OBERSINN

Headbanging beim Eisenwahn-Fasching

Fabelhafte Tanzwelten: Die Damen der Obersinner Tanzgarde glänzten bei der Paradedisziplin der Narretei, dem Gardetanz. Foto: Fotos (3): Jürgen Gabel

Viereinhalb Stunden lang sorgten die rund 90 Karnevalisten des Fördervereins Obersinn unter dem Motto „Eisenwahn“ für gute Stimmung in der geschmückten Mehrzweckhalle. Sitzungspräsident Thomas Weismantel und sein Vize Dominik Andres steuerten das Narrenschiff mit sicherer Hand.

Die Bühnendekoration war an eine Hommage an die Obersinner Großveranstaltung Eisenwahn, die heuer zum letzten Mal stattfindet. Sogar der närrische Elferrat, der aus Platzgründen nur ein Neunerrat war, hielt sich mit seinem Outfit und dem „Headbanging“ an das Motto. Mit lockeren Sprüchen führte Weismantel durch das Programm, begleitet von der Sitzungskapelle „Hot Rod“ (Altengronau), die leider nicht immer den richtigen Ton traf.

Der Einstieg in das kurzweilige Programm gelang der Tanzgarde Obersinn hervorragend. In leuchtenden Kostümen legten die jungen Damen einen athletischen Gardetanz auf die Bühne, die sie nicht ohne Zugabe verlassen durften.

Dass sie an der Main-Post in erster Linie die Kontaktanzeigen interessieren, berichtete Melissa Vornwald in der Bütt. Sie erkannte in den Kontaktanzeigen einige Männer aus dem Ort und meinte, dass diese aufgrund des demografischen Wandels von der Bürgermeisterin bezahlt werden.

Ein fulminanter Start auf der Narrenbühne gelang der neu gegründeten Kindergarde mit ihrem Tanz „Biene Maja“. Vor einem bezaubernden Bühnenbild wirbelten Willi, Flip, Puck, Schnuck und Maja in entzückenden Kostümen bei modernen Rhythmen und heimsten stürmischen Applaus ein.

Die Wellnessqueen Ü40 (Sylvia Ruppert) erzählte von ihrem geschenkten Schönheitstrip in das türkische Dampfbad. Bei „Iwan's Duft“ ließ es sich in der Yogastunde ausgezeichnet entspannen. Zum Vergnügen der Narren wollte ein Teilnehmer seine Mutter in der Turnstunde vertreten, verstand aber keine der Übungen.

Treffend mimten Benedikt Knopp und Danny Meyer ihre Großväter „Charly und Rahn“ und kamen standesgemäß per Mofa und mit Hund zum Stammtisch „beim Fichtel“. Mit ihrem Song „Bratwurst“ warben sie für einen Stand beim Eisenwahn.

Im Showtanz „Back to the 80ies“ entführte die Tanzformation Rebell Yell aus Rieneck in die Zeiten von Abba und Joe Cocker. Die Unterhaltungsshow „Schlag den Wohs“ avancierte mit dem Publikumskandidaten Christian „Sanchez“ zum Knüller. Nicht nur beim Nummerngirl tobte das Publikum, der Star hatte sogar seinen eigenen Fanclub dabei. Als Sanchez per Radlader das Auto am Hexentanzplatz platzierte und die Show gewann, war sogar der Moderator perplex.

In einem dynamischen Showtanz erweckte die Tanzformation der „Explecit Altengronau“ die Puppen zum Leben. Die reiferen Damen präsentierten eine interessante Choreographie und begeisterten die Narren. Die Topshow des deutschen Fernsehens kopierten die Protagonisten in „Voice of Germany“. Die Musikjury musste krankheitsbedingt vom Superjuror Dr. Eisenwahn ersetzt werden; die beiden Interpretinnen heizten den Saal auf.

Dass das Genre Showtanz für Begeisterung sorgt, bewiesen die Girls von „Undercover“ Altengronau bei „Ich glaub, ich hab 'ne Schraube locker“. Gekonnt und exakt boten sie in einer anspruchsvollen Choreographie und wunderschönen Kostümen etwas für das Auge. Auch sie durften ohne Zugabe nicht von der Bühne.

Der Mittelsinner Versicherungsangestellte Kurt „Kloube“ (Thomas Weismantel) versuchte ohne Erfolg die dortigen Christbäume zu versichern. Zu seinem Leidwesen und zum Vergnügen des Publikums waren seine Kinder ohne Tadel, so dass sich seine Frau sogar bei den Elternsprechtagen ausgeschlossen vorkam. Doch plötzlich gerieten die Sprösslinge völlig aus der Spur.

Den krönenden Abschluss der Narrenshow setzte das Männerballett mit der Tanzversion „Backstreet Boys meet Spice Girls“. Die Show entpuppte sich absoluter Reißer und die Hebefiguren beieisterten das Publikum. Das große Finale vereinte nochmals alle Akteure auf der Bühne, bevor die Band „Hot Rod“ zum Feiern und Tanzen abrockte.

Am Samstag, 26. Januar, ab 19 Uhr steigt in der Mehrzweckhalle die zweite Sitzung.

Entspannung pur: Beim Yoga und Iwans Duft fanden die Teilnehmer die rechte Balance und Entspannung.
Die Biene Maja: Ein genialer Einstieg gelang der neu gegründeten Kindergarde in den Narrenhimmel.

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