Gössenheim

Gössenheimer müssen nicht um Brennholz fürchten

"Es wächst auch im Gössenheimer Gemeindewald mehr Holz nach, als eingeschlagen wird". Dies betonte Christoph Kirchner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Karlstadt bei der Vorstellung des Forstbetriebsplans für das Jahr 2020. Nach einem "fetten Jahr" beim Holzeinschlag in diesem, wird im kommenden Jahr wieder weniger Holz eingeschlagen.

Mit einem Plus von 28 638 Euro für die Gemeinde schließt nach Kirchners Worten der diesjährige Einschlag ab. Ausgaben für den Gemeindewald in Höhe von 20 225 Euro stehen 47 738 Euro als Einnahmen gegenüber. Insgesamt wurden 880 Festmeter eingeschlagen. "Geplant ist ein Einschlag von durchschnittlich 600 Festmetern", so der Forstmann. Allerdings ist es wegen dem Arbeitsaufwand bei Gemeindewäldern von dem der Größe Gössenheims sinnvoll, in einem Jahr mehr und im darauffolgenden weniger einzuschlagen. "Die Brennholzwünsche können auf jeden Fall erfüllt werden", beruhigte er die Einwohner, die um ihr Brennholz fürchten.

Im Forstbetriebsplan 2020 ist ein Einschlag von 227 Festmetern vorgesehen. Dadurch könnten rund 4000 Euro in die Gemeindekasse gespült werden. Abzüglich der vorausschaubaren Kosten von 1700 Euro blieben immer noch 3425 Euro Gewinn für die Kommune. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat den neuen Forstbetriebsplan.

Bläserklasse für die Grundschule

Die Kinder der Grundschule in Gössenheim sollen musikalischer werden. Alfons Schlereth will dort im kommenden Jahr mit großer Unterstützung der Schulleitung eine Bläserklasse installieren. 23 Kinder haben an einem entsprechenden Informationsabend im Proberaum des Musikvereins Gössenheim teilgenommen und haben Interesse gezeigt. Ihnen wurde geraten, parallel zum musikalischen Schulunterricht auch Unterricht in der Musikschule Gemünden oder Karlstadt zu nehmen.

Doch dafür müssen die Eltern der Kinder relativ tief in die Tasche greifen, denn neben den monatlichen Kursgebühren fällt für sie noch der Auswärtigenzuschlag in Höhe von 20 Prozent an. "Stellvertretend für die Eltern", hatte Benedikt Zötzl, Vorsitzender des Musikvereins, den Antrag an die Gemeinde gestellt, diesen Zuschlag aus der Gemeindekasse zu übernehmen.

Auswärtigenzuschlag wird übernommen

"Erschrocken", war nach seinen Worten Bürgermeister Klaus Schäfer, als er den Antrag vorgelegt bekam hinsichtlich der Summe. Bei 23 Schülern, die die Musikschule in Gemünden besuchen würden, wären dies für die Gemeinde 5299,20 Euro. In Karlstadt fielen immerhin noch 4747,20 Euro an, da sich hier die Unterrichtsgebühren monatlich nur auf 86 Euro belaufen, die für Gemünden jedoch 96 Euro betragen.

In einer langen Diskussion stellte sich jedoch heraus, dass nicht alle 23 interessierten Kinder aus der Gemeinde Gössenheim kommen. Der größte Teil wohnt in der Nachbargemeinde Karsbach und die übernimmt schon seit einigen Jahren für ihre Musikschulkinder den fälligen Auswärtigenzuschlag. Aktuell, so stellte sich heraus, würde es lediglich fünf bis sechs Kinder aus Gössenheim oder Sachsenheim betreffen. So beschloss der Gemeinderat bei einer Gegenstimme, die Kosten für den Auswärtigenzuschlag zu übernehmen.

Schlagworte

  • Gössenheim
  • Herbert Hausmann
  • Brennholz
  • Grundschulen
  • Holz
  • Klaus Schäfer
  • Musik
  • Musikschulen
  • Musikvereine
  • Schulleitungen
  • Schulunterricht
  • Schülerinnen und Schüler
  • Stadträte und Gemeinderäte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!