Gemünden

Harrbach und Wernfeld sollen Lärmschutzwand gegen Bahnlärm bekommen

Lärmschutzwand Foto: Sophie Röder

Nach der zum 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Änderung der Förderrichtlinie „Lärmsanierung Schiene“ hat die Deutsche Bahn neue schalltechnische Untersuchungen an den Bahnstrecken vorgenommen – unter anderem in Harrbach, im Abschnitt Gemünden-Wernfeld und im Abschnitt Karlstadt/-Gambach. Das hat der Gemündener SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel auf Nachfrage von der DB erfahren, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Für den Bereich Harrbach liegt das Ergebnis der Untersuchungen bereits vor. Harrbach leidet sehr unter dem Lärm der auf der gegenüberliegenden Mainseite verlaufenden Bahnstrecke, der durch Reflektionen noch verstärkt wird. Die schalltechnische Untersuchung hat nun ergeben, dass für Harrbach eine 2,5 Meter hohe, etwa 330 Meter lange Lärmschutzwand vorzusehen ist. Da die Finanzierung als freiwillige Aufgabe durch den Bund erfolgt, muss die Förderfähigkeit der Maßnahme durch das Eisenbahnbundesamt (EBA) geprüft werden. Erst nach Zustimmung und Abschluss des Planfeststellungsverfahrens sind konkrete Angaben über Höhe und Länge der Lärmschutzwand möglich. „Die schalltechnische Untersuchung ist also nur ein erster Schritt – aber ein immens wichtiger“, meint Bernd Rützel. „Wann die Harrbacher mit der Umsetzung rechnen können, ist derzeit noch offen. Dass sie mit der Umsetzung rechnen dürfen, wird hingegen immer deutlicher.“

Auch die lärmtechnische Untersuchung des Abschnitts Gemünden-Wernfeld wurde kürzlich abgeschlossen. In diesem Abschnitt soll eine drei Meter hohe und etwa 1310 Meter lange Lärmschutzwand entstehen. Auch hier muss die EBA zunächst die Förderfähigkeit prüfen und ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Im Bereich Gambach läuft die lärmtechnische Untersuchung noch, Ergebnisse sollen bis zum Jahresende vorliegen. 

Der Bund hat die Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen 1999 als freiwillige Aufgabe übernommen. Mit den jüngsten Änderungen an der Förderrichtlinie wurde das Gesamtkonzept der Lärmsanierung vollständig neu erstellt. Anlass hierfür waren der Wegfall des Schienenbonus von 5 dB(A) und die Absenkung der Auslösewerte für die Lärmsanierung um 3 dB(A), heißt es in der Mitteilung. Für das Programm stellt der Bund jährlich 150 Millionen Euro zur Verfügung.

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