Marktheidenfeld

Heimstättenwerk stellte Weichen

Neue Gesichter und Funktionen in den Gremien des Heimstättenwerks (von links): Vorstand und Geschäftsführer Bernd Koch, Aufsichtsräte Hans Schleicher und Stefanie Schwab, Vorstand Manfred Herwig, Aufsichtsrätin Christina Herrmann, Vorstand Martin Harth, Aufsichtsräte Christian Menig und Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma.  Foto: Martin Harth
Neue Gesichter und Funktionen in den Gremien des Heimstättenwerks (von links): Vorstand und Geschäftsführer Bernd Koch, Aufsichtsräte Hans Schleicher und Stefanie Schwab, Vorstand Manfred Herwig, Aufsichtsrätin Christina Herrmann, Vorstand Martin Harth, Aufsichtsräte Christian Menig und Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma. Foto: Martin Harth

Die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Heimstättenwerk Marktheidenfeld hat einen Generationswechsel in ihren Führungsgremien vollzogen und möchte künftiger wieder aktiver beim Bau von Wohnungen mit vertretbaren Mietpreisen werden. Dies wurde am Freitag bei der Mitgliederversammlung" deutlich.

Nach der Begrüßung durch den scheidenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats Leonhard Scherg wurde der Prüfbericht des Verbands der bayerischen Wohnungswirtschaft einstimmig genehmigt. Vorstandsmitglied Manfred Herwig sah weiterhin eine rege Nachfrage für modernisierten, preisgünstigen Wohnraum. Im laufenden Jahr zeichne sich eine höhere Fluktuation in den Wohnungen der Genossenschaft ab. Im Geschäftsjahr 2017 habe die Mietausfallquote durch vorübergehende Leerstände lediglich bei unter einem Prozent gelegen.

Schwerpunkt: Verbesserung der Wohnungsstandards

Für die kommenden Jahre müsse weiterhin ein Schwerpunkt bei der Verbesserung des Wohnungsstandards liegen. Die werde sich aber auch in moderaten Erhöhungen der Mietpreise niederschlagen müssen.

Geschäftsführer Bernd Koch stellte den Abschluss für 2017 vor und sprach von weiterhin geordneten Vermögens- und Finanzverhältnissen. 2018 sei der Erwerb eines weiteren Grundstückes in der Kernstadt gelungen. Damit werde dem Heimstättenwerk die Option eines Neubaus von Mietwohnungen im Jahr 2020 ermöglicht. Die Lage des Grundstücks erlaube überdies, bestehende Wohnanlagen zu ergänzen.

Für die Sanierung eines Wohnhauses an der Schlesienstraße habe man mit dem Ausbau des Dachgeschosses zu Mietwohnungen ein Mustervorhaben entwickelt. Dieses könne für künftige Modernisierungen beispielgebend sein. Der Jahresabschluss 2017 wurde einstimmig festgestellt. Der Bilanzgewinn wird nach deren Wunsch den Ergebnisrücklagen in vollem Umfang zugeführt. Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet.

Auf eigenen Wunsch ausgeschieden

Nachdem der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Scherg, und sein Stellvertreter Uwe Lambinus auf eigenen Wunsch aus dem Gremium ausschieden und das bisherige Vorstandsmitglied Erwin Müller seinen Rücktritt erklärt hatte, mussten bei den Neuwahlen Weichenstellungen getroffen werden.

Im dreiköpfigen Vorstand der Genossenschaft blieben Geschäftsführer Bernd Koch und Manfred Herwig, der erneut für drei Jahre gewählt wurde. Neu im Vorstand ist Martin Harth, der bislang dem Aufsichtsrat angehörte. In diesem Kontrollgremium blieb Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma, Michael Streitenberger und Stefanie Schwab. Hans Schleicher wurde wieder in den Aufsichtsrat gewählt. An die Stelle des ausgeschiedenen Vertreters der Stadt Marktheidenfeld, Markus Haberstumpf, trat Kämmerin Christina Herrmann. Christian Menig ergänzt das nunmehr sechsköpfige Gremium.

Nach dem Abschluss der Neuwahlen kennzeichnete das neue Vorstandsmitglied Martin Harth das Ergebnis als Zäsur in der jüngeren Geschichte des Heimstättenwerks. Er dankte dem nicht anwesenden Geschäftsführer Erwin Müller nach dessen Rückzug aus dem Vorstand für sein großes Engagement.

Seit 1970 im Vorstand

Seit 1970 hatte Uwe Lambinus, der nicht zur Versammlung kommen konnte, dem Aufsichtsrat, seit dem Jahr 2004 als stellvertretender Vorsitzender angehört. Seine Leistungen wolle man bei einem Besuch ausführlich würdigen. Dann wandte sich Harth dem bisherigen Vorsitzenden des Aufsichtsrats Leonhard Scherg zu. Im ersten Jahr nach der Amtsübernahme als Bürgermeister sei dieser 1985 in den Aufsichtsrat gewählt worden, dessen Vorsitz er kurz darauf übernahm. In den 33 Jahren seitdem habe er den Neubau von zwei Wohnanlagen in den 1990iger Jahren und die Modernisierung von 19 Wohnhäusern gewissenhaft begleitet.

Dafür sei Dank zu sagen. Den Dankesworten an die drei ausgeschiedenen Führungspersönlichkeiten schloss sich Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder an. Sie hob die Bedeutung der Schaffung bezahlbaren Wohnraums für die Stadt hervor. Es sei erfreulich, wenn das Heimstättenwerk in diesem Feld wieder aktiver werden wolle. Auf Harths Vorschlag ernannten die Mitglieder Leonhard Scherg und Uwe Lambinus zu Ehrenaufsichtsräten, was deutlich machen solle, dass man auch künftig auf deren Rat Wert lege.

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