Marktheidenfeld

Glosse: Fischers Fritz: SKANDAL IN MARKTHEIDENFELD !!!1!11!!

Im Wahlkampf kochen überall die Emotionen hoch. Nur in Marktheidenfeld ist es ruhig. Es wird Zeit, das zu ändern und ein paar Skandale aufzudecken.
Am Adenauerplatz hängt ein Plakat der Freien Wähler, nicht der CSU.
Am Adenauerplatz hängt ein Plakat der Freien Wähler, nicht der CSU. Foto: Martin Hogger

Es gibt so leidige Wintertage, da atme ich noch einmal tief durch, bevor ich über meine Türschwelle und in die kalte und kahle Welt hinaustrete. Es sind diese leidigen Wintermorgen, an denen man das Bevorstehende im Kopf durchgeht und einem dabei nur Aufreger einfallen, Skandale und man das "Habt ihr das schon gehört"-Geflüster schon erahnt. Das tiefe Durchatmen hilft dem Fritz bei der inneren Ruhe, damit er sich nicht aufregen muss.

Der Wahlkampf ist normalerweise voll von solchen leidigen Wintertagen. Jeder ist auf 180, die Emotionen (politischer Natur) kochen hoch. Die Anlässe dafür sind manchmal berechtigt, wie gerade in Thüringen. Meistens sind sie es aber nicht. Bestes Beispiel ist der ganze "Wahlplakat-Ärger" in Karlstadt und in Lohr. Da kleben die Gesichter von Menschen, die sowieso im Ort jeder kennt, mal ein paar Tage früher oder wo anders, als es irgendwann einmal gewesen ist, und jeder verliert den Verstand. 

Nur: Der Fritz ist seit Wochen gut gelaunt. Jeden Morgen gebe ich der Liebe meines Lebens einen Kuss auf die Stirn (sie schläft gerne länger) und trete mit einem Lächeln über die Türschwelle, raus auf den Marktplatz. Die Welt ist in Hädefeld nicht wärmer und die Bäume nicht grüner. Warum ist der Fritz dann so ruhig und gut gelaunt?

Wahlkampf in Hädefeld ist wie "Snake" zu spielen

Der Fritz glaubt, dass sich die Ruhe im Hädefelder Wahlkampf auf ihn übertragen hat. Was der Seidel, der Stamm und die Fraktionen da führen, ist alles andere als ein Kampf. Es lässt sich am besten mit dem Computer- und Handyspielklassiker "Snake" vergleichen. Wie die pixelige Schlange im Spiel versuchen alle einen Wähler nach dem anderen zu gewinnen. Dabei tun sie alles, um möglichst nicht bei der Konkurrenz oder den Wählern anzuecken, als wäre das – wie im Spiel – das sofortige "Game Over".

Wenn der zukünftige Stadtrat so regiert, wie er Wahlkampf führt, dann läuft Hädefeld vor lauter Ruhe sogar Gefahr, in einen Dornröschenschlaf zu fallen. Ein Aufreger hier und da, der das Blut ein bisschen in Wallung bringt, ist vielleicht gar nicht so übel. Zeitungen verkaufen, und damit den Lebensunterhalt vom Fritz finanzieren, tut ein Aufreger ja auch. Man muss also was kreiren, was es gar nicht gibt. Aber wie? 

Der Fritz hätte da zwei Themen. 

Erstens: Die Freien Wähler haben ein Wahlplakat an einer Straßenlaterne am Adenauerplatz aufgehängt. AM ADENAUERPLATZ. DIREKT UNTER DEM STRAßENSCHILD. Das kann doch nur eine brutale Kampfansage gegen die CSU und deren (Halb-)Alt-Kanzler sein.

Zweitens: Die Grünen haben ein Wahlplakat an der B8-Kreuzung aufgestellt. Auf der grünen Wiese. Ist denen denn gar nichts mehr heilig? Und dann steht das Banner noch direkt neben der Straße, obwohl sie doch GEGEN DIE B26N sind und FÜR DIE BAHN. Pah, Heuchler!

Nach den zwei Aufregern ist mein Blutdruck jetzt erstmal oben. Aber war es die ganze Aufregung wert? Eher nicht, glaubt der Fritz. Da ist es doch viel schöner, gelassen durch den Tag zu gehen. Und sollte trotzdem Mal was sein, atmet tief ein und küsst eure Liebe des Lebens auf die Stirn. Das rät euch, Euer Fischers Frtiz

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