Lohr

Gemeinsam und doch verschieden Gottesdienst feiern

Gemeinschaft beim Essen und Reden im Anschluss an den Gottesdienst. Foto: Carolin Esgen

Am Sonntag, 10. November, feierten Menschen jeden Alters in Lohr in der evangelischen Auferstehungskirche Gottesdienst mal anders: 11-Uhr-Kirche.

Die Anfangszeit ist gleichzeitig Namensgeber dieser offenen Gottesdienstform, die sich durch späteren Beginn, freie Gestaltung, moderne Lieder am Klavier begleitet, generationenübergreifende Angebote und die Möglichkeit zum anschließenden Mittagessen auszeichnet.

Rund 50 Menschen trafen sich zum gemeinsamen Gottesdienstbeginn im Kirchenraum, zwei Kinder "läuteten" parallel zum tatsächlichen Kirchenläuten auch optisch: eine große gemalte Glocke auf den Altarstufen schwenkend.

Gemeinsam beginnen

Die Begrüßung der Gemeinde durch Dekan Till Roth, einführende Worte zum übergeordneten Thema "Wie können wir Berge überwinden?", ein gemeinsam gesprochenes Gebet zur Jahreslosung – auf bunten Karten zum Lesen bereit gehalten – kein formaler Ablauf, keine feste Liturgie. Eine biblische Person versteckt sich hinter dem Motto: David. "Es sind nicht immer nur die Berge aus Fels und Stein, die erwandert werden können. Manchmal sind es andere Berge – im übertragenen Sinn." Ideen dazu wurden in der Gemeinde gesammelt: Streit als hohes Hindernis zwischen zwei Personen, Krankheit als Gebirge, das manchmal kaum oder nicht zu überwinden ist.

Kleine-Kinder-Kirche für die Jüngsten mit Eltern oder Großeltern. Foto: Carolin Esgen

Passend wurde ein Psalm Davids aus dem modernen Liederheft gesungen. "Ein kurzer Beginn. Schön, dass die Kinder gleich wieder springen durften", so äußerte sich eine junge Mutter mit zwei Kindern im Krabbelkind- und Kindergartenalter.

In Gruppen vertiefen

Anschließend wurde in verschiedene Gruppen eingeladen: die Kleine-Kinder-Kirche für die Jüngsten mit ihren Eltern oder Großeltern mit Bewegungsliedern, Theatereinlagen und Kreativteil, ein actionreicher Kindergottesdienst für Kinder im Grundschulalter.

Meist mit einem eigenen Jugendangebot aktiv, teilten sich diesmal die Jugendlichen auf – viele Angebote sind generationsübergreifend: eine stimmungsvolle Taizé-Andacht, Lobpreissingen mit geistlichen Impulsen, im Bibelgespräch eigene Gedanken einbringen und Impulse aufnehmen, sich beim Stammtisch "über alles, was einem auf dem Herzen liegt, austauschen" – so Pfarrer Spittler – oder im "Raum der Stille" Ruhe fürs Gebet finden. "Ich war schon in allen Gruppen und gehe jetzt immer dahin, wonach mir gerade ist", erläuterte eine Gottesdienstteilnehmerin.

Miteinander essen und reden

Zum Mittagessen auf Spendenbasis sammelten sich die Gottesdienstbesucher im Ulmersaal. "Es ist schön, hier gemeinsam zu essen, zuhause wartet niemand auf mich", erläuterte eine Dame. "Ich mag die Gemeinschaft, ich komme regelmäßig", bekräftigte ein Gottesdienstbesucher. "Für eine Familie wie uns mit zwei Kindern lohnt sich der Aufwand, sich auf den Weg zum Gottesdienst zu machen, weil es auch noch ein Mittagessen und Zeit zum Spielen für die Kinder gibt." Am 8. Dezember ist die nächste 11-Uhr-Kirche in der Auferstehungskirche in Lohr.

Schlagworte

  • Lohr
  • Berge
  • Bibel
  • Eltern
  • Evangelische Kirche
  • Gottesdienstbesucher
  • Gottesdienste
  • Großeltern
  • Kindergottesdienste
  • Liturgie
  • Pfarrer und Pastoren
  • Psalmen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!