MARKTHEIDENFELD

Geheimcodes und Nazi-Propaganda

Demokratie stärken: Birgit Mair (Mitte) eröffnete im Beisein von Sozialkundelehrer Jürgen Bischof (links) und Schulleite... Foto: Stephan Berz

Aktuell ist im Eingangsbereich der Beruflichen Oberschule Marktheidenfeld die Wanderausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern, Demokratie stärken – Rechtsradikalismus bekämpfen“ für die Schüler und die Öffentlichkeit zugänglich.

Auf 17 großformatigen Plakaten hat das BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung diese Ausstellung konzipiert. Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (Nürnberg), die die Schautafeln mit entworfen hat, eröffnete die Ausstellung zusammen mit dem Schulleiter, Oberstudiendirektor Karl Fuchs, mit einem Vortrag über „Neonazismus und Rassismus in Nordbayern“. Anwesend waren vier Klassen der Fachoberschule, die am Ende des Vortrags Fragen stellen konnten.

Die Rechtsradikalismus-Expertin und Autorin mehrerer Bücher, Birgit Mair, referierte über die verschiedenen rechten Parteien oder Vereinigungen in Bayern wie „Der Dritte Weg“, „Die Rechte“, „Die Identitären“ oder „Die Freiheit“, die zum Teil auch in Unterfranken aktiv sind.

Die Plakate der Ausstellung informieren über Strukturen, Strategien und Wertvorstellungen des Rechtsradikalismus in Bayern. Sie beginnen mit der Vorstellung der NPD, gegen die zur Zeit noch ein Verbotsantrag vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt wird, und ihren regionalen Aktivitäten. Auch auf die Jugendszene, die Jugendpropaganda (diverse Skinhead-Bands) und auf gängige Neonazi-Symbole wie Runen oder Keltenkreuze sowie Codes wird auf den Schautafeln eingegangen.

Herausgearbeitet wird außerdem, dass das Internet zum wichtigsten rechtsextremistischen Agitationsmedium geworden ist. So gibt es über 1600 rechtsextremistische deutschsprachige Seiten im Netz. Auch rassistisch motivierte Anschläge oder die Mordserie des NSU sind in der Präsentation dokumentiert.

Als Abschluss der Ausstellung werden konkrete Handlungsstrategien gegen Rechtsextremisten vorgestellt. Hier geht es unter anderem um Aufklärung über das rechtsradikale Weltbild.

Die Ausstellung kann noch bis 6. März in der Beruflichen Oberschule über den Eingang in der Spessartstraße besucht werden.

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