Roden

Gemeinde Roden hat Geld auf der hohen Kante

"Die Gemeinde Roden hat sehr geordnete Finanzen und aktuell mehr Geld auf der hohen Kante als Schulden", so fasste Gabriele Schneider, die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld, bei der Vorstellung des aktuellen Haushaltsplanes die finanzielle Situation Rodens zusammen. So betrug der Schuldenstand der Gemeinde am 31. Dezember 2018 rund 414 700 Euro, was pro Kopf einen Schuldenstand von 420 Euro ausmachte (im Vergleich, der Landesdurchschnitt lag bei 625 Euro). Auf der Habenseite hatte die Gemeinde knapp 800 000 Euro Rücklagen, pro Kopf 807 Euro. Also ein durchaus gutes Polster.

Eines, das die Gemeinde in den kommenden Jahren auch benötigen und abbauen wird, denn Maßnahmen wie die Dorfstraße in Ansbach mit der Sanierung des Wasser- und Kanalnetzes und der Straßenausbaus stehen in den Startlöchern.

Im vergangenen Haushaltsjahr hatte die Gemeinde ein Plus von rund 90 000 Euro, das sich aus mehr Einnahmen und geringeren Ausgaben zusammensetzte. So sprudelte mehr Gewerbesteuer als geplant in die gemeindliche Kasse und auch die Benutzungs- und Verwaltungsgebühren für unter anderem Wasser, Kanal und Kindergarten fielen höher aus. Demgegenüber standen weniger Personalausgaben und Kosten für den Betrieb der Gemeinde. "Darin steckt alles vom Kugelschreiber über Strom bis zum Streusalz", machte Schneider diesen umfangreichen Posten deutlich. Alles in allem also ein gutes Haushaltsjahr 2018.

Rücklagen erhöhen sich 2019

Der aktuelle Haushaltsplan 2019 sieht einen Gesamthaushalt von gut 2,5 Millionen Euro vor. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen dabei etwa zwei Millionen, auf den Vermögenshaushalt gut 530 000 Euro. Die Gemeinde rechnet mit rund 641 ooo Euro Einkommensteueranteil und 348 000 Euro Schlüsselzuweisungen. An den Landkreis Main-Spessart muss sie 424 000 Euro Kreisumlage zahlen. Geplant ist, gut 228 000 Euro vom Verwaltungs- dem Vermögenshaushalt zuzuführen. Die Rücklagen werden sich 2019 nochmals um rund 68 000 Euro erhöhen.

Der größte Brocken im Vermögenshaushalt der Gemeinde sind die Investitionskosten mit gut 240 000 Euro, die mit 45 Prozent fast die Hälfte der Ausgaben dieses Haushalts ausmachen. Das ist Geld, das die Gemeinde unter anderem auch in die Instandhaltung ihrer Straßen steckt. Aktuell soll der Triebweg neu geteert werden, Kostenpunkt 43 000 Euro. In Ansbach wird ein Teil der Rothenfelser Straße des Friedhofs saniert. Dort läuft bei starkem Regen das Wasser in den Friedhof hinein. Beide Aufträge hatte das Ratsgremium bereits in der Sitzung Anfang Mai an die Firma Zöller Bau in Marktheidenfeld vergeben.

Auch der Wirtschaftswegeneubau samt Sanierung steht mit 20 000 Euro auf dem Plan. Die Planungskosten für Wasser-, Kanal- und Straßensanierung der Dorfstraße in Ansbach sind mit 76 000 Euro veranschlagt. Der Brandschutz am Dorfgemeinschaftshaus in Ansbach schlägt mit 30 000 zu Buche. Hier sind brandschutztechnische Arbeiten im Kindergarten, im Saal und in der Küche vonnöten. 50 000 Euro hat die Gemeinde für das Förderprogramm für Investitionen zur Nutzung vorhandener Bausubstanz eingestellt. Damit will das Ratsgremium Leerstände in den Ortskernen vorbeugen.

Diskussion um Hebesätze

Auf der Habenseite des Vermögenshaushalts stehen die 228 000 Euro Zuführung vom Verwaltungshaushalt. Der zweite große Punkt sind mit gut 192 000 Euro Zuschüsse, die die Gemeinde erhält, darunter fallen auch die 126 500 Euro Investitionspauschale, die die Kommunen vom Staat erhalten.

Bei den Hebesätzen zur Grundsteuer A, B und zur Gewerbesteuer gab es im Ratsgremium eine kurze Diskussion. Schneider machte die Räte darauf aufmerksam, dass der Nivellierungshebesatz in Bayern in allen drei Bereichen bei 310 Prozent liegt. Die Gemeinde Roden erhebe aber nur 300 Prozent, ihr würden aber 310 Prozent berechnet, das sind rund 6700 Euro, die die Gemeinde nicht einnimmt. Während der Hebesatz der Gewerbesteuer (300 Prozent) nicht zur Debatte stand, diskutierten die Räte über die Hebesätze für die Grundsteuer A und B. Schneider informierte das Gremium, dass die Realsteuersätze aktuell neu geordnet werden sollten. In wie weit, das wisse allerdings aktuell noch niemand. Bürgermeister Dümig plädierte dafür, diese Entscheidung abzuwarten und erst danach über eine etwaige Anhebung der Hebesätze zu besprechen. Dem schloss sich das Gremium an.

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