MARKTHEIDENFELD

Günstiger Wohnraum immer noch begehrt

Das Heimstättenwerk konnte in diesem Jahr die energetische Sanierung seines Anwesens Gradl-Straße 11/13 abschließen.
Das Heimstättenwerk konnte in diesem Jahr die energetische Sanierung seines Anwesens Gradl-Straße 11/13 abschließen. Foto: Martin Harth

Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Heimstättenwerk Marktheidenfeld befindet sich in ruhigem Fahrwasser und will auch künftig ihren Wohnungsbestand modernisieren. Dies wurde bei der Mitgliederversammlung im Hotel „Zur Schönen Aussicht“ deutlich, zu der der Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Leonhard Scherg, begrüßte. Marktheidenfelds Altbürgermeister berichtete über die Prüfung des Geschäftsjahrs 2015 durch den Verband der Bayerischen Wohnungswirtschaft.

Da dieses Verfahren keine Einwände ergab und die Prüfer dem Heimstättenwerk eine ordnungsgemäße Geschäftsführung sowie eine knapp zufriedenstellende Ertragslage bei niedrigem Niveau der Mieten attestierten, wurde der Prüfbericht von den gut 20 anwesenden Mitgliedern einstimmig genehmigt.

Vorstandsvorsitzender Erwin Müller berichtete von 22 Wohnungswechseln im Jahr 2017 (Vorjahr: 28). Der Nachfrage nach günstigem Wohnraum sei ungebrochen.

Dabei falle die Neuvermietung an den Standorten in Hafenlohr und Lengfurt deutlich schwieriger als in Marktheidenfeld oder Kreuzwertheim aus, da die Mieter lieber in den Zentren leben wollten. Nach gewerblichen Einheiten sei weiterhin kaum Nachfrage.

Die energetische Sanierung der beiden Wohnhäuser an der Gradlstraße 11/13 sei abgeschlossen. Man habe dabei zusätzliche Parkplätze gewonnen. Die Anlage sei in seinen Augen gut gelungen. Außerdem habe das Heimstättenwerk aus Eigenmitteln Grundstücke erworben, die bislang im Erbbaurecht genutzt worden waren. Der Genossenschaft seien auch künftig kompetente Mitarbeiter und ein attraktives Wohnumfeld für ihre Mieter wichtig. Dazu seien moderate Mietanpassungen unabdingbar.

Geschäftsführer Bernd Koch erläuterte die Jahresbilanz 2016. Nachdem der Aufsichtsratsvorsitzende Scherg der Geschäftsführung, den Mitarbeitern und dem Vorstand für eine erfreulich gute Zusammenarbeit gedankt hatte, genehmigten die Mitglieder den Jahresabschluss und den Geschäftsbericht für das Jahr 2016 einstimmig. Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Der Jahresgewinn wurde auf ebenso einstimmigen Beschluss den Ergebnisrücklagen zugeführt, um die Wohnungsmodernisierung weiter voranzutreiben.

Auf einstimmigen Beschluss der Versammlung wurde der Aufsichtstrat mit Stefanie Schwab, Bankbetriebswirtin bei der Raiffeisenbank Main Spessart aus Bischbrunn, ergänzt.

Die Mitgliederversammlung endete mit einer Aussprache zu aktuellen Fragen der anwesenden Mieter und Mitglieder.

Heimstättenwerk in Zahlen:

Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Heimstättenwerk Marktheidenfeld e. G. hat 487 Mitglieder mit 6 050 Anteilen je 55 Euro. Sie verfügt über 301 Mietwohnungen in 48 Häusern in Marktheidenfeld, Kreuzwertheim, Lengfurt und Hafenlohr. Hinzu kommen sechs gewerbliche Einheiten, 36 Garagen und 199 PKW-Stellplätze. Die Genossenschaft verwaltet drei Wohneigentümergemeinschaften, wird aber zwei Objekte zum Jahresende abgeben.

Die Bilanzsumme zum Ende des Jahres 2016 betrug 6 945 598 Euro (Vorjahr 6 383 418 Euro). Die Eigenkapitalquote lag im Schnitt der Branche bei 49,99 Prozent. Ein Gewinn in Höhe von 37 312 Euro (Vorjahr: 38 662 Euro) konnte erwirtschaftet werden.

Im Jahr 2016 erwarb die Genossenschaft Grundstücke im Wert von 195 000 Euro, ließ Wohnungen mit einem Kostenaufwand von 291 406 Euro instandsetzen und investierte 558 632 Euro in die Sanierung der beiden Wohnhäuser Gradlstraße 11/13.

Im laufenden Jahr sollen der Kauf von Grundstücken mit 420 000 Euro, die Instandhaltung von Wohnungen mit 200 000 Euro, die Restarbeiten in der Gradlstraße mit 90 000 Euro und die Planung der Sanierung der Wohnhäuser Schlesienstraße 1 /1a mit 50 000 Euro zu Buche schlagen.

Für das Jahr 2018 sind Instandhaltungskosten von 200 000 Euro vorgesehen. Mit einem Kostenaufwand von 550 000 Euro sollen in der Schlesienstraße (1/1a) bei einer grundlegenden Sanierung und energetischen Ertüchtigung vier neue Wohnungen im Dachgeschoss ausgebaut werden. maha

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