Karlstadt

Grüner Bürgermeisterkandidat bestimmt seine Ziele

Dritte Bürgermeisterin Anja Baier (links) und Kreisvorsitzender Gerhard Kraft (rechts) unterstützen ebenso wie die anderen Mitglieder des Ortsverbands die Kandidatur Armin Becks für das Karlstadter Bürgermeisteramt. Foto: Christian Baier

Bei der jüngsten Versammlung des Grünen-Ortsverbands Karlstadt sagte Armin Beck, er habe „die grünen Gene, um die anstehenden Aufgaben anzugehen und Karlstadt fit für die Zukunft zu machen“. Das teilen die Grünen in einer Presseerklärung mit. Karlstadt solle ökologischer werden, denn nur wenn es „Mensch und Natur gut geht, können wir die hohe Lebensqualität in Karlstadt und seinen Ortsteilen erhalten, verbessern und auf Dauer bewahren“ betonte Beck, der seit seinem 15. Lebensjahr Mitglied im Bund Naturschutz und seit seinem 18. Lebensjahr Mitglied der Grünen ist.

Die Karlstadter Grünen konnte der 51-jährige Rechtsanwalt Beck überzeugen. Er erhielt den einstimmigen Auftrag, sich für das Amt des Bürgermeisters zu bewerben.

Verkehrskonzept für Karlstadt

Als stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg (B26n) erteilte Beck den Planungen zur B26n eine klare Absage. „Dieser Straßenneubau bringt deutlich mehr Probleme nach Karlstadt und seine Ortsteile, als er löst.“

Ein Verkehrskonzept für Karlstadt und seine Ortsteile sieht Beck als dringlich an. „Es darf nicht nur vom Auto her gedacht werden. Fußgänger und Radfahrer müssen gleichberechtigt mit dem Autoverkehr beachtet werden. Busse und Bahnen sollten das Rückgrat eines zukunftsfähigen Verkehrskonzeptes bilden“.

Bezahlbarer Wohnraum

Handlungsbedarf sieht er bei der Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Die Stadt habe mit ihren Mietwohnungen und der Planung eines weiteren Wohnblocks im Stationsweg eine gute Grundlage. Den weiteren städtischen Wohnungsbau sieht Beck als einen der wenigen Bereiche, der mit Krediten finanziert werden kann. Bei den derzeit niedrigen Zinsen sei eine Kreditaufnahme für den Wohnungsbau als „intelligente Schulden“ vertretbar.

Bei der Ausweisung von Bauland müsse neben dem Einfamilienhausbau verstärkt günstigeres und flächensparendes Wohnen in Reihen- und Mehrfamilienhäusern gefördert werden. Auch die Initiative „Mehrgenerationenwohnen“ möchte Beck als Bürgermeister tatkräftiger unterstützen.

Umwelt-, Natur- und Artenschutz

Arten- und Naturschutz dürften nicht als Hemmschuh für die Entwicklung Karlstadts gesehen werden. Beck will langfristig einen Biotopverbund herstellen. In der intensiv genutzten Agrarlandschaft sei dies für Artenvielfalt dringend erforderlich. Die Innenentwicklung der Stadt und der Dörfer durch Verdichtung der Bebauung sei auch aus Naturschutzgründen erforderlich.

Beck möchte die Wirtschaftsförderung klarer strukturieren. Der Kontakt zu den Unternehmen sei  Chefsache. Er will für die Unternehmen im Rathaus einen „Wirtschaftsscout“ installieren als Ansprechperson durch die Verwaltung. Wirtschaft sei mindestens 50 Prozent Psychologie, zitierte er den Vater des Wirtschaftswunders, Ludwig Erhard. In der B 26n-Diskussion seien Karlstadt und seine Ortsteile unnötig schlecht geredet worden.

Energiewende voranbringen

Als Kernkompetenz betonte er die ökologische Energiewende. Vergleichbare Städte wie Haßfurt seien hier schon weiter. Dort wurde 2017 schon rechnerisch das Doppelte des Stromverbrauchs durch regenerative Energie gedeckt.

Beck versprach ein hohes Maß an offener Zusammenarbeit und besonders eine wichtigere Rolle der Stadträte und Ortssprecher und mehr Bürgerversammlungen. „Lasst uns gemeinsam für Lebensqualität und unsere Heimat Karlstadt arbeiten. Die Zeit ist reif für einen Grünen-Bürgermeister."

Seit 2003 in Karlstadt

Beck ist evangelisch, verheiratet und Vater von drei Kindern im Alter von 19, 16 und 14 Jahren. Er lebt seit 2003 in Karlstadt. Aufgewachsen im Landkreis Schweinfurt, studierte er Rechtswissenschaften und arbeitet seit 1997 als selbständiger Rechtsanwalt gemeinsam mit drei weiteren Anwälten in Kooperation mit einem Steuerberater.  Sein Arbeitsschwerpunkt ist Familien- und Wirtschaftsrecht. Seit 2014 ist er Stadtrat und Fraktionssprecher der Grünen.

Rückblick

  1. MSP: Systec-Geschäftsführer verlangt Lösungen von Landratskandidaten
  2. Kandidaten für 2020: Verjüngungskur bei der CSU Marktheidenfeld
  3. Bischbrunn: Was Bürgermeisterin Engelhardt in Zukunft vorhat
  4. IB will Bürgermeister stellen und Kehrtwende für Burgsinn
  5. Listenvereinigung CSU/FBL Himmelstadt nominiert Kandidaten
  6. Johannes Wagenpfahl will Gräfendorfs Bürgermeister werden
  7. Burgsinn: Bürgermeisterkandidat Herold will seiner Linie treu bleiben
  8. Auch Roden steht klar zum Kandidaten Albert aus Ansbach
  9. Kreuzwertheim: Was Klaus Thoma alles schaffen will
  10. B26n: BN-Kreisvorsitzender kritisiert Bürgermeisterkandidat Kaufmann
  11. Diskussion der MSP-Landratskandidaten: Was im Klinikum Lohr besser laufen muss
  12. CSU-Kandidat: So will Thomas Stamm Marktheidenfeld gestalten
  13. Bei Treffen mit FfF-Aktivisten: MSP-Landratskandidaten stritten über B26n
  14. Wolfgang Heß (Freie Wähler) will Bürgermeister in Thüngen werden
  15. Die CSU unterstützt Michael Hombach in Karlstadt
  16. Parteinotiz: Christlich Freie Wähler nominieren Kandidaten
  17. Benedikt Kaufmann setzt in Karlstadt auf Gemeinschaft
  18. Landratskandidatin Pamela Nembach stellt ihr Programm vor
  19. Emotional und informativ: So lief die Bus-Tour mit den Main-Spessarter Landratskandidaten
  20. Achim Müller will Bürgermeister bleiben
  21. Neue Liste UGM will in Main-Spessart Themen setzen
  22. Roden: Volle Unterstützung für Bürgermeisterkandidat Albert
  23. Grüne mit Frauenpower, aber ohne Bürgermeisterkandidatin
  24. Christoph Müller will Triefensteins Bürgermeister werden
  25. Finanzexperte Michael Kessel will Lohrer Bürgermeister werden
  26. Wegen einer Zeitungsanzeige: Bürgerverein Lohr entschuldigt sich
  27. Per Anzeige gefunden: Michael Kessel, Lohrs dritter Bürgermeister-Kandidat
  28. Der neue Landratsschoppen ist ein Retzstadter
  29. Bürgerverein hat einen Kandidaten
  30. Johannes Albert will Bürgermeister in Roden werden
  31. Zwei Bürgermeisterkandidaten, aber nur eine Gemeinderatsliste
  32. Zweiter Bürgermeister Uwe Menth kandidiert nicht mehr
  33. Bürgermeisterwahl: Freie Wähler setzen auf Achim Höfling
  34. Georg Neubauer wieder nominiert
  35. Christoph Vogel ist jetzt offiziell Landratskandidat in Main-Spessart
  36. Paul kritisiert Ton im Wahlkampf
  37. Karlstadter Grüne nominieren Armin Beck als Bürgermeisterkandidat
  38. Kaufmann zur B26n: Beste Lösung für Karlstadt finden
  39. Wie lautet Ihre Frage an die Landratskandidaten?
  40. Einheitsliste für Rechtenbach geplant
  41. Karlstadter Grüne nominieren Bürgermeisterkandidaten
  42. Oldtimerbustour mit den Landratskandidaten durch Main-Spessart
  43. Rechtenbachs Ex-Bürgermeister bald Lohrer Stadtrat?
  44. CSU will "Main-Spessart neu denken" und setzt auf Vielfalt
  45. Kerstin Deckenbrock will Bürgermeisterin in Triefenstein werden
  46. Zellingen: CSU will mit Wohlfart das Bürgermeisteramt holen
  47. Sebastian Heidenfelder will Bürgermeister von Thüngen werden
  48. Kommentar zur UGM: Lobbyarbeit für wichtige Themen
  49. UGM: Neue Liste für die Kreistagswahl in Main-Spessart
  50. Armin Hartmann will Bürgermeister werden

Schlagworte

  • Karlstadt
  • Alternative Energien
  • Artenschutz
  • Bundesstraße 26n
  • Bürger
  • Evangelische Kirche
  • Kinder und Jugendliche
  • Kommunalwahl 2020 im Landkreis Main-Spessart
  • Ludwig Erhard
  • Naturschutz
  • Omnibusse
  • Ortsteil
  • Städte
  • Wohnbereiche
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!