Burgsinn

Gebühren für Urnengräber am neuen Urnenfeld beschlossen

Ein neues Urnenfeld mit 24 Grabstätten bereichert seit kurzem den Burgsinner Friedhof. Für die Nutzung der Urnengräber tritt mit dem nächsten Monat eine Änderung der Friedhofssatzung in Kraft, die der Markgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. Foto: Roland Bauernschubert

Eintausend Euro für einen Urnengrabplatz sind nach Ansicht von Bernhard Schelbert (CSU-UB) zu viel. Nach der generellen Erhöhung der Friedhofsgebühren zu Beginn des Jahres sieht Schelbert in den neuen Urnengrab-Gebühren nun eine weitere Kostensteigerung im Friedhofswesen, die man den Bürgern in dieser Höhe nicht zumuten sollte. Mit einer Gegenstimme fand die Änderung der Friedhofs-Gebührensatzung aber dennoch die breite Zustimmung des Marktgemeinderates und tritt am 1. November in Kraft.

Mit rund 23 200 Euro schlägt die Herstellung des neuen Urnenfeldes mit 24 Urnengräbern am Burgsinner Friedhof zu Buche. Bürgermeister Robert Herold erläuterte in der Ratssitzung die Zusammensetzung der Planungs- und Baukosten. Um diese Gräber kostendeckend anzubieten, schlug Herold vor, die Gebühren für ein Urnengrab auf 1000 Euro für die Nutzungszeit von zehn Jahren festzulegen.

Nicht teurer als die umliegenden Gemeinden

Da weder für die Pflege noch für Grabschmuck weitere Kosten auf die Nutzer zukämen sei eine Gebühr von 100 Euro pro Jahr aus seiner Sicht nicht zu viel, konterte Herold die von Bernhard Schelbert vorgetragene Kritik. Zwar gab auch Willi Balkie (IB) zu Bedenken, dass man mit der Urnengrab-Gebühr nicht übermäßig teurer sein sollte als die umliegenden Gemeinden und Christian Gutermuth (SPD-FW-BAL) hinterfragte, ob man nicht auf die Erstellung eines Friedhof-Konzepts hätte verzichten und damit die Herstellungskosten reduzieren können, aber schließlich stimmte der Rat nach ausgiebiger Debatte mit 12:1 Stimmen für die geänderte Gebührensatzung.

Die beinhaltet nun den Satz von 1000 Euro für die Nutzung eines Urnengrabes für zehn Jahre und die Gebühr von 100 Euro für jedes Verlängerungsjahr. Es können zwei Urnen pro Grabplatz beigesetzt werden.

Kein Schmuck am Urnengrab

Ohne Gegenstimme wurden folgende Änderungen der Friedhofssatzung beschlossen: Gräber, mit Ausnahme der Grabstätten auf dem Urnenfeld, sind spätestens sechs Monate nach der Beisetzung gärtnerisch anzulegen und dauernd in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten. An Grabstätten im Urnenfeld ist das Abstellen jeglichen Schmucks untersagt. Die Errichtung und Änderung von Grabdenkmälern und Einfassungen bedarf der Genehmigung des Gemeinderates. Grabsteine und Grabeinfassungen aus Natursteinen dürfen nur aufgestellt werden, wenn ein Nachweis über den Verzicht auf ausbeuterische Kinderarbeit bei der Herstellung vorgelegt werden kann. Im Bereich des Urnenfeldes sind die gemeindlicherseits angebrachten Sandsteinplatten als Grababdeckung zu verwenden und die Beschriftung dieser Sandsteinplatten muss einheitlich und nach Rücksprache mit der Friedhofsverwaltung erfolgen.

Jugendbeiratssprecher neu gewählt

Einstimmig erteilte der Rat das gemeindliche Einvernehmen mit zwei Bauanträgen zur Errichtung einer Terrassenüberdachung und zur Errichtung einer Balkonanlage an einem bestehenden Wohnhaus. Ebenfalls ohne Einwände billigte das Gremium den Vorschlag von Bürgermeister Herold, Matthias Muthig zum Wahlleiter für die im nächsten Jahr anstehende Kommunalwahl zu berufen. Als sein Stellvertreter ist Thomas Herget vorgesehen.

Bürgermeister Herold gab bekannt, dass die neu gewählten Jugendbeiratssprecher Simon Vogt (Altersgruppe 16 bis 21 Jahre) und Konstantin Rützel (Altersgruppe zwölf bis 15 Jahre) sind. Auf die nächste Sitzung vertagt wurde der geplante Entscheid über die Beschaffung von Solarleuchten für den Weg am Schwimmbad und an den Wohnmobilstellplätzen aufgrund eines fehlenden Angebots.

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