Rechtenbach

Für Ortsdurchfahrt noch keinen Planer

Eine Nutzungskonzept für die alte Schule erarbeitet derzeit die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung. Foto: Jochen Kümmel

Die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt und die Sanierung der alten Schule in Rechtenbach sind die beiden ersten Projekte, die sich die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung im April vorgenommen hat. Den aktuellen Stand der Dinge stellte Ingo Durchholz als Vertreter der Teilnehmergemeinschaft in der Bürgerversammlung am Donnerstagabend in der Turnhalle vor.

Für die Ortsdurchfahrt finden die Interessenvertreter laut Durchholz im Moment keinen Planer. Sobald ein Planer feststeht, werde die Teilnehmergemeinschaft einen "vernünftigen Plan" in Auftrag geben. Ein Zeitpunkt hierfür sei im Moment nicht absehbar.

Schule in schlechtem Zustand

Zu einem "großen Thema" könnte sich die Sanierung der alten Schule entwickeln. "Die Schule befindet sich in einem schlechten Zustand", so Durchholz. Grundkonsens besteht, dass hier etwas getan werden muss. Dies könne eine Komplett- oder Teilsanierung sein. Die Probleme im Gebäude sind vielfältig: Dach, Decken, Treppenhaus, Heizung, Sanitäranlagen und Brandschutz sind sanierungsbedürftig. Die Kosten für eine Komplettsanierung liegen laut dem Vertreter der Dorferneuerung bei 1,5 bis 2 Millionen Euro. "Es ist schwer abzuschätzen, was wirklich auf die Gemeinde zukommt", so Durchholz.

Förderung in Aussicht

Ein Förderprogramm vom Staat mit 20 Prozent Förderung und 68 Prozent Zuschuss vom Amt für ländliche Entwicklung im Rahmen der Dorferneuerung könnten eine Sanierung für die Kommune interessant machen. Voraussetzung für die Förderungen: Der Raum für die Schule muss für die Öffentlichkeit mit entsprechenden Verwendungskonzepten zugänglich sein. Mit den Vereinsvorständen fand aus diesem Grund bereits am Montag ein Gespräch statt, wie solche Konzepte aussehen könnte.

Nach Sammlung der Vorschläge soll ein Planer, den es auch schon gibt, eine Voranfrage stellen, um herauszufinden, welche Förderung der Gemeinde in Aussicht gestellt wird. Dann kann die Kommune abwägen, in welchem Umfang das Projekt weiterverfolgt werden soll. Weiter warb Durchholz, dass bereits Förderanträge für private Maßnahmen gestellt werden können.

Einen Überblick über die finanzielle Lage der Gemeinde sowie die Ein- und Ausgaben des Haushalts gab Kämmerer Günter Henning von der VG Lohr. Der Schuldenstand beträgt 454000 Euro und beruht auf Krediten für die Erschließung des Neubaugebietes. Diese laufen bis 2036. Die Rücklagen betragen aktuell 655000 Euro. "Aufgrund der relativ begrenzten Einnahmen ist doch einiges geleistet worden und die Gemeinde steht nicht so schlecht da", sagte Henning.

Zu Beginn hatte Bürgermeister Klaus Bartel einen Rückblick gegeben auf Projekte, die in der letzten Zeit auf den Weg gebracht wurden. Hierzu zählt der Bauhof der 2015 von den Bayerischen Staatsforsten erworben wurde und jetzt nach und nach ausgebaut wird. Wenn die Gemeinde eine Baufirma findet, soll zeitnah noch ein Betriebsgebäude errichtet werden.

Lohr noch nicht aufgewacht

Als "leidiges Thema" bezeichnete Bürgermeister Klaus Bartel das Thema B 26 n. Die nach Bau der B 26 n prognostizierten Verkehrszahlen belaufen sich auf 10000 Fahrzeuge, davon 2000 Lkw (heute: 7000 Fahrzeuge mit 900 Lkw). "2000 Lkw sind kaum zu ertragen und grenzen an Körperverletzung", sagte Bürgermeister Klaus Bartel. Die Gemeinde müsse überlegen, wie sie sich wehren kann und sich möglicherweise dem Klageweg von Steinfeld anschließen. "Lohr ist in Sachen Verkehr noch nicht aufgewacht", ging Bartel auf heute bereits überlastete Kreuzungen an der Raiffeisenbank und Obertorkreuzung ein. Bartel sieht eine Verlagerung von Verkehrsproblemen, die Schrittweise von Arnstein Richtung Rechtenbach wandern. Zur Entlastung der Anwohner fordert er eine Umgehungsstraße oder die Sperrung des Schwerverkehrs.

Nicht einfach gestaltete sich eine Radweganbindung vom Dorf auf die Forstwege, die nach Lohr führen. Ein zweieinhalb Meter breiter Weg und eine Brücke sollen in naher Zukunft vom Bolzplatz zum Anwesen Kranz führen und dort den Bach queren. Eine super Arbeit leistete Georg Matreux zusammen mit dem Bauhof und Christian Lang am Auroraweg, der nun ein Stück asphaltiert und besser entwässert ist.

Viel fürs Dorf gebracht hat Tempo 30 bei Nacht: Damit die Geschwindigkeit im Ort auch eingehalten wird, lässt die Kommune vier Mal, davon einmal bei Nacht blitzen. Für das gemeindeeigene Gasthaus "Krone" konnten ein neues Pächterpaar gefunden werden und umfangreiche Umbauarbeiten abgeschlossen werden.

Als weitere Themen sprach der Rathaus-Chef die Neugestaltung des Dorfplatzes und die Anschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10 für die Feuerwehr und das zehnjährige Bestehen des Glasmacherlaufs an.

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