Birkenfeld

Hartes Jahr für den Birkenfelder Wald

Die Rathaussanierung in Birkenfeld geht voran. Foto: Gerhard Schmitt

Ausführlich berichteten Dr. Wolfgang Netsch und Peter Fitz vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in ihrem Forstplan über die Waldbewirtschaftung im Gemeindewald in einem schwierigen Jahr. Es gab mehrere Stürme und Schneebruch und die extreme Trockenheit und Hitze von April bis Oktober begünstigten zudem den Borkenkäfer.

Diese Ereignisse führten zu einem Überangebot am Holzmarkt, was wiederum den Holzpreis einbrechen ließ. Dies betrifft besonders Fichtenholz. Hier hat sich der Verkaufspreis auf rund 40 bis 45 Euro je Festmeter halbiert. 2018 wurden insgesamt 2658 Festmeter geschlagen. Die Einnahmen aus dem Holzverkauf beliefen sich auf 131 050 Euro. Dem gegenüber standen Ausgaben von 128 079 Euro für Kosten der Waldarbeiter, Unternehmerleistungen, Materialien für Pflanzen und Draht, die Wartung und den Betrieb von Maschinen und Fahrzeugen und die Kosten für die Betriebsleitung und -ausführung der AELF. Für das laufende Jahr ist ein Holzeinschlag von 3095 Festmetern geplant. "Allerdings ist die Planung und Voraussage schwierig, da man nicht weiß, was der Käfer macht", so Netsch. Am 11. Mai findet die Waldfahrt der Gemeinde statt.

Dem Bauantrag zum Anbau an das Wohnhaus und zur Vergrößerung der Garage in der Brückenstraße 12 stimmten die Räte einmütig zu. Ebenso dem Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage am Kirchberg 5.

Bürgermeister Achim Müller berichtete über die gemeindlichen Bauvorhaben:

Am Feuerwehrhaus in Billingshausen laufen die Pflasterarbeiten für die Parkflächen im Hof. Das Material übernimmt die Gemeinde. Die Abgasabsauganlage soll geprüft und eventuell nachgebessert werden. Bisher wurden 367 648 Euro aufgewendet.

Am Rathaus in Birkenfeld wurde die Blitzschutzanlage installiert. Die Außenputz- und Malerarbeiten für 16 908 Euro vergab der Gemeinderat einstimmig an die Firma Gerald Hübner GmbH, Lohr. Erneut diskutierten die Gemeindevertreter ausführlich zwei weitere Vorschläge zur Gestaltung der Rampe und des Treppenhauses am Rathaus. Die Entscheidung wurde vertagt, da zunächst eine Kostenkalkulation vom Architekturbüro BMA, Rothenfels, vorgelegt werden soll. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich bisher auf 299 449 Euro.

Mit dem Bau des Kleinkindspielplatzes im Hof des Pfarrsaals soll in Kürze begonnen und in diesem Zusammenhang der restliche Hof wiederhergestellt werden. Die weitere Vorgehensweise koordiniert der Bauausschuss mit Architekt Georg Redelbach. Bisher wurden 1,87 Millionen Euro aufgewendet.

In den Lagerräumen der Egerbachhalle muss noch die Brandmeldeanlage eingebaut werden. Die Kosten belaufen sich bisher auf 24 954 Euro. Bei einer Begehung in der Egerbachhalle durch das Bauamt wurden geringe Mängel bezüglich des Brandschutzes festgestellt. So wurde die Tür zum Lager der Sitzgarnituren als nicht tauglich eingestuft. Außerdem fehlt ein Notruf im Behinderten-WC. Architektin Corinna Lang wurde beauftragt, die Mängel zu prüfen.

Für die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange für den Bebauungsplan "Am Berg" läuft noch die Frist bis zum 1. April. Kosten bisher: 30 646 Euro.

Der Umbau der Leichenhalle in Birkenfeld soll spätestens Mitte Mai erfolgen und bis zum Winter abgeschlossen sein. Die Gemeinde hat bisher 10 872 Euro aufgewendet.

Die Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen in Billingshausen beginnt Anfang April. Die Räte sind einverstanden, Leerrohre für Glasfaserleitungen mitzuverlegen.

Die Firma Rauch aus Urspringen hat ihr Angebot für die Auswechslung von 150 Wasserzählern in Billingshausen zurückgezogen und den Auftrag abgelehnt. Mit drei Gegenstimmen erhielt die Firma Schreier den Auftrag zur Montage für 26,18 Euro brutto je Stück.

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die Bedarfsplanung der Freiwilligen Feuerwehr Birkenfeld in Höhe von 5670 Euro für Ersatzbeschaffungen, TÜV und Kundendienst für das Löschgruppenfahrzeug sowie Atemschutzuntersuchungen der Atemschutzgeräteträger und außerdem die Bedarfsplanung der Freiwilligen Feuerwehr Billingshausen in Höhe von 6500 Euro für Beschaffungen von Atemschutzmasken, neuen Helmen und Feuerwehrüberjacken und -hosen.

Mit einer Gegenstimme befürworteten die Ortsvertreter den Erlass der Wassergebühren des SV Birkenfeld in Höhe von 5156 Euro. Zum 1. April beginnt Marcel Schlund seine Tätigkeit als Generalist im Bauhof der Gemeinde. Er wird auch als Klärwärter eingearbeitet und im Gemeindewald eingesetzt. Der neue Sieben-Tonnen-Einachsanhänger für den Bauhof wurde geliefert. Kosten: knapp 10 000 Euro.

Der Antrag der Gemeinde an die Finanzkammer des bischöflichen Ordinariats auf Rückerstattung der fassionsmäßigen Leistungen wurde abgelehnt.

Keine Rückmeldung gibt es bisher auf die Anfrage wegen einer höheren Kostenbeteiligung an den Mehrkosten der Kindergartenerweiterung.

Die Verwaltung prüft rechtliche Schritte wegen Baumängeln an der Mauer des Anwesens "Am Düttstein 6".

An der Erdaushub- und Bauschuttdeponie werden in Kürze Planierarbeiten getätigt.

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