HOFSTETTEN

Hunderte Hofstettener kommen nach Hofstetten

Fleißige Organisatoren auf der Mainfähre: Der Festausschuss für das internationale Hofstetten-Treffen mit den Vorsitzenden Arnold Fasel (vorne, Dritter von links) und Christoph Rüb (hinten, Dritter von rechts).
Fleißige Organisatoren auf der Mainfähre: Der Festausschuss für das internationale Hofstetten-Treffen mit den Vorsitzenden Arnold Fasel (vorne, Dritter von links) und Christoph Rüb (hinten, Dritter von rechts). Foto: Festgemeinschaft

Alle zwei Jahre findet ein Hofstetten-Treffen statt. In diesem Jahr ist zum dritten Mal nach 1991 und 2003 der Stadtteil auf der linken Mainseite von Gemünden Gastgeber für einige Hundert Menschen, die von 16. bis 18. Juni aus zehn Orten mit dem gleichen Namen kommen.

Seit 34 Jahren gibt es dieses Fest, das auf ungewöhnliche Art und Weise zustande kam und seinen einmaligen Charakter bewahrt hat. Im Mittelpunkt stehen die vielfältige Kultur und Lebensart der Teilnehmer und die Generationen übergreifende Freundschaft.

Persönliche Freundschaften

Wie Schirmherr, Bürgermeister Jürgen Lippert, in der Festschrift schreibt, wurde das Hofstetten-Treffen nicht hoheitlich verordnet, sondern ist durch langjährige persönliche Freundschaften, durch beständige Pflege und engagierte Vereinsarbeit gewachsen. Einer der Koordinatoren dieser Vereinsarbeit ist Christoph Rüb, Vorsitzender der Allgemeinen Sportvereinigung Hofstetten, der zusammen seinem Vorstandskollegen Arnold Fasel von der Blaskapelle Hofstetten in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts den Kopf des Veranstaltungsteams bildet.

Der Festausschuss arbeitet mit seinen 21 Mitgliedern seit Beginn der Vergabe vor zwei Jahren kontinuierlich an der Vorbereitung der drei Tage dauernden Veranstaltung, die auch für die einheimische Bevölkerung und die Menschen der Nachbarorte reizvolle Programmpunkte bietet.

Langwierige Vorbereitungen erforderlich

Rund zwei dutzend Male habe der Ausschuss getagt, jedes Mitglied habe einen speziellen Aufgabenbereich, und zum Glück habe man auch dank der Hilfe der anderen Ortsvereine alles so weit vorbereitet, dass es am 16. Juni losgehen kann, berichtet Rüb.

Einige ältere Mitglieder haben schon die Erfahrungen aus den vergangenen beiden Hofstetten-Treffen mitgebracht. Dieses Mal seien sehr viele Junge an er Organisation beteiligt, sodass man schon von einem Generationenwechsel sprechen könne, was für das Vereinsleben im Dorf sehr positiv zu sehen sei. Traditionell sei die Quartierbeschaffung eines der größten Arbeitsfelder gewesen. Schließlich galt es, vorwiegend in Hofstetten und Massenbuch rund Hundert Übernachtungsgäste privat unterzubringen und das Massenlager zu organisieren.

Massenlager mit Zelten

An diesem Punkt dankt Christoph Rüb besonders der Familie Endres vom Campingplatz Schönrain für die starke Unterstützung, auf deren Gelände mit Großzelten das Massenlager eingerichtet wird. Es bietet für etwa 150 Personen Platz, außerdem können dort die Gäste mit Caravans und Wohnmobilen Station machen und auch die sanitären Einrichtungen benutzen.

50 Helfer sind im Einsatz

Obwohl vor allem im Bereich der Verpflegung einiges in professionelle Hände gegeben wurde, sind doch rund 50 Helfer gefordert, die rund um die Uhr im Einsatz sind. So etwas könne man nicht jedes Jahr leisten, meinte Rüb und hob an dieser Stelle auch die problemlose Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hervor.

Besonders freut ihn das vielfältige Programm, das für alle Altersgruppen etwas bietet: von der Willkommensparty mit der Band „Get up“ über den Besuch der Fränkischen Weinkönigin am Samstag in der Weinlaube im Hof der „Höschter Brennerei“ und dem traditionellen Heimatabend aller Hofstettener bis zum Festgottesdienst mit Frühschoppen und Ausklang am Sonntag. Die Festschrift mit Programm, Grußworten, Chroniken und der Beschreibung der einzelnen Orte mit Namen Hofstetten wird derzeit in den Geschäften ausgelegt.

Gäste aus zehn verschiedenen Hofstetten

Die Gäste kommen aus Hofstetten-Eichstätt, Hofstetten-Flüh (Schweiz), Hofstetten-Grünau (Österreich), Hofstetten-Königsberg, Hofstetten-Landsberg, Hofstetten-Schwarzwald, Hofstetten-Zürich (Schweiz), Hofstetten-Hilpoltstein, Hofstetten-Kleinwallstadt und Hofstetten-Roth.

„Jetzt brauchen wir nur noch gutes Wetter und viele Gäste“, sagt Rüb und weist besonders auf die erweiterten Fährzeiten anlässlich der Festtage hin: Freitag, 16. Juni, 6 Uhr bis 1.30 Uhr, Samstag, 17. Juni, 8 Uhr bis 1.30 Uhr, Sonntag, 18. Juni 9 Uhr bis 20 Uhr.

Wie alles begann

Im Jahr 1977 war der damalige Soldat Wolfgang Pfetterle aus Hofstetten bei Landsberg in der Lechrainkaserne stationiert. Als Bernhard Neumaier aus Hofstetten im Schwarzwald nach seiner Grundausbildung ebenfalls in die Lechrainkaserne versetzt wurde, ging der Feldwebel der Kompanie davon aus, die beiden Hofstettener müssten einander kennen.

Bei einer Gegenüberstellung stellte sich jedoch heraus, dass sie aus verschiedenen Orten mit Namen Hofstetten stammten. Es entwickelte sich eine persönliche Freundschaft der beiden Hofstettener und da beide in ihren heimatlichen Trachtenvereinen aktiv waren, auch bald eine Verbindung der beiden Orte mit Besuchen und Gegenbesuchen.

Erstes Treffen mit vier Vertretern aus vier Orten

1981 kam beim Burschenverein in Hofstetten bei Landsberg erstmals der Gedanke eines größeren Treffens auf. Kontakte wurden geknüpft und im Juni 1983 trafen sich dort Besucher anlässlich der 900-Jahr-Feier des Ortes vier Hofstetten. Immer mehr kamen dazu, das Treffen wurde international und findet jetzt alle zwei Jahre um die Fronleichnamszeit in einem anderen der rund einem Dutzend Hofstetten statt.

Das Programm

Freitag, 16. Juni: 20 Uhr Willkommensparty mit „Get up“ im Festzelt, 20 Uhr „Frankenwein und edle Brände“ mit hausgemachter Musik im Hof der Höschter Brennerei.

Samstag, 17. Juni: 11 Uhr Wanderung zur Ruine Schönrain, 11 Uhr Fußballturnier, 12 Uhr Mittagstisch, 14 Uhr Frankenweinpräsentation im Hof der Brennerei mit der Fränkischen Weinkönigin, am Nachmittag Kinderprogramm, 18 Uhr Standkonzert mit Sternmarsch zum Festzelt, 19 Uhr Ehrung der Sieger des Fußballturniers, 19.30 Heimatabend mit Gruppen der verschiedenen Hofstetten, anschließend Stimmungsabend mit den Rienecker Musikanten.

Sonntag, 18. Juni: 9.30 Uhr Festgottesdienst im Festzelt, anschließend Frühschoppen mit der Blaskapelle Hofstetten/Königsberg, um 11 Uhr Vergabe des nächsten internationalen Hofstetten-Treffens, 12 Uhr Mittagstisch, 13 Uhr Festausklang mit den Proazeller Musikanten.

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