Hafenlohr

Hafenlohr: Darum will Katja Wagner-König Bürgermeisterin werden

Die Freie Wählergemeinschaft Hafenlohr-Windheim hat sich für die Kommunalwahl im kommenden Jahr aufgestellt. Was die Partei und deren Bürgermeisterkandidatin erreichen wollen.
Alle Finger auf Katja Wagner-König: Bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler Hafenlohr-Windheim haben die Anwesenden ihre Bürgermeisterkandidatin nominiert. Foto: Nicolas Bettinger

Eine Überraschung ist es nicht mehr: Hafenlohrs amtierender Bürgermeister Thorsten Schwab bekommt Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Vor gut drei Monaten trat die damalige Parteikollegin Katja Wagner-König aus der CSU aus, um selbst als parteilose Kandidatin für das Bürgermeisteramt bei der Kommunalwahl 2020 anzutreten. Unterstützt wird sie dabei von der Freien Wählergemeinschaft Hafenlohr-Windheim. Nun hat sie sich offiziell nominieren lassen. 26 Hafenlohrer kamen am Montagabend "zum Weißen Roß" in die Hauptstraße, um die Aufstellungsversammlung der Bürgermeisterkandidatin und der Gemeinderatskandidaten für die Kommunalwahlen im März 2020 zu verfolgen.

Wagner-König bewirbt sich für den Posten des Gemeindeoberhaupts und will damit den Konkurrenten Thorsten Schwab, der seit 2008 Bürgermeister ist, beerben. "Wir müssen die Menschen wieder mehr in das Gemeindeleben integrieren", sagte Wagner-König in einer kurzen aber kämpferischen Rede. Die Bürgerbeteiligung sei in letzter Zeit auf der Strecke geblieben. Bei der Versammlung der Freien Wähler nominierten die Anwesenden die 52-Jährige mit 24 von 26 Stimmen zu ihrer Bürgermeisterkandidatin. "Wenn ich etwas mache, dann mache ich es mit mehr als 100 Prozent", betonte Wagner-König und bekam dafür wohlwollenden Beifall.

24 Freie Wähler-Kandidaten für den Gemeinderat

Auch eine Spitze in Richtung Konkurrenz konnte sich die gebürtige Hafenlohrerin und Mutter von zwei Kindern nicht verkneifen. "Es ist einiges auf der Strecke geblieben, wir brauchen keine One-Man-Show mehr in unserer Gemeinde, sondern Gemeinsamkeit", sagte Wagner-König. Aus der CSU sei sie ausgetreten, damit sie unabhängige Entscheidungen treffen könne. Denn: "Auf kommunaler Ebene hat Parteipolitik nichts zu suchen, hier muss es um das Wohl der Gemeinde gehen."

Neben der Bürgermeisterkandidatin ließen sich 24 Hafenlohrer – darunter neun Frauen – auf die Liste der Gemeinderatskandidaten setzen und wurden in einer geheimen Wahl einstimmig bestätigt. Deren Listenplatzierungen hatte der Vorstand im Vorfeld bereits vorgeschlagen und nun ebenfalls von den Wahlberechtigten absegnen lassen. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 haben die 24 Anwärter der Freien Wählergemeinschaft die Möglichkeit, für zwölf Gemeinderatsplätze gewählt zu werden.

"11 Punkte Programm" für einen erfolgreichen Wahlkampf

Nach der Kandidatenwahl stellte Harald Blum, Vorstandsmitglied der Freien Wähler in Hafenlohr, den Fahrplan für die zukünftige Arbeit vor. In erster Linie wolle man eine umfassende Bürgerbeteiligung erreichen. Dabei sollen etwa Bürgersprechstunden, Befragungen und mehr Transparenz in der Gemeinderatsarbeit helfen. Auch die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, der Erhalt der ärztlichen Versorgung oder die Unterstützung ortsansässiger Unternehmen gehörten zu einem "11 Punkte Programm", mit dem die Freien Wähler im Wahlkampf punkten wollen.

Die Listenkandidaten der Freien Wähler Hafenlohr-Windheim
Neben der Kandidatin für das Bürgermeisteramt, Katja Wagner-König, stehen 24 Bürger aus Hafenlohr und Windheim auf der Nominierungsliste der Gemeinderatskandidaten. Die folgende Auflistung entspricht der Reihenfolge der Listenplätze:
Katja Wagner-König, Hans-Jürgen Pawlicki, Dr. Harald Blum, Manuel Fischer, Guntram Leimeister, Dominik Brönner, Dr. Heike Hupp, Johannes Leimeister, Sibylle Bublies, Andreas Schwab, Franz Riedmann, Manuela Hettiger-Liebler, Stefan Schwab, Sebastian Leimeister, Rosalie Ritter, Eva Leimeister, Peter Groll, Silke Wanczura, Goran Pejanovic, Matthias Amend, Christoph Schwab, Antonella Straub, Agnes Hupp, Rainer Obmann. (Die Ersatzkandidaten: Andreas Brönner, Jochen Müller, Ruth Blum und Gabriele Riedmann.)

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