Arnstein

Hohe Kosten für das Haus des Unterfränkischen Dialekts

Tief Luft holen mussten die Arnsteiner Stadträte, als sie über den Jahresantrag 2020 zum Bayerischen Städtebauförderungsprogramm für das Bücholder Haus des Dialektes abstimmen sollten. Mit Kosten von stolzen drei Millionen Euro werden mittlerweile für das kühne Projekt gerechnet. Das sorgte bei nicht wenigen für kritisches Stirnrunzeln.

Der Reuchelheimer Stadtrat Bernd Kröner und der Heugrumbacher Ortssprecher Herbert Bittner fragten, wie man der Bevölkerung eine so hohe Summe für ein Einzelprojekt erklären wolle. "Die Stadt hat so viele Aufgaben und plötzlich stehen hier zusätzliche drei Millionen Euro im Raum! Wie viel bleibt davon an der Stadt hängen?", fragte Kröner und wollte außerdem wissen, wie sich der Bücholder Förderverein die Finanzierung und später den Betrieb vorstelle.

Stadtrat geht keine Verpflichtungen ein

Bürgermeister Franz-Josef Sauer informierte, er habe sich kürzlich mit einer Vielzahl von Vertretern möglicher öffentlicher Geldgeber darüber auseinandergesetzt und dabei durchaus positive Resonanz erfahren. Eine Gesamtförderkulisse von über 80 Prozent sei möglich. Bei dem jetzigen Antrag gehe es nur um die Aufnahme in das bayerische Förderungsprogramm für 2020. Der Stadtrat mache mit diesem Antrag keine Zusage und gehe keinerlei Verpflichtungen ein. Andererseits sei eben dieser Antrage der unverzichtbare Einstieg in eine mögliche Realisierung. "Ohne diesen Antrag läuft nichts!", sagte Sauer.

Mit einigem Seufzen stimmten die Stadtratsmitglieder zu. Demnach werden für das Jahr 2020 1,5 Millionen Euro beantragt, für das darauffolgende 1,2 Millionen und für 2022 noch einmal 300 000 Euro.

Untersuchungen zum städtebaulichen Entwicklungskonzept

Nicht weniger umfangreich ist der gleich gelagerte Förderantrag "Altstadt Arnstein mit Erweiterung". Auch hier soll eine Gesamtsumme von fast zwei Millionen Euro beantragt werden. Im Mittelpunkt stehen hier die Grabenstraße und im Zusammenhang mit der "Neuen Mitte" die Neugasse, das Höflein und die Bayernstraße. Außerdem sollen Untersuchungen zum städtebaulichen Entwicklungskonzept fortgeschrieben werden, im Hinblick auf Verkehr, Mobilität, barrierefreier Gestaltung sowie Freizeit und Tourismus. Das Schulareal soll einer Feinuntersuchung als städtebauliche Machbarkeitsstudie für rund 80 000 Euro unterzogen werden.

Als dritten Jahresantrag verabschiedete der Stadtrat als Fortschreibung das Förderbegehren für den An- und Umbau des Sportheims in Binsfeld. Dieser wurde im Mai dieses Jahres begonnen und soll mit vielen Eigenleistungen der Binsfelder abgeschlossen werden.

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