Marktheidenfeld

Glosse Fischers Fritz: Ein Huhn kommt selten allein

Warum der Fritz mal kurze Zeit Hühnerhalter war und jetzt froh ist, dass die Viecherei ein Ende hat. Allen Leserinnen und Lesern wünscht er ein gutes, gesundes neues Jahr.
Zugeflogene Hühner im Hof der Main-Post in Marktheidenfeld.
Zugeflogene Hühner im Hof der Main-Post in Marktheidenfeld. Foto: Joachim Spies

Prosit Neujahr, meine Lieben! Möge die Gesundheit mit euch sein im neuen Jahr . Zufriedenheit, Gelassenheit und Glück, das wünsche ich euch natürlich auch. Umgekehrt halte ich es mit einem Spruch, wie er an mancher Hauswand, auch einer in Hädefeld, geschrieben steht: "Ein jeder wünsch mir was er will, Gott gebe ihm nochmal soviel". Manche schreiben auch "dreimal so viel", aber das halte ich für übertrieben. So viel hält – egal ob positive oder negative Wünsche – kaum  einer aus.

Mit der Drei wären wir beim Thema. Eine der Lehren der vergangenen Tage lautet "Ein Huhn kommt selten allein". Gleich dreimal so viele waren es, die neulich am Fenster der Redaktion anklopften. Zunächst war unklar, ob das Trio auf der Flucht war und um Asyl bat, oder ob jemand ganz gezielt die Viecher auf die Redakteure ansetzte, weil er mit diesen noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Egal woher und weshalb, letztlich blieb die Frage: Was macht man mit drei wilden Hühnern im Hof?

Wilde Vögel im Hof: Ein Fall für die Polizei?

"Ruf die Polizei", rät der Kollege. Als Freund und Helfer müsste denen schon was einfallen, meint er. Gut, es sind Kampfhühner und wir wissen nicht, was sie drauf haben, aber deswegen gleich die Polizei rufen? Eher nicht. Da lieber den Marktheidenfelder Geflügelverein, die müssen sich doch auskennen. Dessen Vorsitzende, Irmgard Straub, signalisiert auch sofort Hilfsbereitschaft, muss aber gestehen: Der Verein hat nur noch elf Mitglieder und kaum einer hält noch Hühner – mit Unterbringungsmöglichkeiten sieht es also eher schlecht aus. Was nun?

Der nächste Tipp: Das Tierheim in Lohr. Klar, da wären die Vögel sicher besser aufgehoben als in der Polizeizelle. Aber mit drei Hühnern im Kofferraum nach Sackenbach fahren? Außerdem sind es Nutztiere. Wer brächte denn eine Fund-Kuh ins Tierheim? Gut, dass in der weiteren Redaktionsverwandtschaft Hühner zuhause sind. Mit Straub'scher Hilfe und einem Kescher sind die Hühner schnell eingefangen, in die Transportkiste gesteckt und auf dem Weg nach Urspringen. 

Tatsächlich findet sich ein Besitzer

Inzwischen ist das wilde Trio wieder zu Kräften gekommen und hat den ersten Fluchtversuch über einen mannshohen Zaun schon hinter sich. Aber das hat nun ein Ende. Denn der Besitzer ist gefunden: Es ist tatsächlich jemand aus der Nachbarschaft der Redaktion. Dem jungen Mann ist das Geschehene sichtlich unangenehm. Er habe sich zwischen Marktheidenfeld und Erlenbach einen Garten zugelegt, wo er auch ein paar Hühner halten will, berichtet er. Dumm nur, dass sein Kumpel die Hühner lieferte, als er gerade Urlaub machte, und der Lieferant die Vögel einfach da ließ – wohl weil er meinte, dass der Freund nur mal eben kurz weg sei.  

Ende gut, alles gut. Was wir nach der Geschichte im Hinterkopf behalten sollten: Unverhofft kommt oft. Mein Rat: Also besser jederzeit mit unerwartetem Besuch rechnen. Keinen unerwarteten, sondern einen vorhersehbaren Besuch bekommen wir am Wochenende: die Sternsinger. Die sammeln für einen guten Zweck und sind für jede kleine Gabe dankbar. Wie die Hühner sind die Heiligen Könige zu dritt, ziehen dann aber im Gegensatz zum Federvieh ohne großes Flügelschlagen von alleine weiter. Und in der Spendenbox haben sie dann auch was von Eurem Fischers Fritz

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