Seifriedsburg

Geschenk zum 70.: Köhlers neuer Dinkel-Whiskey

Seinen neuen Dinkel-Jahrgangwhiskey präsentierte Franz Köhler (Zweiter von links) am Tag vor dem Heiligen Abend, seinem 70. Geburtstag, einem ausgewählten Kreis von Probanden. Es gratulierten und probierten (von links): Landrat Tomas Schiebel, Bundestagsabgeordneter Bernd Rützel und Gemündens Bürgermeister Jürgen Lippert. Foto: Herbert Hausmann

Gleich zwei Ereignisse ließen am Vortag des Heiligen Abend im Anwesen von Franz Köhler in Seifriedsburg die Korken knallen: Zum einen feierte der Hausherr im Kreis von Familie und Freunden den 70. Geburtstag. Zum anderen stellte er seinen neuen Jahrgangswhiskey auserwählten Gästen vor. Zu den Probanden zählten Landrat Tomas Schiebel, Bundestagsabgeordneter Bernd Rützel, Bürgermeister Jürgen Lippert und Dr. Reinhard Schaupp.

Seit Jahren nimmt der Bio-Landwirt Franz Köhler seinen Geburtstag zum Anlass, den neuen Jahrgangswhiskey zum ersten Mal öffentlich zu präsentieren, in diesem Jahr zum sechsten Mal. Von Beginn an zählen Schiebel und Rützel zum Kreis derer, die als erste Verkoster ihr Urteil über das neue Produkt abgeben können.

Doch in diesem Jahr mussten sie zurückstehen. Die ersten Verkoster des "Seifriedsburger Dinkel-Whiskey" Jahrgang 2018 waren die Mitglieder des Männergesangvereins Burgsinn. Seit zwölf Jahren fährt Franz Köhler die Sänger mit dem Omnibus zu Auftritten. Grund genug für die Sänger ihrem Chauffeur zum 70. Geburtstag mit einem Ständchen zu gratulieren. Zum Dank kamen sie als erste in den Genuss des hochprozentigen Getränks.

Und die geladenen Verkoster mussten sich weiterhin gedulden, bis sie den 2018er Whiskey probieren konnten. Denn nach dem Abzug der Sänger begrüßte Edelbrand-Sommelier Franz Köhler die Runde mit einem Glas Apfel-Secco, bevor es an die Verkostung verschiedener "Grundschnäpse" ging. Er kredenzte Edelbrände aus den drei Urgetreiden Emmer, Einer und Dinkel. Alle drei Getreidesorten zeichnen sich durch einen wesentlich höheren Eiweißgehalt aus, als das bei den neueren Getreiden der Fall ist. "Etwa 18 bis 20 Prozent gegenüber unter zehn Prozent", sagt Köhler. "Das bedeutet sehr viel Fingerspitzengefühl beim Brennen", betonte er.

Sein erstes Saatgut Emmer hatte Franz Köhler vor 15 Jahren von der Universität Kassel im Tausch gegen Einkorn-Saatgut bekommen. Das hatte er sich zuvor auf einer europäischen Saatgutbörse in Belgien beschafft. Etwa alle zehn Jahre kommt neue Dinkelsaat zur Aussaat, die sich der Bio-Landwirt in der Schweiz (Ursorte Oberkulmer Rotkorn) besorgt. Dinkel gilt als das Lieblingsgetreide der heiligen Hildegard von Bingen. Alle drei Brände bilden die Grundsubstanz für seinen Seifriedsburger Whiskey.

Das, was die Holzfässer in den vergangenen Jahren nach 1000 Tagen des Reifens mit einem Alkoholgehalt von 40 Prozent hergegeben haben, ließ Köhler zum Vergleich probieren. Erst danach folgte nach einem fast 90-minütigen Gang durch die verschiedenen Stufen der Höhepunkt der Probe. Zum ersten Mal hatten die Teilnehmer den noch jungen Dinkel-Whiskey des Jahrgangs 2018 in ihren Gläsern. Schon in der Farbgebung unterschied er sich vom Vorjahresprodukt. "Der Boden ist dafür verantwortlich", erklärte Köhler. Ein Teil seiner Felder liegt auf Muschelkalk, der andere auf Buntsandstein.

Nicht nur in der Farbgebung, auch im Aroma und Geschmack gibt sich der neue Dinkel-Whiskey intensiver als sein Vorgänger. "Er ist wieder einmal gelungen", lautete das einmütige Urteil der rund 20 Probanden. Zusammen mit Franz Köhler gaben sie sich optimistisch, dass dessen jüngstes Produkt bei den anstehenden Prämierungen heißer Kandidat für eine Goldmedaille ist.

Kontakt: Franz Köhler, Tel.: 09351/2581, E-Mail: biohof.koehler@gmx.de

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