Karlstadt

Für neue Parkplätze am Karlstadter Freibad müssen Tennisplätze weichen

Der Karlstadter Bauausschuss gab mit zwei Gegenstimmen sein Einvernehmen. Bis Pfingsten sollen die Arbeiten fertig sein.
Die beiden Tennisplätze links im Bild, die an den Baggertsweg am Schwimmbad angrenzen, werden Parkplätzen weichen.
Die beiden Tennisplätze links im Bild, die an den Baggertsweg am Schwimmbad angrenzen, werden Parkplätzen weichen. Foto: Archivbild Jochen Engert

Zwei der zehn Tennisplätze des TSV Karlstadt im Baggertsweg in der Nähe des Freibads sollen zugunsten von 38 neuen Stellplätzen wegfallen, eine Toranlage muss versetzt werden. Ingenieur Marc Steenken von der mit der Planung beauftragten Ingenieurgesellschaft SB mbH stellte im Bauausschuss des Karlstadter Stadtrats die Pläne vor. Der Ausschuss erteilte mit zwei Gegenstimmen sein Einvernehmen.

Wie ein Fischgrätmuster werden die zwei geplanten Reihen mit je 19 schrägen Parkplätzen aussehen. Grünflächen sollen das Ganze etwas auflockern. Insgesamt erwartet das Planungsbüro Kosten von 213 500 Euro netto, wobei die mögliche Verlegung von Telekom-, Strom- und sonstigen Leitungen und eine Beleuchtung noch nicht inbegriffen sind. Aus Sicht von Bürgermeister Paul Kruck werden mit den neuen Parkplätzen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die bestehende Engstelle wird aufgelöst und es entstehen mehr Stellplätze am Freibad.

Grüne für versickerungsfähigen Belag

Bei den Grünen-Stadträten Gerhard Kraft und Horst Wittstadt kam nicht so gut an, dass die Fahrbahn zwischen den mit Parkettpflaster gepflasterten Parkplätzen asphaltiert werden soll. Denn so ist der Belag nicht versickerungsfähig. Laut Steenken werde bei Parkplätzen relativ selten mit Schotter oder Gitterbelag gearbeitet, etwa wegen Stöckelschuhen. "Irgendwo müssen wir mal anfangen und nicht nur darüber reden", sagte Wittstadt und meinte offenbar die geplante Flächenversiegelung. Der Belag sei "demokratisch" so entschieden worden, beschied ihm Kruck. Kraft und Wittstadt stimmten gegen den Plan.

Neben den Parkplätzen soll entlang des Baggertswegs ein zwei Meter breiter Gehweg entstehen. Der Sinn dieses Gehwegs wollte Stadtrat Wilhelm Glück (SPD) nicht recht einleuchten, weil die Fußgänger am Ende des Stücks ohnehin auf die andere Straßenseite ausweichen müssten. "Die meisten Leute laufen eh auf der Straße", so Glück.

Hombach hätte Stellplätze gerne breiter gehabt

Michael Hombach (CSU) machte den Vorschlag, statt der vorgesehenen 38 Stellplätze mit 2,50 Standardbreite doch nur 36 Stellplätze zu machen und die dafür jeweils 12,5 Zentimeter breiter. "Ich weiß, wir brauchen jeden Parkplatz", sagte Hombach, aber etwa für Familien mit Kindern wären breitere Parkplätze angenehmer. Kruck sah keine Veranlassung, an der Standardbreite etwas zu verändern. Sein Ziel ist es, dass die Parkplätze bis Beginn der Pfingstferien fertig sind.

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