Marktheidenfeld

Glosse: Wie man in Hädefeld am wahrscheinlichsten nicht stirbt

Unterfranken ist so sicher wie nie. Trotzdem fühlen sich die Menschen immer unsicherer. Der Fritz fordert jetzt einschneidende Maßnahmen.
Fischers Fritz spricht aus und über Marktheidenfeld. Foto: Main-Post

Am Freitag hat sich der Fritz den Amtswechsel vom alten zum neuen Marktheidenfelder Polizeichef angeschaut. Es ging viel um Gefühle bei den Reden: um das Glücksgefühl, einen neuen Berufsweg zu beschreiten, um die Trauer, eine ans Herzen gewachsene Stadt verlassen zu müssen. Viele sprachen auch von der Angst der Bürger. 

Dabei sei diese in den seltensten Fällen begründet, sagten die Polizisten und Politiker. Seit Jahren würde die Zahl der Delikte in Unterfranken nach unten gehen, man sei so sicher wie nie. Die unterfränkische Polizei mache sich inzwischen nur noch wegen zwei Arten von Delikten Sorgen: Internet- und Telefonbetrug sowie Drogenmissbrauch.

Und trotzdem fühlen sich die Bürger immer unsicherer. Mit gut ausgebildeten Ordnungshütern, die durch die Fußgängerzonen marschieren, könnte man dieses "subjektive" Sicherheitsgefühl verbessern, waren sich die Redner einig. Der Fritz findet, dass das eigentlich eine gute Sache ist. Er fragt sich aber auch, wie man denn die "objektive" Sicherheit verbessern könnte? 

Der Fritz rät: Wie man am wahrscheinlichsten nicht stirbt

Konzentrieren wir uns auf das wichtigste: die körperliche Gesundheit. Weil das das Wichtigste ist, hat sich der der Fritz den statistisch wahrscheinlichsten Täter und den wahrscheinlichsten Unglücksort herausgesucht. Der Gedanke dahinter: Wenn man sich davon fernhält, kann einem nichts passieren. Logisch, oder?

Deshalb hat sich der Fritz von seiner Ehefrau getrennt. Denn: Gewalt geht meistens vom eigenen Partner aus. 139 000 Mal allein im Jahr 2017.  Und wenn der Fritz keine Partnerin mehr hat, was soll denn dann noch passieren? Nix, nicht ihm und nicht seiner geliebten Frau.

Das schwierigere für den Fritz war aber zweiteres. 250 000 Bundesbürger verletzen sich jedes Jahr im eigenen Badezimmer. Jeder Main-Spessarter würde sich also statistisch zwei Mal im Jahr so im eigenen Bad wehtun, dass er ins Krankenhaus muss. Die armen Ärzte in der Lohrer Notaufnahme. Das eigene Bad aufzugeben, geht aber nicht so einfach. Deshalb musste der Fritz erfinderisch werden: Wenn die Blase ruft oder er duschen will, geht er einfach zur Nachbarin. Die kann solange auf ihn aufpassen. Ist ja auch kein Problem mehr, jetzt, wo er sich von seiner Frau getrennt hat. Das dass klappt, garantiert euch Euer Fischers Fritz.

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