Karlstadt

Gratulationscour für die älteste Karlstadterin

Gabriele Müller ist fit wie eh und je und seit Freitag 103 Jahre alt. Geschenke gab's unter anderem von Bürgermeister Paul Kruck und Ministerpräsident Markus Söder.
Am Freitag gratulierte Bürgermeister Paul Kruck der ältesten Bürgerin Karlstadts, Gabriele Müller, zum 103. Geburtstag.
Am Freitag gratulierte Bürgermeister Paul Kruck der ältesten Bürgerin Karlstadts, Gabriele Müller, zum 103. Geburtstag. Foto: Michael Fillies

In bemerkenswerter Frische und guter körperlicher Verfassung hat am Freitag Gabriele Müller – die älteste Karlstadterin– den 103. Geburtstag gefeiert. Seit drei Jahren wohnt die weit gereiste Ur-Karlstadterin im Herold-Altersheim; den Geburtstag aber beging sie bei ihrem nebenan wohnenden Neffen Michael Hesse.

Dort, im gepflegten und parkähnlich angelegten Garten, schien es fast, als hielte die Jubilarin Hof. Den ganzen Tag über statteten Gratulanten wie zu jedem Geburtstag Besuche ab: Bekannte, Nachbarn, Vereinskameraden (Siedler, Turnerinnen und andere), Verwandte aus Karlstadt und aus Kanada. Außerdem, wie ebenfalls jedes Jahr, Bürgermeister Paul Kruck. Er gratulierte doppelt, namens der Stadt und im Auftrag des Bayerischen Ministerpräsidenten.       

Karlstadter Urkunde für Gabriele Müller.
Karlstadter Urkunde für Gabriele Müller. Foto: Michael Fillies

Tischwäsche und Torte

Markus Söder hatte feine Tischwäsche geschickt, im vergangenen Jahr war es ein Seidenschal gewesen. Den trägt Gabriele Müller fast täglich und man hätte den Ministerpräsidenten fast gebeten, ihr einen weiteren zu verehren. Bürgermeister Kruck selbst hatte eine Urkunde und eine prächtige Torte dabei - essbar, wie er betonte.

Die Jubiläumstorte.
Die Jubiläumstorte. Foto: Michael Fillies

Die älteste Karlstadterin ist als Gabriele Haas in der Gemündener Straße geboren. Sie wuchs mit drei älteren Stiefbrüdern und zwei Schwestern auf, die allesamt ein hohes Alter erreichten. Die drei Schwestern besuchten zusammen ein Internat in der Schweiz, anschließend kam Gabriele Haas auf die Handelsschule in Würzburg. Der Beruf führte die junge Frau nach Zwickau, Schweinfurt, zurück nach Karlstadt (Eisenwerk Düker), dann München und sogar Frankreich und Bulgarien.

In Kanada und Afrika

1953 zog Gabriele Haas nach Kanada, arbeitete zunächst für eine Versicherungsgesellschaft in Montreal und später für die staatliche Kulturorganisation "National Filmboard of Canada", für die sie 15 Jahre tätig war. In Kanada lernte sie den deutschstämmigen Bauingenieur Otto Müller kennen. Die beiden heirateten und zogen für zwei Jahre nach Afrika, wo Otto Müller beruflich zu tun hatte. Die nächste Station war München, wo Gabriele Müller für den australischen Bundesstaat Victoria arbeitete.

Als Otto Müller 1982 starb, zog Gabriele Müller in die Heimat zu ihrer Schwester Irma Hesse ins Elternhaus in Karlstadt. Die Schwester starb 2014 im Alter von 101 Jahren. Mit Unterstützung des Neffen und seiner Frau, Michael und Katja Hesse, versorgte Gabriele Müller sich und den Haushalt allein, bis sie vor drei Jahren ins Herold-Heim umzog.

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