Frauen packen an

Schließlich fanden sich mit Tina Fischlein-Bald, Petra Mindl, Beate Kuhn und Simone Mehler vier weitere Frauen, die das Projekt Bücherei einleiteten. Von der Konzeption, den Vorstellungen und Wünschen wurde schließlich auch die Kirchenverwaltung überzeugt, und die Frauen erhielten volle Unterstützung.

Die Frauen organisierten Buchspenden, besorgten Möbel und veranstalteten einen gelungenen Büchereiflohmarkt zur Verabschiedung aus den alten Räumen, und sie absolvierten erfolgreich einen Basiskurs der Büchereifachstelle Würzburg. Seit dem ersten Treffen im November investierte das Team über 300 Stunden in den Aufbau der neuen Bücherei. „Wir waren so zu sagen Tag und Nacht in der Bücherei“, stellte Claudia Koch fest. Das Team habe seinen Beitrag zu einem neuen Treffpunkt im Ort geleistet und hoffe nun, dass viele Leser die öffentliche Bücherei besuchen; das Büchereiteam sei bereit.

Dank an alle Beteiligten

Allen Beteiligten, Helfern und Unterstützern des Projektes sagte Pfarrer Norbert Thoma dank. Lesen sei entscheidend für Fantasie, Denken und Entwicklung des Menschen. Er wünschte allen künftigen Lesern viel Freude und Vergnügen mit den Medien aus der Wernfelder Bücherei.

Bürgermeister Jürgen Lippert freute sich über das ehrenamtliche Engagement und die neue Bücherei in dem Stadtteil. Man könne sie durchaus auch als Ergänzung zur Gemündener Bibliothek sehen. Roswitha Dorobek von der katholischen Büchereifachstelle der Diözese Würzburg gratulierte und sicherte dem Team weiterhin Beratung in allen Büchereifragen und Unterstützung auch in der Vermittlung von Fördermittel zu. Sie hatte eine Tasche Bücher und einen Gutschein für den Einkauf von Medien und der Büchereifachstelle dabei.

Segen für den Büchereiraum

Pfarrer Thoma segnete zum Abschluss der Feier den Büchereiraum neben dem Pfarrsaal. Musikalisch begleitete die Saxophonie Stetten unter der Leitung von Simone Riedmann die Feierstunde. Während des Nachmittags feierten interessierte Wernfelder bei Kaffee und Kuchen oder Bratwurst und Käsestange die Wiedereröffnung der Bücherei ihres Ortes.

Außer Führungen durch die neue Bibliothek standen Vorlesen aus „Die kleine Hummel Bummel sucht das Glück“ und „Erdmännchen Gustav: Gustav vor dem Tor.“ sowie das Bastelen von Lesezeichen auf dem Programm.

Die Wernfelder Bücherei ist montags von 15.30 bis 17 Uhr und mittwochs von 18.30 bis 20 Uhr geöffnet.

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