MAIN-SPESSART

Grüne zum Klinikum: Ansehen der Kreispolitik hat gelitten

„Die Kreistagsfraktion der Grünen hat sich immer, im Sinne einer gemeinsamen Zukunft des Zentralklinikums, für den moderaten Umbau des bestehenden Systems eingesetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen, die von einer „vorzeitigen, radikalen Zentralisierung der stationären medizinischen Versorgung ohne Rücksicht auf die Bevölkerung und vor allem auch auf die langjährig tätigen Ärzte“ sprechen.

Die Grünen zeigen Verständnis für den Schritt der chirurgischen Belegärzte in Karlstadt, die aufgeben. Sie betonen aber, „dass nicht wie in der Stellungnahme der Ärzte ausgeführt, alle Fraktionen ,still gehalten haben‘ und im Kreistag Einigkeit im ,Abwracken‘ der kleineren Häuser herrschte“. Und weiter schreibt die Fraktion in ihrer Pressemitteilung: „Die Einhaltung politischer Versprechungen aus dem Jahr 2015 wurde durch Die Grünen stets angemahnt. Erst auf Druck durch die Fraktion wurden zusätzliche Werksausschuss- und Kreistagssitzungen anberaumt.“

Die immer eingeforderte Öffentlichkeitsbeteiligung habe leider sehr spät, vielleicht absichtlich zu spät stattgefunden. Die Kompetenzverteilung zwischen dem Aufsichtsgremium Werksausschuss beziehungsweise Kreistag und Klinikreferent wurde von der grünen Fraktion schon im Oktober 2016 kritisiert.

„Immer wieder forderten gerade die Grünen geschlossen, die Kooperation mit den aktuell tätigen Ärzten und die Mitnahme der Bevölkerung aus Karlstadt, respektive Marktheidenfeld. Das Ansehen der Kreispolitik hat durch das kompromisslose, ja fast rücksichtslose Vorgehen sehr gelitten“, beklagt die Fraktion. Ein ,Wir in Main-Spessart-Gefühl‘ könne genauso wenig herbeigeredet werden wie eine ,exzellente Medizin‘.

Die Kreistagsfraktion der Grünen habe in allen Abstimmungen, einstimmig ihre Forderung und den Willen zu einem kooperativen Übergang in ein gemeinsames Klinikum während der nächsten Jahre bis zur Fertigstellung des Neubaus kundgetan. An der Entwicklung der Nachnutzungskonzepte, würden dank der grünen Hartnäckigkeit, die Bürgerinitiativen und die betroffenen Kommunen beteiligt. Fraktionsvorsitzender Gerhard Kraft (Laudenbach): „Wir werden ein waches Auge auf die Entwicklung haben und konstruktiv, aber auch kritisch den Prozess begleiten. Auf keinen Fall darf noch mehr Porzellan zerschlagen werden. Wäre der Prozess seit Dezember 2015 vertrauensvoller, aufrichtiger, vor allem besser durchgeführt worden, ich bin mir sicher, wir hätten heute ein ganz anderes Ergebnis.“

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