Neuhütten

In Neuhütten wird das Wasser teurer

Hinunter in die 300 Kubikmeter große Wasserkammer des Hochbehäters ging es am Montagabend bei einer Vor-Ort-Besichtigung für den Neuhüttener Gemeinderat. Foto: Jochen Kümmel

Die Wasserverbrauchsgebühr steigt in Neuhütten ab Juli von zwei Euro pro Kubikmeter um 17 Cent (8 Prozent) auf 2,17 Euro. Die Abwassergebühr erhöht sich um 11 Cent (8 Prozent) von derzeit 1,35 auf 1,46Euro. Der Gemeinderat stimmte der Kalkulation in seiner Sitzung am Montagabend im Rathaus einstimmig zu.

Neu ist, dass nun auch beim Abwasser eine Grundgebühr erhoben wird, um Fix- und Vorhaltekosten abdecken zu können. Hätte man auf eine Grundgebühr (24 Euro bei vier Kubik Durchfluss) verzichtet, wäre der Abwasserbeitrag auf 1,71 Euro angestiegen.

Auch die Größe der Durchflussmenge wird erstmals mit unterschiedlich hohen Grundgebühren belegt, was nicht großartig ins Gewicht fallen dürfte, da es im Ort lediglich fünf größere Wasserabnehmer gibt.

Kalkulation für drei Jahre

Kalkuliert sind die Kosten für die nächsten drei Jahre, sie wurden in der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung festgeschrieben. »Es bleibt ziemlich alles gleich«, kommentierte Geschäftsstellenleiter Thomas Groß die Kalkulation der Wassergebühren, die vom Büro Kommunale Transparenz (Würzburg) berechnet wurden.

Mit lediglich einem Defizit von 1300 Euro laufe die Wasserversorgung in den letzten drei Jahren kostendeckend. Allerdings startete man den Berechnungszeitraum mit 74000 Euro Miesen, die nun abgebaut werden sollen. Im Abwasserbereich begründet sich die Erhöhung durch ein Defizit von rund 80000 Euro. Im Juli plant die Gemeinde eine Zwischenablesung der Wasserzähler.

Um Rechtssicherheit im Hinblick auf die laufende Trinkwassersanierung zu schaffen, passte das Gremium gleich drei Satzungen auf einen Schlag an die aktuelle Rechtsprechung an. Dabei orientieren sich die Formulierungen an den Mustersatzungen des Gemeindetags.

Die Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung, die Entwässerungssatzung und die Beitrags- und Gebührensätze zur Abwasserabgabesatzung sind stellenweise bereits 18 Jahre in Kraft. Der Rat brachte die Änderungen einstimmig auf den Weg.

Neu kalkuliert

Im Vorfeld der Verabschiedung der verschiedenen Satzungen beschloss das Gremium, die aktuell laufende Sanierung des Hochbehälters und die Untersuchung einer Alternativversorgung zu 100Prozent über Beiträge zu finanzieren. Der Verteilungsschlüssel für die Berechnung der Beiträge zwischen Grundstücks- und Geschossfläche wurde im Verhältnis 30 zu 70 festgelegt. Auch die Herstellungsbeiträge wurden neu kalkuliert: Diese werden günstiger, wenn beispielsweise in Neubaugebieten neue Grundstücke erschlossen werden, an- oder umgebaut wird.

Mit Edelstahl verkleidet

Im Rahmen der Sitzung nahmen die Räte auch einen Vorort-Termin wahr. Sie stiegen in die bereits mit Edelstahl verkleideten, 300 Kubikmeter großen Wasserkammern hinunter und machten sich ein Bild vom aktuellen Stand der Hochbehältersanierung.

Zusammen mit Wasserwart Matthias Steigerwald informierte Bürgermeister Edmund Wirzberger über die weitere Vorgehensweise. Ende Juni ist die Desinfektion der Kammer geplant. Im weiteren Verlauf werden marode Rohrleitungen im Rohrkeller ausgetauscht.

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