Marktheidenfeld

Glosse Fischers Fritz: Oh, du fröhliche, bunte Adventszeit

Dem Fritz sind einige Merkwürdigkeiten ins Auge gestochen, die er unbedingt los werden muss.
Ja, ist denn schon….? Was eigentlich? Foto: Winfried Krückel

Nun ist sie da, die glückselige vorweihnachtliche Zeit mit ihrem Glanzlicht, dem Hädefelder Büdlesmarkt, mit Glühwein, Mandeln und Maroni und da leuchten nicht nur der Kinder Augen. Auf, auf, in die Stadt! Doch aufgepasst, denn vor die Barrierefreiheit ist noch so manche Bake gestellt. Dass mir nur niemand zu Fall kommt!

Es ist nicht die einzige Sperre in der Stadt. Trotz aller Hoffnungen, die uns im Advent zu Kopf steigen mögen – alles Sehnen blieb vergebens: Die Südring-Kreuzung, mag sie auch noch so fertig aussehen, mag der neue Asphalt auch noch so appetitlich schwarz den Winterreifen entgegen glänzen: Sie ist unvollendet. Angeblich muss die Schaltung der Ampeln noch überprüft werden. Erst am Montag soll sich herausstellen, ob die roten, orangenen und grünen Kugeln richtig schimmern und ob die einst "dümmste Ampel Europas" ihren Weihnachtsfrieden mit uns findet.

Farbenfroh kommt er daher, der sonst oft trist-graue Dezember, und für den Fritz liegt dies vor allem an Pamelas privatem politischem (!) Adventskalender, der ihn auf Youtube mit Kondom, Apfel, Barbarazweigen und wer-weiß-was-noch kommt durch die puderzuckrige Zeit lotst: Pamela – Arbeitstitel "Die erste Landrätin" – lässt sich tatsächlich etwas einfallen und ist hinter jedem Türchen für eine Überraschung gut. Sapperlot! Da dürfen sich die anderen Bewerber für den Landratsposten jetzt etwas einfallen lassen. Aber bis zur Bescherung ist ja noch eine Weile hin.

Durchaus sind diese vorweihnachtlichen Tage zum Staunen, ist einem Erlenbacher doch bei der adventlichen Dekoration vor der Haustüre offenbar die Quadratur des jahreszeitlichen Kreises gelungen: Da fährt der Weihnachtsmann im Schlitten dahin, gezogen von goldenen Osterhasen, den Wagen beladen mit vielen bunten Ostereiern. Irgendwann musste das so kommen, denkt sich der Fritz. Hat die aufmerksame Beobachtung des Discounter-Angebots in den vergangenen Jahren doch längst angedeutet, dass der Osterhase den Santa Claus mal rechts überholt. Der Fritz schaut heute gleich mal bei Aldi, Lidl und Co. nach, ob die Hasen bereits in den Regalen stehen.

Schließen will der Fritz diesmal mit einer Erinnerung an einen Kollegen, der sich selbst gern als "Schreiber dieser Zeilen" bezeichnete. Sein Beitrag in einer Broschüre des SPD-Ortsvereins, den "Marktheidenfelder Streiflichtern" von 1987, zeigt, dass schon vor über 30 Jahren ein gewisser Leerstand in der Stadt festzustellen war. Unter dem Titel "Markt und Straßen steh'n verlasssen" wird da ein Stadtbummel geschildert.  "Denn obgleich rund um den Marktplatz zwölf Geschäfte angesiedelt sind und somit alle Voraussetzungen für ein quirliges Treiben gegeben ist, konnte man nur erahnen, dass hier einmal das wirtschaftliche Zentrum unseres Städtchens war." Nun aber herrsche traurige Leere, so das Fazit.

Gut, dass es an diesem Wochenende anders ist und somit wieder der Bogen zum Appell am Textanfang geschafft: Auf, auf in die Stadt! Lasst es quirlen und leben, aber übertreibt es nicht beim Glühwein. Der hat so seine Tücken, weiß Euer Fischers Fritz

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