Zellingen

Hohe Auszeichnungen für verdiente Fasenachter

Vom Verbandsorden des Fränkischen Fastnachtsverbandes bis zum Orden in Gold des Bundes Deutscher Karnevalisten reichten die närrischen Ehrungen beim Zellinger Fasenachtsempfang (von links): Regina Kuhn, Isabelle Endrich, Melanie Steinbiss, Klaus Amrhein, Linda Lang, Gustav Betz, eine schmückende Gardetänzerin und Beirat Marco Herbert. Foto: Jürgen Kamm

Wie oft er schon auf närrischen Bühnen stand und die Besucher mit seiner unnachahmlichen Art zum Lachen brachte, weiß Gustav Betz wohl selbst nicht so genau. Die Verleihung des Ordens in Gold vom Bund der Deutschen Karnevalisten an ihn war der Höhepunkt des Narrenempfangs nach dem Zellinger Rathaussturm.

Auch für Marco Herbert aus Leinach, der als Beirat des Fränkischen Fastnachtverbands die Ehrungen vornahm, ist Gustav Betz kein Unbekannter. Schließlich begeistert dieser schon seit seiner Bühnenpremiere im Jahr 1974 das närrische Publikum. Den "Til von Franken" verlieh ihm der Verband schon 1997.

Diese höchste Auszeichnung des Fastnachtverbands Franken hatte Marco Herbert für den ersten Gesellschaftspräsidenten Klaus Amrhein mitgebracht. Auch er ist schon seit Jahrzehnten in der Fasenacht aktiv. Wie alle Tilträger sollte er sich die Nummer der Auszeichnung gut merken, denn kann er sie einem Nachfragenden nicht nennen, so muss er ihm einen ausgeben.

Vor allem für ihre Verdienste als Trainerinnen und Betreuerinnen der Garden, aber auch als aktive Tänzerinnen, wurden fünf Damen geehrt. Der Landesverbandsorden ging an Liz Haas, Linda Lang und Melanie Steinbiss. Über den Verdienstorden des Verbands freuten sich Regina Kuhn und Isabell Endrich.

Neuen Ehrensenator gekürt

Der Zellinger Fasenachtsverein selbst kürte einen neuen Ehrensenator. Dieser ist schon seit 50 Jahren im Verein aktiv und wurde längst mit dem Til von Franken und dem Orden Deutscher Karnevalisten in Gold ausgezeichnet. Roland Reuchlein trat im Jahr 1969 den Verein bei, wurde Mundschenk und Zeremonienmeister, eroberte mit den Zwiebeltretern die Bühne und sogar das Fernsehen, zudem war er sehr lange Elferrat. Schon seit 1985 kümmert er sich um den Kartenvorverkauf für die Prunksitzungen.

Kaum zum neuen Ehrensenator des Zellinger Fasenachtvereins gekürt, griff Roland Reuchlein schon zum Akkordeon für ein musikalisches Dankeschön. Foto: Jürgen Kamm

Als wäre das noch nicht genug, ist er als Musikant mit der "Quetsche" vielerorts bekannt und praktisch ständig aktiv, um Frohsinn zu verbreiten. Auch bei seiner Ehrung ließ er es sich nehmen, seine "beste Freundin" zum Klingen (und den Saal zum Schunkeln) zu bringen, mit einem leicht veränderten alten Schlager "Wer ist heute auserkoren, ja das bleibt immer ein Geheimnis, das weiß niemand so ganz genau" bis zum Zellinger Fasenachtslied "Solang dort drunt' am Spätzplatz die Fasenachtsfahne weht".

Karl Haas zeigte sich beeindruckt, was Sitzungspräsident Klaus Ziegler in der Laudatio alles über ihn zu sagen wusste, setzte aber noch einen drauf und verriet, dass er an einem elften Elften geboren wurde und sich auch während des ersten Irakkrieges den Frohsinn nicht verbieten ließ. Zusammen mit sieben anderen Narren sei er damals (vor rund 30 Jahren) den üblichen Zugweg abgeschritten.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es fälschlicherweise Karl Haas sei zum Ehrensenator ernannt worden. Dies wurde korrigiert.

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