Gräfendorf

Gräfendorf: Poetischer Wanderweg an der Seemühle

Einen "Poetischen Waldwanderweg" hat Stephan Schulze an der Seemühle und dem Waizenbachtal eingerichtet. Entlang der Strecke können sich Wanderer inspirieren lassen.
Stephan Schulze hat den Poetischen Wanderweg angelegt: Die erste Tafel steht gegenüber des Baumhaushotels Seemühle.
Stephan Schulze hat den Poetischen Wanderweg angelegt: Die erste Tafel steht gegenüber des Baumhaushotels Seemühle. Foto: Baumhaushotel

Für seine Gäste und auch der Öffentlichkeit zugänglich hat Stephan Schulze vom Baumhaushotel einen besonderen Waldweg vorbereitet, der direkt gegenüber der Seemühle beginnt. Der Rundweg wurde im April 2020 erstellt und umfasst 16 Stationen, an denen die Wanderer ausgewählte Gedichte an Holztafeln vorfinden. Alle Gedichte haben einen Bezug zum Wald, sie gehen aber darüber hinaus auf die unterschiedlichen Stimmungen der menschlichen Seele ein.

Zur Zeit der Romantik wurde der Wald recht häufig mit Gedichten gerühmt, aber durch alle Epochen bis heute zieht er als Metapher durch die Literatur und regt zur Besinnung an. Wo kann man besser die Gedanken schweifen lassen als bei einem Spaziergang unterm grünen Dach? Und wo kann man sich besser von poetischen Gedanken anwehen lassen als beim Gehen im Wald? In den Gedichten zeigt sich der Kosmos menschlicher Erfahrung aus zwei Jahrhunderten als überraschend aktuell.

Idee von der Insel Wangerooge mitgebracht

Die Auswahl der Gedichte umfasst die Berühmtheiten der Literatur ebenso wie unbekannte Stimmen: Rainer Maria Rilke, Max Dauthendey, Hugo von Hofmannstahl, Josef von Eichendorff, Conrad Ferdinand Meyer, Friedrich Schlegel, Heinrich Heine, Rose Ausländer, Erich Kästner, Ricarda Huch, Selma Meerbaum-Eisinger, Herrmann Hesse, Kurt Tucholsky, Johann Wolfgang von Goethe und Ingeborg Bachmann. "Die poetischen Worte, verbunden mit dem Spaziergang im Wald, haben eine heilsame Wirkung auf die Seele", beschreibt der Besitzer des Baumhaushotels die Wirkung auf Körper, Geist und Seele.

Die geschnitzten Waldgeister haben die Wanderer im Blick.
Die geschnitzten Waldgeister haben die Wanderer im Blick. Foto: Baumhaushotel

Die Idee hat der Hotelier von einem Aufenthalt auf der Insel Wangerooge mitgebracht und für das im Trend liegende "Waldbaden" in den Wälder von Spessart und Rhön angepasst. Die Tafeln hat er selbst entworfen, gestaltet und mit Plexiglasscheiben überziehen lassen.

Hier führt der Wanderweg entlang

Der poetische Waldweg beginnt und endet an der Seemühle und führt zunächst in Richtung Trettstein-Wasserfall. Am Heiligen Brunnen, hinter der kleinen Holzbrücke, biegt er in östliche Richtung ab. Weiter führt er rechts um die Quelle herum und folgt dem Waldpfad mit dem Fuchs-Symbol. An der Weggabelung biegt der Pfad in westliche Richtung scharf links auf den Forstweg ab, der sanft ansteigend nach rund 500 Metern erneut an einen Abzweig führt. Hier biegt man abermals links ab in den Waldweg in südliche Richtung talwärts zum Trettstein-Wasserfall. Oberhalb des Wasserfalls folgt der Pfad dem Weg mit den geschnitzten Baumgeistern abwärts, den Bach zur rechten Hand, zurück zum Heiligen Brunnen. Von dort führt der Poetische Wanderweg den bekannten Weg zurück zur Seemühle.

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