Rieneck

Gartenbauverein Rieneck aufgelöst: 7500 Euro für die IG Brauchtum

Das Vereinsvermögen des OGV wird der IG übergeben (von links): die zuletzt amtierende Vorsitzende Hedwig Nickel, IG-Vorsitzender Andreas Czerny, Marianne und Harald Hemmerich vom OGV Rieneck. Foto: K-H. Wiesenfelder

Bereits seit über einem Jahr steht fest: der Obst- und Gartenbauverein muss seine Auflösung betreiben, das Weiterbestehen als Verein ist mangels Interesse an der Übernahme von Führungsposten wie Erster und Zweiter Vorstand von jüngeren Mitgliedern nicht mehr möglich. Inzwischen ist die Vereinsauflösung abgeschlossen, und das Vermögen an Geldern von rund 7500 Euro wurde zum Wohle der Rienecker Bevölkerung und dem gesellschaftlichen Leben an die IG Brauchtum und Kultur übergeben.

Der einst so rührige Verein hatte schon seit längerer Zeit mit den Problemen zu kämpfen, die auch andere Ortsvereine immer stärker belasten: der Altersdurchschnitt der Mitglieder und besonders der aktiven Verantwortlichen im Vorstand oder in Arbeitsgruppen steigt stetig an, nur vereinzelt stellen sich noch junge Frauen und Männer zur Verfügung. Im Obst- und Gartenbauverein hatte Hedwig Nickel als zuletzt verantwortliche Vorsitzende diese Aufgabe vor einigen Jahren übernommen, aber die schon über 80-jährige musste bei den letzten anstehenden Neuwahlen auch ihrem Alter Tribut zollen. So fand man keine interessierten Personen, die sich für den Vorsitz oder den Vorstand zur Verfügung gestellt hätten .

Bis zuletzt 102 Mitglieder

Bis zur Auflösung waren noch 102 Mitglieder im Verein gemeldet, davon waren aber nur noch zehn Prozent zahlende Mitglieder, sonst waren alle zum Beispiel als Ehrenmitglieder befreit. Dazu kam noch die jährliche Abgabe an den Verband von rund 300 Euro, sodass kaum noch etwas übrig blieb. "Für die Jahre 2018 und auch 2019 wurden schon keine Mitgliedsbeiträge mehr erhoben, weil die Auflösung abzusehen war", so Marianne Hemmerich, die bis zum Ende des Vereins die Kassengeschäfte führte und die Abschlüsse mit Kassenprüfung erledigte.

Als Endbestand konnte der Verein nun einen Betrag von 7548 Euro aufweisen, der jetzt gespendet wurde. "Wir haben uns in der Vorstandschaft entschieden, diesen Betrag der IG Brauchtum und Kultur zu übergeben, da wir der Meinung waren, dass hier die ganze Bevölkerung einen Nutzen davon hat", so übereinstimmend Hedwig Nickel, Marianne und Harald Hemmerich bei der Übergabe des Schecks.

Der Vorsitzende der IG Brauchtum und Kultur, Andreas Czerny, freute sich über diese Entscheidung, eben weil die IG eine Gemeinschaft für ganz Rieneck ist. "Das entspricht der Grundidee für die Gründung der IG vor einigen Jahren: jeder kann sich einbringen und einen Beitrag für die Allgemeinheit der Stadt leisten", so Czerny. So hat eine Interessengruppe, wie zum Beispiel als Obst- und Gartenfreunde, hier in der IG die Möglichkeit, eine Arbeitsgruppe zu bilden und Aktivitäten zu starten. Es bestehen schon mehrere Arbeitsgruppen wie für die Kirb, den Fasenachtszug oder den Adventsmarkt, genauso können neue Ideen und damit Arbeitsgemeinschaften entstehen, das ist gewollt und wünschenswert. Über den Geldbetrag und seine Verwendung wird in einer der nächsten Arbeitssitzungen entschieden werden, er soll auf jeden Fall für die Rienecker Brauchtums- und Kulturpflege und der Allgemeinheit eingesetzt werden.

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