Lohr

Glosse Bayerstürmer: Einfach mal nach vorne gucken

Wer in diesen Tagen nicht als Ewiggestriger abgestempelt werden will, muss zukunftsorientiert nach vorne schauen.
Symbolbild Tempo-Messung Foto: Carsten Rehder

Wer in diesen Tagen nicht als Ewiggestriger abgestempelt werden will, muss zukunftsorientiert nach vorne schauen.  

Aber zunächst einmal ein Blick in die Gegenwart. Weltweit betrachtet sind die größten Herausforderungen der Menschheit die Endlichkeit fossiler Brennstoffe, das Bevölkerungswachstum, die Umweltverschmutzung, der Klimawandel, Kriege und fragile Finanzstrukturen.

Wenn ich mir Lohr so angucke, sind wir auf einem guten Weg: Wir erzeugen auf vielen Dächern Sonnenstrom, die Einwohnerzahl geht eher nach unten als nach oben, der Bauhof schafft den ganzen Dreck weg, der weggeschmissen wird, der Klimawandel macht sich in Lohr noch nicht so stark bemerkbar, was auch daran liegen dürfte, dass der Herr P. seine Wahlbroschüre klimaneutral gedruckt hat, die kriegerischen Auseinandersetzungen beschränken sich meist auf das Verbale und die Finanzen – nun ja, die könnten tatsächlich besser sein.

Sogar den Stadtbus hat's erwischt

Aber auch was die Gelddinge betrifft, bleibt die Stadt nicht untätig, sondern tut was sie kann. Am Mittwoch beispielsweise ließ sie in der Grabenstraße von einem Dienstleister ein Geschwindigkeitsmessgerät aufstellen, und ich versichere euch: es hat ziemlich oft geblitzt. Was bei der dort geltenden Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern aber auch kein Wunder ist; sogar einer der "Lohrliner"-Busse ist in die Falle gerollt.

Klar, die betroffenen Geschwindigkeitssünder ärgern sich jetzt, weil sie zahlen müssen. Aber vielleicht hilft es ihnen ja, wenn sie sich als Förderer der Stadt sehen und nicht als deren Opfer. Zukunftsorientiert nach vorne schauen, den alten Käse hinter sich lassen, das isses!

Kandidatenmäßig nicht up to date

Natürlich gucken wir alle auch bei der anstehenden Bürgermeisterwahl zukunftsorientiert nach vorne. Dennoch müssen wir uns eingestehen, dass wir in dieser Angelegenheit kandidatenmäßig etwas altbacken aufgestellt sind: Statt einer jungen, dunkelhäutigen, weiblichen oder diversen Bürgermeisterin – was derzeit der letzte Schrei ist - werden wir wieder bloß einen mittelalten, hellhäutigen, männlichen Bürgermeister bekommen.

Mehr ist aufgrund der Bewerber definitiv nicht drin. Aber auch damit werden wir irgendwie zurechtkommen. Wichtig ist, dass wir auch weiterhin zukunftsor... - na, ihr wisst schon... euer Bayerstürmer

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