Neubrunn

Hoher Wasserverlust in Neubrunn teilweise der Verkeimung zuzuschreiben

Symbolbild Trinkwasser Foto: Oliver Berg/dpa

In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Neubrunn wurden folgende Tagesordnungspunkte behandelt:

• Timo Renz, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg, erläuterte den Jahresbetriebsplan 2020 für die Forstarbeiten im Gemeindewald des Marktes Neubrunn. Er berichtete darüber, dass es im Gemeindewald Schäden gibt, diese jedoch nicht so gravierend sind wie in den Nachbargemeinden und dass in diesem Jahr am Wurmberg und am Elsberg der Holzeinschlag gemacht wird. Der Gemeinderat stimmte dem ihm vorgetragenen Jahresbetriebsplan zu.

• In diesem Jahr sollen wieder Feldwege, die nicht mehr korrekt in der ausgesteinten Trasse verlaufen, hergerichtet und Fahrwege, die nicht mehr von Hand zurückgeschnitten werden können, maschinell freigeschnitten werden. Sechs Firmen wurden angeschrieben und fünf haben ein Angebot abgegeben. Den Zuschlag für diese Arbeiten erhielt die Firma Oberle aus Neuenbuch.

• Im Gemeindegebiet gibt es zahlreiche schadhafte Stellen im Fahrbahnbelag nach Wasserrohrbrüchen und Setzungen nach Baumaßnahmen. Diese Straßenausbesserungsarbeiten wurden beschränkt ausgeschrieben. Von den 6 Firmen haben 5 ihr Angebot abgegeben. Den Zuschlag erhält die Firma Altertheimer Bau aus Altertheim.

• Bei der Sanierung der Orgel in der Kirche Böttigheim hat sich herausgestellt, dass der Windladen der Orgel stark beschädigt ist und mit saniert werden muss. Diese Arbeiten waren bei der Kostenrechnung nicht mit eingerechnet. Somit steigen die Kosten von bisher 24 000 Euro auf nunmehr 32 500 Euro. Der Gemeinderat beschloss den bewilligten Zuschuss auf die 32 500 Euro zu erhöhen.

• Für die Kommunalwahlen am 15. März 2020 ist vom Gemeinderat ein Gemeindewahlleiter und ein Stellvertreter zu berufen. Das Gemeindegremium wird als Gemeindewahlleiter die Geschäftsführerin Simone Weimann-Roloff und als Stellvertreterin Simone Hilgner berufen.

• Der örtliche Rechnungsprüfungsausschuss hat am 5. September den Jahresabschluss 2018 geprüft. In der Gemeinderatssitzung wurden die berichtspflichtigen Feststellungen aus dem Prüfbericht vorgetragen und erläutert. Der Gemeinderat nahm den Bericht zur Kenntnis.

• Anschließend verlas der Bürgermeister das Ergebnis der Jahresrechnung 2018, welches sich auf der Soll- und Habenseite auf 7 027 006,82 Euro beläuft und informierte darüber, dass die Schulden 1,33 Millionen Euro betragen (2017: 1,43 Millionen). Der Gemeinderat beschloss die Jahresrechnung und erteilt der Verwaltung Entlastung.

• Anwohner des Bereiches St.-Georg-Straße, Nelkenstraße und Tulpenstraße haben darum gebeten, den Baustellenverkehr für die Erschließung des Baugebietes "Kirchenberg" soweit als möglich aus dem Wohngebiet herauszuhalten. Bei einer Baubesprechung wurde besprochen, dass die Zufahrt der Baustellenfahrzeuge über einen Ringverkehr erfolgen wird, so dass ein Begegnungsverkehr vermieden wird. Zudem wird die Zufahrt über den Triebsweg und je nach Witterungsverhältnissen über die Feldwege erfolgen, welche von der Kreisstraße WÜ 59 in das Gebiet gehen, so dass sich der Baustellenverkehr entzerren wird. Baubeginn soll Mitte bis Ende Oktober 2019 sein.

- Der Bürgermeister gab bekannt, dass die Regierung von Unterfranken den Förderantrag für das neue Feuerwehrfahrzeug genehmigt hat und das HLF20 nun bestellt werden kann.

- Der Markt Neubrunn mit Böttigheim hat 2019 einen Wasserverlust in Höhe von rund 26 000 Kubikmeter zu verzeichnen. Dieser hohe Verlust ist teilweise der Verkeimung zuzuschreiben, da die Leitungen in dieser Zeit täglich mit 700 Kubikmeter gespült werden mussten. Aber auch die beiden Verkeimungen im Hochbehälter von Böttigheim, die beiden Großübungen der Feuerwehr und die gefundenen Wasserrohrbrüche trugen dem Wasserverlust bei. Dennoch wird weiter nach Wasserrohrbrüchen gesucht, um den noch offenen Verlust weiter zu reduzieren.

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