Hafenlohr

Haushalt und Mobilfunk waren Themen im Gemeinderat in Hafenlohr

Für die Planungen des Areals rund um das Vereins- und Bürgerhaus 'Anker' wurden 50 000 Euro im Hafenlohrer Haushalt eingeplant.
Für die Planungen des Areals rund um das Vereins- und Bürgerhaus "Anker" wurden 50 000 Euro im Hafenlohrer Haushalt eingeplant. Foto: Susanne Feistle

Schwerpunkt der letzten Gemeinderatssitzung in alter Besetzung im Vereins- und Bürgerhaus von Hafenlohr, wo die aktuell erforderlichen Abstandsregeln eingehalten werden konnten, war die Verabschiedung des Haushaltes 2020.

Dieser wurde erstmals von Simon Pfeufer von der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld vorgestellt. Als er mit seinem Zahlenwerk durch war, bekam er für seine Ausführungen Lob von Gerd Dobesch und Applaus vom gesamten Gemeinderat. Den finanziellen Planungen stimmte das Gremium mit nur einer Gegenstimme zu.

Der Haushalt umfasst rund 6,6 Millionen Euro, wovon 4,2 Millionen auf den Verwaltungshaushalt und 2,4 Millionen auf den Vermögenshaushalt entfallen. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag im vergangenen Jahr bei 1607 Euro. Sollten wie geplant Kredite über 1,2 Millionen Euro aufgenommen werden, würde sie 2020 auf 2129 Euro steigen. 2019 war die Kreditaufnahme mit einer Million Euro deutlich niedriger ausgefallen als die geplanten 1,9 Millionen Euro.

Größter Haushaltsposten ist für die Sporthalle

Bei den Ausgaben der größte Posten ist noch einmal die Sanierung der Dr.-Renkl-Sporthalle mit 1,1 Millionen Euro. Für die Erschließung des Baugebiets "Schleifrain" sind 370 000 Euro eingeplant und für die Erweiterung des Bauhofs 120 000 Euro. Auch die Planungen des Areals um das Vereins-und Bürgerhaus "Anker" sollen vorangehen. Dafür sind 50 000 Euro eingeplant.

Unter den Einnahmen stehen unter anderen die Investitionspauschale mit 110 000 Euro und die Zuführung vom Verwaltungshaushalt mit 390 655 Euro. Für die Sporthalle wird eine Förderung von 500 000 Euro erwartet und für den Allwetterplatz von 70 000 Euro.

Schwab rechnet mit einem Jahr der Planungen

Da man nicht wisse, wie sich die Corona-Krise auf die Gewerbesteuer auswirke, werden wohl viele Kommunen auf die Bremse treten und Begonnenes fertigstellen, Neues aber zurückstellen, erklärte Bürgermeister Thorsten Schwab: "2020 wird wohl ein Jahr der Planungen. Wir haben einen Haushalt ohne Spielchen, den man so gut über die Bühne bringen kann."

Ein weiteres Thema der Sitzung war das weitere Vorgehen bei der Errichtung eines Mobilfunkmastes in Windheim. Schwab hatte in einer Videokonferenz mit dem Betreiber Kontakt aufgenommen. Es wurden einige Flurstücke zur Errichtung des Mastes vorgeschlagen.

Kein Beschluss zum Funkmast in Windheim

Man wolle nicht, dass ein konkretes Grundstück bevorzugt werde, sondern den technisch sinnvollsten Standort. Nach Überprüfung der Flurnummern stellte der Rat allerdings fest, dass die genannten Stücke nicht mehr im Suchkreis der bereits beschlossenen liegen. Um zu verhindern, dass der Mast zu nah am Wohngebiet errichtet wird, wollte das Gremium am alten Suchkreis festhalten. Es wurde daher kein neuer Beschluss gefasst.

Einstimmig beschlossen wurde jedoch, dass sich der Gemeinderat bei der Errichtung des Mastes für die Beauftragungsvariante entscheidet. Dabei geht die Gemeinde wie bei jedem anderen Bauvorhaben vor: Sie sucht einen Planer, der die Leistungsphasen abarbeitet und die Planung nach den Vorgaben vorantreibt, einschließlich Voruntersuchung und Ausschreibung.   

Gemeinde erinnert an Anleinpflicht für Hunde

Da die Anleinpflicht für Hunde nicht von allen Bürgern eingehalten wird, soll hier mit einem Hinweis im Gemeindeblatt wieder einmal daran erinnert werden. Am Ende der Sitzung verabschiedete Schwab einige teilweise langjährigen Mitglieder: "Es war die letzte Sitzung des Gemeinderates von 2014 bis 2020 und wir haben nicht die Möglichkeit einer großen Verabschiedung."

Er versprach jedoch, zum traditionellen Wildschweinessen einzuladen und die Verdienste der Räte zu würdigen. Anton Weis, der 30 Jahre im Gemeinderat saß, wünschte seinen Nachfolgern "eine gute Hand für die Zukunft" und Gerd Dobesch, 24 Jahre lang im Gemeinderat, gab zu: "Ich bin doch schon immer ganz gern hierher gekommen."

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